Blue Holes, Backroads und Buschbrände - Florida und Bahamas 2026

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Pico
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Re: Blue Holes, Backroads und Buschbrände - Florida und Bahamas 2026

Beitrag von Pico »

mr.minolta hat geschrieben: 22 Jun 2026 20:05
Zu unserer Erleichterung dauert der Weg zum Schafott nur ca. 10 Minuten und schon befinden wir uns im Anflug auf Andros.
Oh weia, was hattet ihr noch für ein Glück...

Ihr seid auf dem Hinflug nach Andros hoffentlich nicht mir Flamingo Air geflogen?? Vor vier Tagen ein Absturz mit 10 Toten... :-(
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Pico
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Re: Blue Holes, Backroads und Buschbrände - Florida und Bahamas 2026

Beitrag von Pico »

mr.minolta hat geschrieben: 06 Jul 2026 23:44


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So klein sind sie ja noch wirklich niedlich!

Im Sumpf mit einem Schminkspiegel... Hammer!! :lol:
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Suse
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Re: Blue Holes, Backroads und Buschbrände - Florida und Bahamas 2026

Beitrag von Suse »

Pico hat geschrieben: 14 Jul 2026 08:24

So klein sind sie ja noch wirklich niedlich!

Im Sumpf mit einem Schminkspiegel... Hammer!! :lol:
Ja, das war wirklich witzig. Ich hab da gestanden und gewartet, daß ich vorbei kann, und noch gedacht, dafür daß sie vorher so genervt war, filmt sie ja jetzt ganz schön lange. Bis ich dann gesehen habe, daß sie kein Handy vor der Nase hatte, sondern einen Spiegel und sich da ihre fake Wimpern gerichtet hat. :lol:

Der Mister möchte auch jedesmal einen Babygator einstecken. :shock:
Wenn du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

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Suse
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Re: Blue Holes, Backroads und Buschbrände - Florida und Bahamas 2026

Beitrag von Suse »

Der Tag in den Everglades war so schön, daß wir das am Folgetag eigentlich am liebsten gleich wiederholt hätten, nur weckt uns schon morgens der an die Fensterscheiben prasselnde Regen. Daß es Morgen ist, kann man auch nur erahnen, so finster ist es draußen.

So bleibt es auch den gesamten Tag und die Wolken bewegen sich kein Stück, es schüttet und schüttet ohne Unterlaß. Daß das der letzte Regentag dieser Reise sein wird und noch Zeiten kommen werden, in denen wir uns Regen herbeisehnen, können wir da noch nicht ahnen, heute finden wir es erstmal einfach nur doof.

Gottseidank ist Road Wars-Dienstag und die Sendung läuft in Endlosschleife von vormittags bis abends und wir verbringen den Tag mit Herumgammeln und Packen, denn das Wetter hat uns zugleich auch unseren letzten Tag auf Miami Beach verdorben. Nach Miami, Bahamas und Everglades geht es nun an den südlichsten Punkt unserer Reise: Key West.

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Wenn wir gewußt hätten, daß der Aufenthalt so endet, hätte man die Everglades auch auf dem Weg nach Key West einbauen können, anstatt die ganze Strecke noch einmal zurückzufahren. Das hätte uns einen Haufen Geld gespart, denn die Benzinpreise sind in Miami so hoch wie nirgends sonst:

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Dann geht es raus aus der Stadt, durch Downtown und Brickell. In Homestead haben wir den Regen endgültig hinter uns gelassen, und als wir auf dem Highway No.1 angekommen sind, strahlt die Sonne. Wußte ich doch, daß die Keys uns nicht enttäuschen werden:

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Der Weg über den Overseas Highway zieht sich, ist aber immer wieder schön. Wir waren 8 Jahre nicht mehr hier und freuen uns unglaublich. Die Fahrt ist lang und Key West seit der Pandemie unglaublich teuer geworden, wer weiß, wie oft wir das noch auf uns nehmen werden.

Dabei haben wir insbesondere die letzte Reise, auf der wir sehr viele tolle Erlebnisse auf No Name Key in der Deer Reserve und beim Sunset-Segeln mit der America 2.0 hatten, in besonders schöner Erinnerung. Irgendwie können wir uns von dem Ort trotz aller negativen Entwicklungen eben noch nicht so ganz lösen, und deswegen habe ich auch einen Plan ausgeheckt, von dem der Ehemann nichts weiß. Ich bin ein bißchen aufgeregt, ob es wohl klappt.

Ausgiebige Pause am Shell World

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Im Shell World gibt es an maritimen Dingen nichts, was es nicht gibt, und auch wir verlassen den Laden mal wieder mit mehr Souvenirs als ursprünglich vorgesehen.

Dann die Seven Mile Bridge! Da sind sie!

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Wir freuen uns, als würden wir lange vermißte Bekannte wiedersehen: Fred und Fred junior.

https://www.youtube.com/watch?v=FBPd5U8 ... rt_radio=1

Als wir in Key West ankommen, ist es schon später Nachmittag, was nicht schädlich ist, denn in der Dämmerung sieht das El Patio besonders schön aus.

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Auf dieser Reise haben wir es mit den historischen Unterkünften. So wie das Miami River Inn, die Small Hope Bay Lodge und das Lexington ist auch das El Patio Motel historisch.

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In der Weihnachtswoche 1949 gegründet und bis heute eigentümerbetrieben. Klein, plüschig, mit seiner an das Art Déco erinnernden Fassade, sieht es heute noch genauso aus wie bei der Gründung.

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Wir lieben das El Patio und wohnen immer hier, wenn wir in Key West sind. Daß es etwas abgelegen ist, stört uns überhaupt nicht. Es gibt einen kleinen Pool und Leihfarräder. Und man bekommt immer einen Parkplatz.

Wir haben versäumt, ein Zimmer im Erdgeschoß anzumelden, und mit 2 Kilo Androsia-Batik ist mein Koffer inzwischen ganz schön schwer, aber gemeinsam schaffen wir unser Zeug nach oben. Als wir damit fertig sind, freuen wir uns über den schönen Blick in den Innenhof, der unverändert ist seit unserem letzten Besuch. Höchstens der Westernkaktus ist ein bißchen gewachsen.

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Abgesehen davon, daß ich eine geheime Mission habe, haben wir in Key West diesmal nichts Besonderes vor. Wir haben drei Tage, die wir vollständig in der Stadt verbringen und uns einfach treiben lassen wollen. Häuser gucken und am Hafen sitzen. Nochmal eine volle Dosis Conch Republic mitnehmen.
Wenn du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

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Suse
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Re: Blue Holes, Backroads und Buschbrände - Florida und Bahamas 2026

Beitrag von Suse »

Bevor zum entspannten Teil übergegangen werden kann, sind noch Besorgungen zu machen. Wir brauchen Getränke und Snacks, also geht es am nächsten Vormittag zur Shopping Plaza. Im Walmart gibt es frische halbe Hähnchen, die wir mittags im Auto sitzend verputzen, während die allgegenwärtigen Hähne in Key West unser Auto neugierig umkreisen. Als ob sie ahnten, was wir gerade essen…

Danach muß ich den Mister überzeugen, mit mir nach Stock Key zu fahren, ohne ihm zu sagen, warum. Stock Key war früher eigentlich nur aus einem Grund interessant: Es gab hier den einzigen Burger King weit und breit, aber der ist schon lange geschlossen.

Wir müssen aber tiefer hinein in die Wohnstraßen der Insel. Wir finden dann auch, was ich suche, nämlich den Firmensitz der Key West Trading Company.

https://smugglerco.com/

Aussehen tut es aber eher wie eine Art Speakeasy-Bar in Gestalt einer hinter überwucherten Maschendrahtzäunen verborgenen Holzhütte.

Und obwohl Smuggler Jim, der Mann hinter dem Unternehmen, der hier wohnen soll, im Internet verkündet, er freue sich über vorbeischauende Kunden, ist alles verriegelt und verrammelt und die Schilder, die vorm unbefugten Betreten und seinen Konsequenzen warnen sind doppelt so viele wie die, die den selbst gebrauten Absinth bewerben.

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Um uns herum Trailerhomes, die meisten sehr gepflegt. Naja haben wir wenigstens mal gesehen, wohin vermutlich abends die zahllosen Servicekräfte aus ihren unterbezahlten McJobs zurückkehren, die tagsüber dafür sorgen, daß in Key West alles schick bleibt. Ich mag das ja sehr, mal so hinter die Fassaden zu gucken und einen Blick auf das real life zu werfen.

Trotzdem bin ich jetzt ein bißchen ratlos, und nachdem der Mister schon zum dritten Mal gefragt hat, was wir hier eigentlich wollen und ich nur antworten kann: „Erzähle ich dir, wenns geklappt hat“, fahren wir unverrichteter Dinge zurück. Richtig enttäuscht bin ich aber nicht. Daß ich auf mehrere Mails an Smuggler Jim keine Antwort erhalten habe, hatte mich seelisch schon vorbereitet, daß das alles eher zweifelhaft sein würde. Aber es gibt noch weitere Optionen, die gehe ich morgen an.

Denn der Nachmittag gehört dem Zentralfriedhof. Und obwohl unsere Erwartungen hier ebenfalls niedrig waren, werden wir diesmal sehr angenehm überrascht.

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Wie die meisten vermutlich wissen, hat Florida in den letzten Jahren aufeinanderfolgend zwei eiskalte Winter mit niedrigen Rekordtemperaturen erlebt, was zu einem Massensterben an Leguanen geführt hat. Nun ist das nüchtern betrachtet nicht nur schlecht. Bei unserer letzten Reise 2018 waren die Rabatten um das El Patio noch voller Anolis, ihr Verschwinden ist ein deutlicher Indikator, wie die überlegenen Neozooen die einheimische Fauna verdrängen. Eine Reduzierung des Bestandes ist also aus Sicht der kleinen einheimischen Eidechsen durchaus wünschenswert. Aber schön anzusehen waren die urigen Tiere, die zwischen den alten Gräbern leben, eben doch und wir hoffen, daß wir auch diesmal welche sehen.

Und wir haben Glück, sie sind nicht so zahlreich wie 2018, aber einige haben überlebt.

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Nicht nur starke alte Tiere, auch ein paar jüngere mit gesunder grüner Färbung sind zu sehen.

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Bißchen mager ist er ja, aber er hat eindeutig Stilempfinden, wie er da so neben der grünen Vase posiert

Man muß nur Geduld haben, dann kommen sie überall aus den Spalten und Ritzen in den Gräbern heraus, setzen sich in Pose und sonnen sich. Wenn sie sich einmal daran gewöhnt haben, beobachtet zu werden, sind sie auch nicht mehr so scheu, solange man sich nicht in ihre Richtung bewegt.

Daß der Friedhof direkt in der Einflugschneise liegt, stört die Tiere hingegen überhaupt nicht

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Neue Mitkonkurrenten um die Reviere: Curly Tail Lizards

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Sind ebenso invasiv wie die Leguane, aber süß aussehen tun sie schon, oder?

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Trägt hoffentlich dazu bei, den Bestand in Schach zu halten:

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Während der Mister noch fotografiert, muß ich die Straßen um den Friedhof herum ablaufen.

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Hier stehen ein paar meiner Lieblingshäuser, einfache Holzhütten ohne viel Schnitzerei und Dekor, die aussehen, als wären sie älter als Key West selbst.

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Später gibt McDonald's und und einen angenehm lauwarmen Vollmondabend mit Blick auf den idyllischen Patio des El Patio

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Zum ersten Mal auf dieser Reise haben wir Seagrams Breezer. Es gibt ja keinen besseren Ort um eine eiskalte Margarita zu trinken.

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