Die Seychellen im 3. Jahrtausend

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mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von mr.minolta » 28 Nov 2018 13:15

Fließband-Hochzeiten auf den Seychellen

Einen neuen Rekord feiert man hinsichtlich der von Besuchern vor Ort absolvierten Eheschließungen. 2367 Hochzeiten waren es 2017. Das sind rechnerisch 6,5 an jedem einzelnen Tag des Jahres:


http://www.seychellesnewsagency.com/art ... idal+brand
Man sieht es und man glaubt es kaum:

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mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von mr.minolta » 20 Dez 2018 23:38

Bedrohte Langusten

Nachdem nun auch noch die Lobster-Population der Seychellen durch Überfischung an den Rand der Ausrottung gebracht wurde, verhökern Wilderer von den Inseln die letzten verbliebenen Exemplare ungerührt im Gesichtsbuch. Die offizielle Fangsaison blieb deshalb ein drittes Mal uneröffnet, um dem Restbestand der Tiere ein Überleben zu ermöglichen:

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... population
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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 22 Dez 2018 11:29

Hehe, das Coral Strand hat zu Weihnachten oder zu Silvester ganz groß sein großes Lobster-themed Buffet in der Zeitung beworben. Als ich heute Morgen die Zeitung durchgeblättert hab, war die Anzeige geändert. Jetzt ist es nur noch ein traditionelles Seafood-Buffet. :wink:
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 08 Feb 2019 14:57

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... jJY_RLYQ6E

Daß sie noch ein paar der Inseln weiter draußen erschließen kann ich ja verstehen, und was sie mit Remire vorhaben, finde ich sogar ein tolles Konzept (auch wenns am Ende keiner wird bezahlen können). Aber allemal besser als diese 120 Zimmer-Bunker, die sie auf manche der Inseln stellen wollen. Was sie mit Coetivy vorhaben, das muß man sich doch mal auf der Zunge zergehen lassen: "A boutique hotel of 30 to 40 rooms is planned for Coetivy located 290 kilometres from Mahe and a 4-star hotel with approximately 100-120 rooms and 85 and 100 privately-owned luxury villas." Die Insel kannste doch abhaken dann.

Da braucht mir dann auch keiner mehr was von Eco oder Conservation Camp gleich nebendran erzählen. Wenn sie wenigstens ein paar der Inseln ganz in Ruhe lassen könnten, sie haben doch weiß Gott genug. Aber am schlimmsten finde ich den Satz über Assumption. Es haben so viele Seychellois dafür gekämpft, daß Assumption ein unberührtes Naturschutzgebiet wird, daß keine Inder dort eine Militärbasis errichten, daß kein Zollhafen hingebaut wird, und nun kommt ein Gästehaus für Besucher "overnighting on the island on their way to and from Aldabra. "

Es war so klar, daß sie irgendwann auch Aldabra nicht mehr in Ruhe lassen. Was für Gierlappen, diese IDC, damit hat das Land sich richtig was eingebrockt, die Bevölkerung hat nämlich wie zumeist überhaupt nix davon. Da verstehe ich auch (ohne es deswegen zu billigen), warum ein Jules sich irgendwann fragt, warum er nicht 60 Flughunde auf einmal aus den Bäumen schießen soll, um sie an vorbeikommende Kreuzfahrer zu verfüttern. Ist doch eh egal, jeder macht sich die Taschen voll. Und jetzt sag bitte keiner, es sei in Deutschland auch nicht anders. Ja, stimmt, aber machts das besser?
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 19 Feb 2019 14:16

Die IDC-Verarsche geht weiter:

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... CIjvnESuuA

Das tolle Ökoprojekt auf Cosmoledo, das ja überhaupt keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben sollte, weil komplett rückbaufähig, blabla, ist also nur eine Übergangslösung, bis die IDC genügend Knatze zusammengekratzt hat, um ein festes Gästehaus zu bauen. Eine Landebahn kommt ja auch noch dazu, aber Hauptsache die drei madagassischen Fischer kommen jetzt nicht mehr. Was für Heuchler.
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Karambesi
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Karambesi » 20 Feb 2019 10:57

Vielen Dank, liebe Suse für die Verlinkung.

" On Alphonse island, the company offers a firsthand voyage of discovery ".

Ja, aus erster Hand ;)

Der Alphonse Eigentümer hat anscheinend sehr viel Rechte, was die Atolle anbelangt.
Habe auch irgendwo gelesen, das er auch Desroches gekauft hat.
Und solange es Leute gibt, die diese Urlaube auch Buchen ,........... no na ned.
Es sind echt richtig happige Beträge, die da pro Woche verlangt werden.

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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 20 Feb 2019 17:42

Karambesi hat geschrieben:
20 Feb 2019 10:57
Der Alphonse Eigentümer hat anscheinend sehr viel Rechte, was die Atolle anbelangt.
Habe auch irgendwo gelesen, das er auch Desroches gekauft hat.
Und solange es Leute gibt, die diese Urlaube auch Buchen ,........... no na ned.
Es sind echt richtig happige Beträge, die da pro Woche verlangt werden.

Der Eigentümer der Outer Islands ist, wenn man von wenigen Ausnahmen wie d'Arros absieht, der Staat selbst. Der Besitzer ist die Island Development Company (IDC), die zahlreiche Inseln (siehe Link) von der Regierung für den stolzen Preis von einer Rupie für 99 Jahre geleast hat. Der Deal war eine der letzten Taten des scheidenden Präsidenten René. Die IDC ist dafür zuständig, die Inseln auf jedwede mögliche Art und Weise wirtschaftlich zu entwickeln und zu nutzen, das kann von der landwirtschaftlichen Nutzung wie der Ausbeutung der bereits vorhandenen natürlichen Vorkommen wie z.B. dem Einsammeln der Seeschwalbeneier bis zur Entwicklung von Hotelprojekten alles Mögliche sein. Die Insel Marie-Louise war bis vor kurzem zum Beispiel noch eine Gefängnisinsel, um Montagne Posée, wo die ganzen somalischen Piraten sitzen, zu entlasten. Die Einrichtung wurde jetzt vor kurzem aufgelöst. Da saßen auch die eher unangenehmen Burschen, Sexualstraftäter, Drogenhändler, also keine Kleinkriminellen. Klar, daß sich das mit der Entwicklung von touristischen Einrichtungen im Luxussgement nicht so verträgt. :wink:

https://www.idcseychelles.com/

Die Hotelprojekte betreibt die IDC nicht selbst, sondern verleast wiederum das Land an ausländische Investoren, so wie diese Blue Safari-Leute, die jetzt da auf Alphonse loslegen. Wie die IDC vorgeht, sieht man am Beispiel von Silhouette. Die Inseln, die eigentlich mal ein ganz normales Lebensumfeld von Einheimischen waren, werden entvölkert, die Bewohner umgesiedelt, unliebsame Naturschutzeinrichtungen geschasst (wem die Geschichte Ron Gerlachs noch ein Begriff ist), es wird alles aus dem Weg geräumt, das der Entwicklung im Sinne der IDC im Wege steht. Die bislang unbewohnten Inseln werden abgeschottet, einheimische Unternehmer, also Bootstourenanbieter, die mit ihren Kunden zum Fliegenfischen hinausfahren, werden am Betreten der Inseln gehindert. Solche Geschichten kursieren zuhauf, Glenny Savy, der CEO der IDC ist im Land ein extrem unbeliebter Mann und die meisten Einheimischen, die nicht an der Sache in irgendeiner Form profitieren, hinterfragen den 99-Jahre-Ein-Rupien-Deal auch gewaltig. Aber es ist, wie es ist. Es herrscht der Eindruck vor, daß Glenny Savy völlig frei entscheiden kann, was er mit welcher Insel macht und daß er sich dabei wie ein kleiner Präsident geriert, der sich eigentlich vor niemandem zu verantworten hat. Ab und zu, wenn die Vorwürfe sich zu sehr häufen, kommt er mal ins Fernsehen oder gibt einer Zeitung ein Interview, wo er dann alle Vorwürfe abstreitet.

Der Luxustourismus soll ja in den kommenden Jahren gewaltig anziehen, fragt sich nur, ob den Superreichen das genügt, denn wer nicht wirklich die Natur genießen will, für den ist ja dann nicht viel. Und Konkurrenz gibt es genug. Ich persönlich würde es für klüger halten, da eher etwas im mittelpreisigen Segment draus zu machen, das dann von einheimischen Angestellten betrieben wird, so bleibt die Authentizität gewahrt und die Leute würden bestimmt auch kommen, so wie es eben auf Bird auch ist.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Anubis » 24 Feb 2019 21:45

Suse hat geschrieben:
19 Feb 2019 14:16
Die IDC-Verarsche geht weiter:

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... CIjvnESuuA

Das tolle Ökoprojekt auf Cosmoledo, das ja überhaupt keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben sollte, weil komplett rückbaufähig, blabla, ist also nur eine Übergangslösung, bis die IDC genügend Knatze zusammengekratzt hat, um ein festes Gästehaus zu bauen. Eine Landebahn kommt ja auch noch dazu, aber Hauptsache die drei madagassischen Fischer kommen jetzt nicht mehr. Was für Heuchler.
Natürlich wäre es besser, die Schildkröten von einem ökofreundlicheren Rangerstation schützen zu lassen, aber man muss verstehen, dass dies viel Geld kosten würde. Geld, welches möglicherweise nicht vorhanden ist. Was die Schildkröten selbst betrifft, ich denke denen ist es egal, ob sie von Rangers oder von Touristen vor den Wilderern geschützt werden.
Das Schicksal ist ein gesattelter Esel. Es geht, wohin du es führst.

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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Frenki » 24 Feb 2019 22:16

Suse hat geschrieben:
20 Feb 2019 17:42
... so wie es eben auf Bird auch ist.
Tatsächlich werden auf Bird ausschließlich Seychelloirs angestellt. Seit 50 Jahren! Das dürfte daran liegen, dass sich Glenny und Guy nicht ganz grün sind. Oder waren. Eine Doku-Soap ohne Drehbuch! Ohne Sendeanstalt! Man nennt das jetzt Streaming!
Anubis hat geschrieben:
24 Feb 2019 21:45
Was die Schildkröten selbst betrifft, ich denke denen ist es egal, ob sie von Rangers oder von Touristen vor den Wilderern geschützt werden.
Sowohl Rangers als auch Touristen betrachte ich als Wilderer. Für den Fall, dass sich ein "Ranger" um diese Tiere tatsächlich kümmert, wird er schneller entsorgt, als die Tiere selber. Das sollten wir mehrfach aus der Vergangenheit gelernt haben! Frag Ron!!!

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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Anubis » 25 Feb 2019 10:23

Frenki hat geschrieben:
24 Feb 2019 22:16
Frag Ron!!!
Gute Idee. Hast Du Kontaktdaten zu ihm?
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 25 Feb 2019 16:26

Anubis hat geschrieben:
24 Feb 2019 21:45
Natürlich wäre es besser, die Schildkröten von einem ökofreundlicheren Rangerstation schützen zu lassen, aber man muss verstehen, dass dies viel Geld kosten würde. Geld, welches möglicherweise nicht vorhanden ist. Was die Schildkröten selbst betrifft, ich denke denen ist es egal, ob sie von Rangers oder von Touristen vor den Wilderern geschützt werden.
Daß die Gewässer der Outer Islands vor Piraten und Wilderern geschützt werden müssen und die Seychellois hierbei Unterstützung aus Indien benötigten, war eines der Argumente für die Errichtung der indischen Militärbasis auf Assomption. Jetzt hat man ja die Gästehäuser, dann wäre die Militärbasis ja jetzt überflüssig. :wink: Das ist doch alles nur Heuchelei. Ich hab ja genügend Bilder von den Aktivitäten der Blue Safaris verlinkt, besonders beeindruckend fand ich das mit den Öl- oder Benzinfässern, die gerade auf der Insel ausgeladen werden. Aber ist ja alles zum Wohle der Umwelt.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von mr.minolta » 25 Feb 2019 22:08

Suse hat geschrieben:
25 Feb 2019 16:26
Daß die Gewässer der Outer Islands vor Piraten und Wilderern geschützt werden müssen...
Und nicht nur vor denen... :wink: :

https://www.seychellen-forum.de/viewtop ... 68#p116438


Die Seychellen wecken immer mehr Begehrlichkeiten!

Die Gierköpfe der internationalen Tourismuswirtschaft sind immer noch dabei, die einst idyllischen "Inseln des Überflusses" unter sich aufzuteilen. Dabei kriegen sie den Hals nicht voll und überbieten sich gegenseitig mit immer größeren und absurd kulturfernen Bettenburgen, vorzugsweise im maßlos überteuerten Luxussegment. Gehobener Massentourismus überrollt zunehmend das Land, angeführt von paradiesgeilen Deutschen, die in der Statistik Jahr für Jahr neue Rekorde aufstellen. Sie bekommen hier inzwischen alles, was das germanische Urlauberherz begehrt: gute Netzabdeckung, preiswerte SIM-Karten, eine reibungslos funktionierende Verheiratungsmaschinerie, Babywindeln für danach und lifestyliges Fast Food. Letzteres schmeckt zwar eklig, sorgt aber für's Authentizitäts-Alibi der teuren Urlaubsreise, das benötigt wird, wenn man sonst schon nicht viel von der Umgebung mitgekriegt hat, die man mit Tablett oder Schmierfon vor dem Schädel GPS-bevormundet und twitternd in zwei Wochen abgeklappert hat, sollte man die Zeit, einem postmodernen Wellnesswahn verfallen, nicht ohnehin und ausschließlich im 5 Sterne-Luxusghetto abgesessen haben.

Immerhin hat man auf diese Weise nichts vom Drogenkrieg mitbekommen, der auf den Inseln und an den Grenzen des Landes tobt. Die Seychellen haben sich längst als Drehkreuz des Drogenhandels im Indischen Ozean etabliert und Kriminelle aus den Anrainerstaaten und noch ferneren Gestaden wollen sich ihren Anteil daran sichern. Konsum und Beschaffungskriminalität im eigenen Lande sind gleichzeitig auf Rekordniveau und zerstören alle Vorstellungen von soziokultureller Kuschelatmosphäre, die das kreolische Tropenterrain dem geneigten Besucher noch vor Jahren bieten konnte.

Da möchten ausländische Militärmächte natürlich nicht hinten anstehen. Sie zahlen Unsummen, um sich auf den Äußeren Inseln breitzumachen, deren wesentliche Merkmale bisher vor allem darin bestanden, Namen zu tragen, die ein Mitteleuropäer nur unter Aufbietung allerhöchster Konzentration halbwegs korrekt auszusprechen in der Lage wäre, sowie Vögeln eine Heimat zu bieten, die noch nie die Gegenwart eines Menschen, geschweige denn die eines indischen Soldaten erdulden mußten.

Auch die Ölindustrie hat angeklopft und die Regierung ließ sich nicht lange bitten. Bohrrechte wurden umgehend erteilt. Zu erwarten sind in Zukunft somit wunderbare Feuerwerksorgien, wenn wieder mal iranische Heroinkuriere ihr mit Dope überladenes Boot in dann unmittelbarer Nähe der Bohrinseln noch während der Festnahme auf See abfackeln werden. Und was den Großen recht ist, ist den Kleinen billig. Auf La Digue wird der Wettkampf um das größte "Gästehaus" wohl nie mehr enden und manch ehemalig pittoreske Familienpension sieht heut schon aus wie eine eigene Stadt in der Stadt. Was jedoch das Feuerwerk betrifft, ist hier alles eine Nummer kleiner als auf hoher See: am Straßenrand abgefackelt wird fern eines jeden ökologischen Bewußtseins nach wie vor "nur" der alltägliche Müll.

Dabei scheinen die Seychellen in den Akten deutscher Behörden noch heute als so etwas wie ein Entwicklungsland geführt zu werden und niemand hat gemerkt, daß dies schon lange nicht mehr gilt. Vermutlich lachen die sich tot darüber, auf den Inseln. Deutsche Diplomaten und ebenso gebefreudige Vertreter der EU-Diktatur fragen jedenfalls regelmäßig und artig an, ob man nicht noch ein paar Milliönchen brauche. "Ja" sagt man dann auf den Seychellen.

Denn das Attribut "Inseln des Überflusses" will man nie wieder hergeben... :wink:
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Anubis » 26 Feb 2019 12:22

mr.minolta hat geschrieben:
25 Feb 2019 22:08
Dabei scheinen die Seychellen in den Akten deutscher Behörden noch heute als so etwas wie ein Entwicklungsland geführt zu werden und niemand hat gemerkt, daß dies schon lange nicht mehr gilt.
Man zweifelt manchmal an der Intelligenz unserer Politiker. Diese sehen sogar Südkorea als Entwicklungsland und zahlen dem Land Entwicklungshilfe. Von unseren Steuergeldern wohlgemerkt. Ich weiss nicht, wer von Euch schon mal dort war, aber als Entwicklungsland ist Südkorea zumindest mir nicht vorgekommen.
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Karambesi
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Karambesi » 26 Feb 2019 16:19

Anubis hat geschrieben:
26 Feb 2019 12:22

Man zweifelt manchmal an der Intelligenz unserer Politiker. Diese sehen sogar Südkorea als Entwicklungsland und zahlen dem Land Entwicklungshilfe. Von unseren Steuergeldern wohlgemerkt. Ich weiss nicht, wer von Euch schon mal dort war, aber als Entwicklungsland ist Südkorea zumindest mir nicht vorgekommen.
Sorry fürs OT.
Aber Deutschland zahlt auch gar nicht so wenig Entwicklungshilfe an:
z.B. 12/13
China 682Mil. USD
Indien 610 Mil. USD
Türkei 219.Mil.USD
Aber Deutschland muss es wirklich gut gehen.

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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Klara » 26 Feb 2019 16:56

Karambesi hat geschrieben:
26 Feb 2019 16:19
Aber Deutschland zahlt auch gar nicht so wenig Entwicklungshilfe an:
z.B. 12/13
China 682Mil. USD
Indien 610 Mil. USD
Türkei 219.Mil.USD
Aber Deutschland muss es wirklich gut gehen.
Da zitiere ich doch mal wieder Mr. Minolta "Man sieht es und man glaubt es kaum" passt doch häufiger als einem lieb ist. Mir war das mit den Zahlungen gar nicht bewußt.
LG
Klara

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