Seychellen 2018 – Ein Fazit | mit Videos

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eichenweg
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von eichenweg » 02 Jan 2019 17:04

nicht durch Preise "abgeschottete" Inseln ohne normalen Einheimischen-Alltag.
Genau, so ein abgeschotteter Touristenbunker ist auch mir ein Graus. Wir möchten immer Kontakt zu den Einheimischen haben, sonst ist es völlig egal ob man auf Bora, Bora oder sonst irgendwo auf einer von der Bevölkerung "losgelösten" Insel urlaubt. Unser Koffer ist jedenfalls immer mit Mitbrinngseln für unsere Bekannten auf La Digue gefüllt. Wir möchten, so gut es eben als Tourist geht, schon ein wenig vom realen Leben mitbekommen.

quaxi
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von quaxi » 03 Jan 2019 08:44

Es geht immer noch, auch auf den Hauptinseln: Natur, mit den Einheimischen in Kontakt kommen, menschenleerer Traumstrand, bezahlbare traumhafte Unterkunft! :D
LG Quaxi
Lesen und Reisen ist Bereicherung, ist Erweiterung der Sinne und des Verstandes.

Frenki
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von Frenki » 04 Jan 2019 13:39

quaxi hat geschrieben:
03 Jan 2019 08:44
... mit den Einheimischen in Kontakt kommen ...
Jau! Zumindest auf LD werde ich im März einen neuen Kontakt knüpfen können: mit einem Security Officer! Der bewacht nämlich neuerdings unsere Unterkunft! Ich meine exakt den Bungalow, den wir 2013 niemals - auch nicht in Abwesenheit - verschlossen haben. Der 2016 mit Sicherheitsschlössern und zusätzlichen Riegeln versehen wurde, und trotzdem sichtbare Spuren gewaltsamen Eindringens aufwies. Tja, jetzt wird er bewacht. Rund um die Uhr! :shock: :shock: :shock:

Für mich wird das ein Abschiedsbesuch auf der Insel :cry: !

Klara
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von Klara » 05 Jan 2019 17:16

unvorstellbar, auf so einer kleinen Insel müßte man doch die Übeltäter schnell finden. Na ja, schafft Arbeitsplätze, wenn's nicht so trostlos wäre.
LG
Klara

eichenweg
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von eichenweg » 05 Jan 2019 20:01

Ist nur eine Hypothese: Bei einer so kleinen Bevölkerung wie es die Seychellen aufweisen bzw. La Digue, ist etwas überspitzt gesagt jeder mit jedem verwandt. Es ist schwer ein "Familienmitglied" anzuschwärzen bzw. zu verhaften. Noch dazu, wenn es sich um "mindere" Vergehen handelt wie Diebstahl oder Einbrüche. Zwar werden die Polizeibeamten regelmäßig ausgetauscht, aber wie schon bemerkt, die Bevölkerung ist überschaubar.
In Italien z.B. müssen Angehörige von Polizei, Carabinieri oder der Finanzpolizei bis zu 10 Jahren warten, bis sie in ihre Heimatregion versetzt werden dürfen um eben "Familienbande" usw. zu unterbinden.
Die zweite Hypothese ist die Beschaffungskriminalität. Mit der steigenden Anzahl der Drogenabhängigen, laut APDAR (der Drogen Agentur), gibt es auf den Seychellen über 5000 registrierte Abhängige (ich hörte auch von 6000), davon 1500 in der Methadonteraphie. Gemäß einer Studie sind 5. 6 Prozent der Bevölkerung im Alter von 15 Jahren und darüber, Heroinkonsumenten (2017)! Mehr als 10 Prozent der Arbeitskäfte sind nicht arbeitsfähig wegen des Drogenkonsums und den damit verbundenen Krankheiten, Tendenz steigend.
Im November 2018 gab es ein großangelegtes Manöver der Streitkräfte und der Polizei auf den Seychellen (Cutlass Express), unter der Devise den Drogenhandel zu unterbinden. Den Behörden haben etwa 300 Gefahrenstellen auf Mahe, Praslin und des La Digue entdeckt.

Klara
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von Klara » 06 Jan 2019 11:13

Dass man die Leute nicht bei der Polizei meldet schon, aber ich dachte, man weiss dann, wer es war, weil man sich kennt,... aber vielleicht erklärt sich auch so, warum ein Einheimischer aus dem Auto aussteigt und auf einen einheimischen Radfahrer eindrischt :oops: , die Wut wäre für mich sogar nachvollziehbar.
LG
Klara

eichenweg
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von eichenweg » 06 Jan 2019 11:37

Diese Episode mit dem zusammengeschlagenen Radfahrer, war eher auf eine "Verkehrsbehinderung" zurückzuführen, soweit ich später von Einheimischen die dabeiu waren, erfuhr. Das der Radfahrer wegen Diebstahls am hellichten Tag, vor Zeugen, gemaßregelt wurde, halte ich nicht für real. Der hätte den Typ auch irgendwo unbeobachtet zur Rechenschaft ziehen können, zumal es sich um zwei Ortsansässige handelte. Da war eher aufgestaute Wut im Fahrer ausschlaggebend, der sich vom Radfahrer behindert fühlte und die Sicherungen durchbrennen ließ. Passiert auch hier unter Verkehrsteilnehmern.
Estut mir unheimlich weh, solche Auswüchse, besser gesagt, Entwicklungen auf den Seychellen bzw, La Digue sehen zu müssen. Der Lack der Zivilisation
ist halt sehr dünn und blättert in Extremfällen sehr schnell ab und darunter kommt die La Bête Humaine zum Vorschein. Dies gilt weltweit.
Lg

jjjwww
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von jjjwww » 10 Jan 2019 22:12

So damit es hier mal wieder um meinen Reisebericht geht :lol:
kommt hier nun das erste Video von La Digue wie versprochen.
Kann sich jeder selbst seine Meinung bilden ob diese Insel besuchenswert ist oder nicht :D

Viel Spaß beim schauen. Feedback jeder Art jederzeit gerne

https://www.youtube.com/watch?v=H2fGOO45uzM

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mr.minolta
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von mr.minolta » 11 Jan 2019 03:30

jjjwww hat geschrieben:
10 Jan 2019 22:12
Video von La Digue
Mein Kompliment! :shock:

Da hast Du eine aufwendige Collage stimmungsvoller Bilder abgeliefert, die Du so in kürzerem Schnitt glatt an's Tourismusministerium verkaufen könntest. Das mein ich ernst, versuch es! Bildtechnisch überwiegend hervorragend, musikalisch homogen und thematisch inspiriert. Wer die Insel nicht kennt, sollte nun tatsächlich glauben, sie sei ein Paradies und damit kommen wir zur Kehrseite der Medaille.

Dein Video steht in krassem Gegensatz zu allem, das wir hier auf den letzten Seiten diskutiert und verbal veranschaulicht haben. Ist auch kein Wunder, wenn sich das Sujet primär nicht an Menschen und Urbanisation, sondern an Landschaften aus der Vogelperspektive orientiert und man die Bilder, wie Du schon erwähntest, in den Morgenstunden macht und auch ich würde mit der Intention eines solchen Werkes meine Aufnahmen nicht dann realisieren, wenn die Strände, wie gewöhnlich, mit Menschen überfüllt sind. Die selektive Komposition derartiger Bilder ist somit legitim und ich sag es nochmals:

Tolles Video!

Die Antwort auf die Frage, wie schön oder unschön es auf den Inseln nun wirklich ist, läßt sich davon aber nicht ableiten und Deine Aufforderung, dies anhand Deines stimmungsvollen Werkes nachzuvollziehen, ist entsprechend manipulativ und suggestiv. Das darf und soll es im Sinne eines überdurchschnittlichen Filmes aber auch sein. Somit zeigst Du uns, was eigentlich nicht sein kann:

Real nicht existierenden Massentourismus. :wink:
Man sieht es und man glaubt es kaum:

Seychellen?

Aus der Traum.

jjjwww
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von jjjwww » 11 Jan 2019 06:19

Danke für dein schönes Feedback.
Strandsequenzen sind natürlich großteils vor 10:00 Uhr entstanden (Anse Coco, Grand Anse, Anse Source d'Argent). Der Rest aber eher tagsüber.

Natürlich haben es nur Sequenzen ins Video geschafft die für mein Auge schön sind. Massentourismus ist meiner Meinung nach ein weites Feld. Ich als erstmaliger La Digue Besucher habe dies zwar nicht so empfunden, aber natürlich sind an manchen Orten der Insel mit vermeintlichen Highlights ein paar Dutzend Menschen gewesen. Dass das wohl auch noch weiter zunehmen wird ist auch wahrscheinlich. Allerdings würde ich sagen dass jeder Erstbesucher von La Digue durchaus sehr angetan sein wird, da er nicht mit früher vergleicht sondern eher mit anderen ihm bekannten Destinationen.

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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von eichenweg » 11 Jan 2019 08:19

Die Crux an der Geschichte sind eben wir Besucher/Touristen auf La Digue selbst. Gilt aber natürlich allgemein. Das "erste" mal an einer wunderschönen Destination ist selbstverständlich überwältigend. Man sieht alles sozusagen durch eine rosarote Brille. Man erfreut sich, abseits des Touristenrummels so etwas gefunden zu haben, ist begeistert und in den meisten Fällen kehrt man auch wieder zurück. In der Zwischenzeit bringt man Freunden und Bekannten diese gelobte Destination in Worten, Bildern, Videos bei und erzeugt somit eine Art Sogwirkung. Auch wir nahmen uns immer wieder vor, in der Berichterstattung über den verbrachten Urlaub extreme Zurückhaltung zu üben, aber dieser Vorsatz geht meist schnell über Bord......
Dann kehrt man zurück und muss feststellen: andere haben diesen Platz auch entdeckt. Potzblitz und Donner :-) Durch die modernen Kommunikationsmitteln wie youtube usw. erfährt die mit Freunden geteilte Begeisterung eine ungeahnte Verbreitung und dann darf man sich nicht wundern, dass sich immer mehr Besucher dort einfinden. Hervorragend gemachte Videos von Touristen (bitte nicht falsch verstehen) sind im Grunde eine effiziente Mundpropaganda. Nicht von ungefähr werben Reiseportale mit "selbstgemachten" Urlaubsvideos und auch das STB (Seychelles tourism board) will diese Art von Werbung forcieren, weil sie naturgemäß als glaubwürdiger eingestuft wird als Hochglanzkataloge.
Was mich persönlich stört, sind die Drohnen. Bei unserem letzten Aufenthalt auf La Digue verging praktisch kein Tag, wo nicht eine oder mehrere Drohnen ständig umhersurrten, egal an welchen Strand.

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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von mr.minolta » 11 Jan 2019 15:15

eichenweg hat geschrieben:
11 Jan 2019 08:19
Nicht von ungefähr werben Reiseportale mit "selbstgemachten" Urlaubsvideos und auch das STB (Seychelles tourism board) will diese Art von Werbung forcieren, weil sie naturgemäß als glaubwürdiger eingestuft wird als Hochglanzkataloge.
Daher mein Vorschlag an jjjwww. :wink:
Was mich persönlich stört, sind die Drohnen. Bei unserem letzten Aufenthalt auf La Digue verging praktisch kein Tag, wo nicht eine oder mehrere Drohnen ständig umhersurrten, egal an welchen Strand.
Das würde mich auch richtig nerven, aber hier ging es mir zunächst nur um das Video als solches. Bereits jetzt sorgt die inflationäre Zunahme von Drohnenbildern in Produktionen aller Art und auf allen Ebenen (TV, Internet/ Heimvideo) für einen gewissen Gewöhnungseffekt. Sie sind quasi ein Standard geworden, der anstrengend sein kann, wenn er zu sehr im Vordergrund steht.
Man sieht es und man glaubt es kaum:

Seychellen?

Aus der Traum.

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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von eichenweg » 11 Jan 2019 16:42

Ich werde mir einen GPS Jammer besorgen, dann ists Schluß mit ungeliebten Drohnen...... :D :D :D

Frenki
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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von Frenki » 11 Jan 2019 16:57

jjjwww hat geschrieben:
10 Jan 2019 22:12
Feedback jeder Art jederzeit gerne

APPLAUS !

Wirklich sehenswert. Ich persönlich vermisse, zumindest bei einigen Sequenzen, die Hintergrundgeräusche. Dezent und kaum hörbar, aber eben vorhanden. Ein Hauch Geplätschere. Oder Vogelstimmen. Die Seychellen ohne Akustik der Sperbertäubchen sind für mich einfach nicht vorstellbar! Ansichtssache! Natürlich.

Auffällig fand ich (bezieht sich jetzt nicht auf die Machart deines Werkes!), dass die Saftbar an der Source sich offensichtlich täglich vergrößert. Ebenso Cafe Takamaka an der Sévère. Also doch Spuren von Bauwut und Massentourismus I) !

Noch 'nen Gedicht: du willst uns doch wohl nicht erzählen, dass dein kleines Meisterwerk an diesem aufgeräumten Schreibtisch geschnitten wurde, der am Ende zu sehen ist ... :lol: ?

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Re: Seychellen 2018 – Ein Fazit

Beitrag von jjjwww » 11 Jan 2019 17:21

Frenki hat geschrieben:
11 Jan 2019 16:57
jjjwww hat geschrieben:
10 Jan 2019 22:12
Feedback jeder Art jederzeit gerne

APPLAUS !

Wirklich sehenswert. Ich persönlich vermisse, zumindest bei einigen Sequenzen, die Hintergrundgeräusche. Dezent und kaum hörbar, aber eben vorhanden. Ein Hauch Geplätschere. Oder Vogelstimmen. Die Seychellen ohne Akustik der Sperbertäubchen sind für mich einfach nicht vorstellbar! Ansichtssache! Natürlich.

Auffällig fand ich (bezieht sich jetzt nicht auf die Machart deines Werkes!), dass die Saftbar an der Source sich offensichtlich täglich vergrößert. Ebenso Cafe Takamaka an der Sévère. Also doch Spuren von Bauwut und Massentourismus I) !

Noch 'nen Gedicht: du willst uns doch wohl nicht erzählen, dass dein kleines Meisterwerk an diesem aufgeräumten Schreibtisch geschnitten wurde, der am Ende zu sehen ist ... :lol: ?
Haha nein an dem Schreibtisch ist nichts entstanden. Ich schneide meine Videos grundsätzlich am Küchentisch :lol: :lol:
Zur Saftbar an der Source, das ist schon langezogen ja, aber noch alles aus natürlichen Ressourcen gezimmert. Wurde auch nicht allzuviel konsumiert von daher denke ich nicht dass in naher Zukunft eine weitere Vergrößerung ansteht.
Cafe Takamaka hat ja mal die preislich günstigsten und allerbesten Thunfisch Sandwiches der ganzen Seychellen! Gegen das Holzhäuschen hab ich jetzt nichts einzuwenden. Nett war die gute auch noch.

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