La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

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Fritty
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La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Fritty » 01 Mär 2009 01:18

Hallo,

es folgt ein eher persönlicher Bericht über unseren Urlaub auf La Digue, unser erster Besuch auf den Seychellen, vorher sind wir aber auch hier und da in der Welt herumgekommen.

Ankunft Mahe morgens per Condor ab Frankfurt, wenn es sich nicht vermeiden lässt ist auch das okay, mich wundert nur immer dass Urlaubs Charter Flüge oftmals teurer sind als
komfortable Linienflüge, wie auch immer. Condor ist meiner Meinung nach immerhin ein wenig angenehmer als Air Berlin.
Obwohl wir eigentlich einen Transfer per Cat Cocos nach Praslin und anschließende Überfahrt nach La Digue geplant hatten, sind wir am Hafen per Praslin Express um 10:00 morgens
Richtung La Digue (mit kurzem Zwischenstopp auf Praslin) abgereist. Unser Fazit, es lohnt nicht zu planen, vor Ort sieht die Welt ganz anders aus...
Unsere Unterkunft auf La Digue war das La Diguiose, charmant geführt von Elodie, bei unserer Ankunft am Hafen wartete bereits das von Ihr angekündigte gelbe Taxi um uns abzuholen.
Der erste Eindruck von der Insel war irgendwie "anders" als wir es uns vorgestellt hatten.
Wenig Romatik , eher authentisches Afrika , schlichte Hütten mit Blechdächern.
ehrlich gesagt hatte ich auf ein wenig mehr Kolonialstil gehofft.
Die Seychellen scheinen mehr zu versprechen als sie halten, war mein erster Eindruck.

Unterkunft:

Nach relativ kurzer Fahrt im Taxi biegen wir links ab in einen schlammigen Feldweg, der Taxifahrer bekommt schon Bedenken
ob sein Auto da durchkommt, letztendlich erreichen wir die Pension La Diguiose.
Kurze, eher förmliche Begrüßung durch Elodie, mit der ich vorab in regem email Kontakt stand, hmm ja.
(ja, wir hatten alles privat ohne Reiseveranstalter gebucht, was aber auch nicht besonders vorteilhaft war).
Wir hatten die Wahl zwischen einem modernen Zimmer in dem neuen Haus, welches auch im Internet abgebildet ist, und einem kleinen Holzbungalow hinten im Garten, der eher etwas einfacher war, in jeder Hinsicht.
Aufgrund der abgeschiedenen Lage und der entsprechenden Privatsphäre haben wir uns für den Holzbungalow "Banane" entschieden.
Der Bungalow besteht aus einem kleinem Schlafzimmer mit einem Bett von ca. 1.90 x 1.60 Metern, Moskitonetz, 2 Ventilatoren und "Klimaanlage" die wir nie benutzt hatten.
Weiterhin ein "Kleiderschrank" und ein rudimentäres Badezimmer mit einer sanft tröpfelnden Dusche, die gespeist durch einen fortschrittlichen Durchlauferhitzer erst kochend heißes Wasser, dann kaltes und irgendwann angenehm temperiertes Wasser lieferte (das Wasser ist übrigens recht ordentlich gechlort, es herrscht wenig Infektionsgefahr, aber zum Trinken eher nicht geignet)
Nicht zu vergessen der zuverlässig arbeitende Safe im Kleiderschrank.
Draussen gibt es eine Holzterasse, umgeben von Passionsfruchtranken, Bananenstauden und Limettenbäumen.
Wirklich sehr schön gelegen, mit Tisch und Stühlen für das tägliche Frühstück und Abendessen ausgestattet, zusätzlich noch zwei bequemere "Lounge Chairs", okay das war jetzt gemein.
Aber es sind etwas bequemere Sitzmöglichkeiten.
Und zwei Sitzkissen gibt es auch dazu.
Frühstück und Abendessen wird auf der Terasse serviert, wir hatten in spätjugendlichem Leichtsinn "Halfboard" gebucht.
Das Essen war interessant, Frühstück bestand aus (pro Person) 2 Scheiben Toast, ein oder zwei (irgendwie gebratenen) Eiern, hausgemachter Marmelade, etwas gesalzener Margarine und einigen Stücken lokalen Obstes.
Das Abendessen war nun wirklich ungleich besser, es gab ein abwechslungsreiches Menü mit Salaten, diversen Fischgrichten (gegrillter Fisch, Fischcurry, panierter Fisch, Oktopuscurry, Oktopussalat)
dazu als Beilage fast immer irgendeine Form von Brotfrucht, meistens frittiert oder im Backofen überbacken, meistens wirklich sehr lecker.
Das Essen wurde entweder von Elodie, aber auch sehr oft von Philippe, Elodies Cousin, zubereitet, wobei Philippes Creationen wirklich hervorragend waren.
Absolut lecker und jeden Abend gab es neue Geschmackerlebnisse.
Zur Information, Philippe betreibt auch den Kiosk in dem Wartesaal am Hafen, wo man rechts vom Jetty auf die ankommenden Schiffe wartet (von der Landseite aus gesehen).
Direkt gegenüber von der Polizeistation.
Weiterhin wirklich lobend möchte ich Desita erwähnen, die uns im La Diguiose unser tägliches Frühstück und oft das Abendessen serviert hatte und uns mit ihrer guten Laune und Herzlichkeit
angesteckt hatte.
Noch als Anmerkung zum La Diguiose möchte ich sagen, dass die verschiedenen Unterkünfte, also Bungalows und Gästezimmer, insgesamt mit zur Zeit 7 Zimmern in einem wirklich großzügig dimensioniertem Garten, der meiner Ansicht nach der gepflegteste Garten der Insel ist, im Vergleich zu anderen Unterkünften der gleichen Preisklasse schon herrausragend ist.
Dass Geckos und Moskitos sich in den Tropen tummeln, sollte niemanden erschrecken, den Befall von Kakerlaken auf der abendlichen Terasse fand ich schon etwas ungewöhnlich.
Aber wir befinden uns in einem Gästehaus im Inselinneren.

Strände:

Wir sind am ersten Tag gleich zur Grande Anse geradelt, wir hatten unsere Räder von unserer Pension als kostenlose Zugabe für unseren dreiwöchigen Aufenthalt bekommen, ich hatte ein ganz besonderes Exemplar erwischt
welches ein fürchterlich erbärmlich quietschendes Geräusch von sich gab, auf jeden Fall war ich für jeden Insulaner sofort identifizierbar, eventuell auch für Euch falls Ihr zu der Zeit dort wart...
(es war das Tretlager, für die Techniker unter Euch)
Wir waren begeistert, nur ein paar Leute am Strand, das wunderbare Meer, türkisfarben, der gleißend helle Sand, ohne Sonnenbrille würde man flott blind werden.....
Jaa, das Wasser hatte ca. 29 Grad, wir sind hereingehüpft und haben uns gefreut wie die Kinder.
Okay, wir hatten von Anse Cocos und Petite Anse gelesen, im geschätzten Reiseführer von Wolfgang Därr (darf ich das hier schreiben ? ja, ich denke mal, ja!)
Also haben wir uns nach dem ersten erfrischenden Bad im Meer aufgemacht, sind dem beschriebenen Pfad befolgt und haben am Hügel auch prompt den links verlaufenden Pfad erwischt, dabei den zwar nur noch schwer erkenntlichen Pfeil Richtung Anse Cocos übersehen, und sind dann im Hinterland der Petite Anse gelandet, fast im Sumpf versunken und hatten dann auch noch den Pfad zurück verloren, sind in Palmspinnennetze gelaufen und hatten irgendwann das Glück, wieder auf den richtigen Weg zu gelangen.
Bei dem anschließenden Mittagsessen im Restaurant an der Grande Anse hatten wir uns dann wegen des korrekten Weges erkundigt, dankbar haben wir beim nächsten Versuch den richtigen Abzweig rechts genommen.
Im Nachhinein waren wir nicht einzigen "Blöden", auf unseren oft täglichen Exkursionen konnten wir vielen Leuten behilflich sein, den richtigen Weg zu finden.

Petite Anse war unsere Lieblingsbucht, speziell am östlichen Ende, zwischen den Felsen.

Anse Cocos fand ich auch ganz nett, zu Anfang speziell wegen der schattenspendenden Bäume,
jedoch waren diese Plätze, auch wenn man schon lange vor Eintreffen unserer Italienischen Freunde dort war, schnell von diesen mit bewährten Methoden okkupiert worden.
Hatte ich schon mal auf den Malediven erlebt, derjenige, der sein Selenheil bewahren will, ergreift oftmals lieber die Flucht.

Anse Source D'argent :
Tja, ist schön um Fotos zu machen, nicht umsonst sind hier einige Werbeaufnahmen gemacht worden.
Schick für Bilder und Erinnerungsfotos jede Art, tolle Kulisse, aber als Badestrand total ungeeignet, potentiell Gefahr von Sandfliegen, bei Ebbe keine Bademöglichkeit, bei Flut hingegen kaum Strand,
bin selbst zu Anfang mit Schnorchelausrüstung zur Riffkante gelaufen (mit Neopren Schuhen) und habe wegen der extrem zahlreichen Seeigel an der Riffkante kehrt gemacht, bei heftiger Brandung am Riff wollte ich nicht riskieren, dort noch in einen Seeigel zu fallen.

Die anderen Strände, Anse Severe und weiter nach Osten um die Nordspitze fand ich nicht prickelnd.

Fazit: Petite Anse finde ich nach wie vor den besten Strand auf La Digue.

Ausflüge:

Wir hatten einen Schnorchelausflug gebucht, Cocos Island und Felicité,
Am Hafen erwartete uns Daniel mit seine Boot Fidelité (die Treue).
Eigentlich für 4 Personen gebucht, starten wir zu zweit mit Skipper, die anderen Gäste hatten wohl verpennt.
Es ging zuerst in Richtung Cocos Island, wo wir nahe am Ufer ankerten.
Ca. 100 weitere Schnorchler tummelten sich im Wasser und wir erkundeten das total zerstörte Korallenriff, welches aber mit wirklich vollkommen klarem Wasser und einigen bunten Fischschwärmen doch erstaunlich interessant war.
Danach Ausflug an die Küste von Felicité, wo wir fast alleine einige Wasserschildkröten am Strand gesehen hatten.

Fazit Schnorcheln :
Wer schon mal auf den Malediven war, ist eher enttäuscht, meiner Meinung lohnt es kaum, die Ausrüstung mit auf die Seychellen mitzunehmen.
Das Schnorcheln an den Stränden von La Digue war zusätzlich vollkommen jenseits von gut und böse....

Essen und Verpflegung:

Die Verpflegung in einem Gästehaus ist zwar oft gut oder sehr gut, bei einem zweiten Besuch der Insel würde ich jedoch eher zu einem Self Catering Bungalow raten.
Frühstück lässt sich perfekt durch Kauf von etwas Obst am Weg zum Strand besorgen + Tee oder Kaffee.
Abendessen würde ich in Zukunft am liebsten in den diversen Restaurants der Insel einnehmen.
Auch noch hervorzuheben ist das Restaurant der Island Lodge, wirklich leckere Gerichte zu wirklich moderaten Preisen, zusätzlich eine gute Bar mit begabten Barmixern.
Probiert es einfach aus.
Wir hatten oft Spaß dort.

Ausflug Praslin:

Wir hatten einen Mietwagen gebucht, der uns am Jetty von Praslin erwartete,
zuerst Besuch im Vallee de Mai, war interessant und wir trafen unsere netten Nachbarn aus der Pension, witziger Zufall.
Dann hatten wir fast alle Strände auf Praslin besucht, teilweise war es wirklich enttäuschend, wie schäbig im Vergleich zu La Digue die Situation vor Ort war.
Selbst die Anse Lazio, mit den Unmengen an Seegras, selbst im Wasser, empfanden wir als absolut gruselig.
Die Vorstellung, dass dafür viele Touristen auch noch viel Geld ausgeben, ist absolut desillusionierend.
Nach Rückkehr aus dem Urlaub und einiger Recherche im Internet habe ich einen außerordentlichen Respekt vor der Kunst der Fotografen, die dies alles ins "rechte Bild" gesetzt haben.

Allgemeines Fazit zum Schluss:

La Digue ist eine Reise wert, es entspricht jedoch nicht dem Bild, welches im allgemeinem Bewusstsein in Europa von den Seychellen existiert, obwohl es auch meiner Meinung nach, eine der schönsten Inseln ist.
Die Unterkünfte auf La Digue sind eher einfach, selbst die Island Lodge ist nicht wirklich erstklassig, wer darauf Wert legen sollte, ist woanders besser aufgehoben.
Wer jedoch mit einigen Mängeln hier und dort leben kann, wird belohnt mit einer natürlichen Umwelt, freundlichen Menschen und unverfälschtem Flair, welches hoffentlich noch einige Zeit anhält.
Nicht zu vergessen die wirklich einmaligen und traumhaften Strände, die unglaublichen Farben dieser Insel und die vielen kleinen Buchten und Ecken, die ich hier nicht erwähnt habe, aber die jeder entdecken kann, und das macht diese Insel so interessant, auch für einen zweiten Besuch.

In diesem Sinne die besten Grüße

Fritty

Harry K.
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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Harry K. » 01 Mär 2009 02:01

Danke Fritty für deinen Reisebericht.

Du hast also nichts von Bautätigkeiten an der Anse Cocos oder der Petit Anse gesehen?

Zu Praslin: wie meinst du das mit schäbig?
Ich finde ja noch wie vor, die Strände auf Praslin eignen sich zum Sonnenbaden und Schwimmen besser als die auf La Digue. Aber das ist Geschmacksache. Wobei, ein Tag auf Praslin ist kein Tag auf Praslin. :wink:

Gruß,
Harry
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Fritty
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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Fritty » 01 Mär 2009 02:18

Hallo Harry,

also an der Anse Cocos waren, wohl schon seit einiger Zeit, viele Palmen und Bäume gefällt,
an der Petite Anse war nichts zu sehen von irgendeiner Bautätigkeit.
Auf Praslin fand ich die Strände (und ich habe praktisch alles gesehen bis auf das Lemuria Resort), eher nicht so doll,
Und ich bleibe bei meiner Ansicht dass im Vergleich zur Petite Anse auf La Digue die Strände auf Praslin eher schäbig wirken,
ja und ich weiß, die Fans von Praslin hassen mich und die Fans von La Digue klatschen heimlich Beifall,
darum geht es aber nicht, es ist nur mein ganz persönlicher Eindruck,

Beste Grüße

Fritty

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Monti » 01 Mär 2009 03:02

Danke Fritty für Deinen Bericht, wenn ich auch (Gott sei Dank) unseren Urlaub etwas schöner erlebt habe als Ihr. Die Geschmäcker sind halt verschieden und vielleicht habt Ihr auch gerade eine ungünstige Zeit erwischt. Selbst Praslin, das uns auch nicht ganz so gut gefallen hat wie La Digue haben wir aber als eine Trauminsel erlebt, wenn die Strände auch anders sind, sind sie dennoch sehr schön (für uns ;-) ). Bei Elodie hat's für uns ab dem dritten Tag einen Frühstückszuschlag gegeben, wahrscheinlich hat sie bemerkt dass ein Südpfälzer wie ich von 3 Scheiben Toast und etwas Obst nicht satt wird. Dann gab's sogar mehr als wir wollten. Vielleicht hättet Ihr hungriger kucken sollen oder nachfragen (lach).
Liebe Grüße
Monti
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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Seestern » 01 Mär 2009 10:58

Hallo Fritty,
danke für deinen ungeschönten Reisebericht. Uns hat er gefallen und wir haben noch einige gute Tipps für unseren La Digue Aufenthalt bekommen.
Habt Ihr den Mietwagen für Praslin schon in Deutschland gebucht oder auf La Digue? Ich stelle es mir wirklich sehr praktisch vor einen Mietwagen für Praslin zu haben, wir hatten überlegt Praslin entweder per Taxi oder zu Fuß zu entdecken.
Der Verlust deiner Kamera ist natürlich sehr ärgerlich und kann einem den schönsten Urlaub vermiesen. Ich bin froh das ihr euren Urlaub trotzdem noch genießen konntet.
l.G. Seestern
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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von foto-k10 » 01 Mär 2009 11:42

mr.minolta hat geschrieben: Warum dieser Strand mit seinem Restaurationsspektakel, den lärmenden Parkplätzen, den unerträglichen Menschenmassen und seiner miserablen Erreichbarkeit immer wieder von sich dazu berufen fühlenden Institutionen und vielen Forumsmitgliedern hier zum schönsten der Seychellen, oder gar der ganzen Welt gewählt wird, ist mir ein absolutes Rätsel.
Mir ist bei einem Besuch kurz vor der Dämmerung ein muffiger Geruch aufgefallen - Anse Lazio ist ebenfalls nicht mein Traumstrand, in dem Punkte sind wir uns einig :wink:

Gruß
Jürgen

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von foto-k10 » 01 Mär 2009 12:02

Fritty hat geschrieben: Wer jedoch mit einigen Mängeln hier und dort leben kann, wird belohnt mit einer natürlichen Umwelt, freundlichen Menschen und unverfälschtem Flair, welches hoffentlich noch einige Zeit anhält.
Nicht zu vergessen die wirklich einmaligen und traumhaften Strände, die unglaublichen Farben dieser Insel ...

Genau so ist es: 2Sterne-Urlaub zu 4Sterne-Preisen und eine tolle Natur. Besten Dank für den Reisebericht.
Fazit Schnorcheln :
Wer schon mal auf den Malediven war, ist eher enttäuscht, meiner Meinung lohnt es kaum, die Ausrüstung mit auf die Seychellen mitzunehmen. Das Schnorcheln an den Stränden von La Digue war zusätzlich vollkommen jenseits von gut und böse....
Wann wart ihr auf den Malediven, die Korallenbleiche hat dort doch bestimmt auch kräftig zugeschlagen? An der Anse Severe sieht man beim Schnorcheln durchaus eine Menge Fische. Ile Cocos und St.Pierre sind zum Schnorcheln aber definitiv besser.
Die Verpflegung in einem Gästehaus ist zwar oft gut oder sehr gut, bei einem zweiten Besuch der Insel würde ich jedoch eher zu einem Self Catering Bungalow raten.
Das ist ein Punkt, den ich nicht verstehe: wenn sowohl Elodie als auch Phillippe hervorragendes Essen kochen und es jeden Abend neue kullinarische Dinge zu entdecken gibt, warum soll man dann noch im Dunkeln über die Insel ziehen?

Gruß
Jürgen

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Fritty » 01 Mär 2009 14:21

Seestern hat geschrieben: Habt Ihr den Mietwagen für Praslin schon in Deutschland gebucht oder auf La Digue?
l.G. Seestern
Hallo Seestern,

den Mietwagen haben wir spontan, von heute auf morgen in einer der Reiseagenturen am Hafen von La Digue gebucht.
Kosten ca. 50 Euro plus 20 Euro Versicherung.
Das Auto wurde am Jetty von Praslin bereitgestellt und konnte dort auch wieder abgegeben werden.
Benzin pauschal 150 Rupien.
Alles unproblematisch und flott.

Beste Grüße
Fritty

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Seestern » 01 Mär 2009 18:31

Hallo Fritty,
danke für die fixe Antwort. Hört sich gut an, machen wir auch so. Dann kann man auch seine Wertsachen mal in den Kofferraum packen und gemütlich baden gehen.
Übrigends wir waren 2003 auch auf den Malediven. Uns hat die Korallenbleiche auch sehr erschreckt. Von daher gehen wir mit sehr gedämpften Erwartungen an das Schnorchelerlebnis Seychellen. Mir geht es hauptsächlich darum mal eine Wasserschildkröte aus der Nähe beobachten zu können. Diese Tiere finde ich absolut faszinierend.
liebe Grüße Seestern
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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Fritty » 01 Mär 2009 22:43

Ein kurzer Nachtrag, um unnötigen Mißverständnissen vorzubeugen,
meine Absicht war bestimmt nicht, eine vernichtendes Urteil über La Digue zu fällen, ganz und gar nicht.
Ich finde, dass habe ich auch nicht getan, aber jeder interpretiert es auch anders.
Und ich möchte betonen, dass uns der Urlaub sehr gut gefallen hat, aber ich finde es einfach auch wichtig,
einige Aspekte vor Ort so zu schildern, wie wir es wahrgenommen haben.

Noch kurz zu unserer Unterkunft im La Diguiose,
das Frühstück ist okay, meine Freundin und ich fanden nur, dass etwas mehr Obst sehr schön gewesen wäre, wir haben dann
täglich bei den lokalen Obstverkäufern am Straßenrand Papayas und Mangos gekauft um das Frühstück zu "veredeln".
Auch das Abendessen war lecker, aber wenn man 3 Wochen vor Ort bleibt, wird es irgendwann auch langweilig.
Deswegen unser persönliches Resümee, beim nächsten Mal lieber Self Catering Bungalow zu buchen.
Aber da hat auch jeder andere Vorlieben.
Nix gegen das La Diguiose, es ist recht nett dort.
Die Kakerlaken habe ich erwähnt, weil es stimmt, sie laufen dort eben herum und es gibt bestimmt eine Menge Leute, die das nicht so witzig fänden und nicht so toleriert hätten wie wir es taten.
Im Inselinneren ist das eher normal denke ich, unabhängig von der Unterkunft.
Und ich füge noch hinzu, dass die örtlichen Moskitos zu unserer Reisezeit recht gerne auch tagsüber gestochen hatten, Antibrumm Forte hatte wirkungsvoll geholfen.

Wegen des Schnorchelns und des Korallenschrotts auf Coco Island noch eine Anmerkung,
da dort die Wassertiefe etwas beschränkt ist, sind die Korallen eher durch Touristen niedergetrampelt worden als durch Korallenbleiche zerstört worden.
Ebenso zu sehen an den Riffen fast aller Malediveninseln, als auch auf Ko Tao in Thailand (ehemals ein Taucherparadies, ist aber schon länger her).
Wir hatten auf den Malediven noch im Jahr 2007 bei Ausflügen wirklich intakte Riffe gesehen (in der Nähe von Filitheyo), jedoch sind die Hausriffe vieler Touristeninseln mittlerweile aus den genannten Gründen auch kaputt.
aber die Fischvielfalt fand ich trotzdem auf den Malediven interessanter, bestimmt gibt es entprechende Plätze auf den Seychellen auch.

Mir ist schon bewusst, dass viele Leser im Forum nicht meiner Meinung sind, andererseits lebt ein interessantes Forum wie dieses von eben dieser Meinungsvielfalt.
Jeder kann sich ein Urteil bilden und sich entprechend informieren.
Beste Grüße
Fritty
Zuletzt geändert von Fritty am 01 Mär 2009 22:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von foto-k10 » 02 Mär 2009 06:24

Seestern hat geschrieben: Hört sich gut an, machen wir auch so. Dann kann man auch seine Wertsachen mal in den Kofferraum packen und gemütlich baden gehen.
Leider kommt man nicht überall mit einem Mietauto hin, z.B. Anse Major auf Mahé. Und auf La Digue gibt es gar keine Mietautos.

Gruß
Jürgen

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von boldie » 02 Mär 2009 14:29

Fritty hat geschrieben: Weiterhin wirklich lobend möchte ich Desita erwähnen, die uns im La Diguiose unser tägliches Frühstück und oft das Abendessen serviert hatte und uns mit ihrer guten Laune und Herzlichkeit
angesteckt hatte....
In diesem Sinne die besten Grüße

Fritty
Fritty, kann es sein, dass die Dame Desida heißt, Nachname oder geborene La Douce? Müsste jetzt so Mitte 30 sein. Mal schauen, ob ich ein Foto von ihr finde.

LG

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Seestern » 02 Mär 2009 14:42

foto-k10 hat geschrieben:
Seestern hat geschrieben: Hört sich gut an, machen wir auch so. Dann kann man auch seine Wertsachen mal in den Kofferraum packen und gemütlich baden gehen.
Leider kommt man nicht überall mit einem Mietauto hin, z.B. Anse Major auf Mahé. Und auf La Digue gibt es gar keine Mietautos.
Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen, danke für die Info, aber wir wollen nur auf Praslin einen Mietwagen buchen. Auf La Digue wird uns sicherlich ein Fahrrad oder unsere Füße überall hinbringen. Mahe steht nicht auf unserem Programm. Diesmal nicht. :mrgreen:
Die Welt ist ein Buch und wer nicht reist , liest davon nur eine Seite .
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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von foto-k10 » 02 Mär 2009 16:09

Seestern hat geschrieben: Hallo Jürgen, danke für die Info, aber wir wollen nur auf Praslin einen Mietwagen buchen. Auf La Digue wird uns sicherlich ein Fahrrad oder unsere Füße überall hinbringen. Mahe steht nicht auf unserem Programm. Diesmal nicht. :mrgreen:
Passt aber auf, dass ihr das Mietauto nicht unter Palmen abstellt, gerade an der Anse Lazio ist das Malheur schnell passiert!

Gruß
Jürgen

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Re: La Digue, 3 Wochen im Februar 2009

Beitrag von Seestern » 02 Mär 2009 18:37

foto-k10 hat geschrieben: Passt aber auf, dass ihr das Mietauto nicht unter Palmen abstellt, gerade an der Anse Lazio ist das Malheur schnell passiert!
Gruß
Jürgen
Bild Autsch
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