Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Alles über andere Länder abseits der Seychellen - Infos, Berichte, Anfragen...
Benutzeravatar
Suse
Beiträge: 1840
Registriert: 19 Aug 2009 22:07
Wohnort: zwischen Tegel und Trabrennbahn

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Suse » 15 Jul 2019 18:48

Klara hat geschrieben:
15 Jul 2019 18:21
Bei meinen spanischen Städtereisen in letzter Zeit sehe ich nur immer Aufschriften mit den Tenor "tourist go home" oder dergl.
LG
Klara
Tja, die Dosis macht halt das Gift. In Berlin sieht man sowas auch, obs Bettlaken sind, die aus dem Fenster hängen oder Aufkleber an den Hauswänden. Aber das Problem ist ja meist hausgemacht, die Städte sind ja auch gierig und scheuen sich ja, gegen wildes AirBnB-Vermieten vorzugehen.
Und das schlechte Benehmen der Touristen wird auch viel zu zögerlich gerügt, man will sich ja erstmal als Partystadt fest etablieren und nicht als Spießerhochburg. Amsterdam versucht es jetzt auf die nette Tour, da gibt's jetzt so eine "respect the local"-Kampagne, da bekommen die Leute Whatsapps geschickt, wenn sie die Innenstadt betreten, mit der Aufforderung, sich gut zu benehmen. :wink:
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Klara
Beiträge: 666
Registriert: 27 Okt 2016 18:02

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Klara » 15 Jul 2019 18:57

Suse hat geschrieben:
15 Jul 2019 18:48
Amsterdam versucht es jetzt auf die nette Tour, da gibt's jetzt so eine "respect the local"-Kampagne, da bekommen die Leute Whatsapps geschickt, wenn sie die Innenstadt betreten, mit der Aufforderung, sich gut zu benehmen. :wink:
Ich versteh die Intentionen schon, aber wenn es dann so krakelig an historischen Gebäuden prankt, wirkt es für mich doch so, dass ich denke "welch Geistes Kind sind die denn".
Whatsapp würde mich gar nicht erreichen :mrgreen:
LG
Klara

Benutzeravatar
Suse
Beiträge: 1840
Registriert: 19 Aug 2009 22:07
Wohnort: zwischen Tegel und Trabrennbahn

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Suse » 15 Jul 2019 21:11

Klara hat geschrieben:
15 Jul 2019 18:57
Suse hat geschrieben:
15 Jul 2019 18:48
Amsterdam versucht es jetzt auf die nette Tour, da gibt's jetzt so eine "respect the local"-Kampagne, da bekommen die Leute Whatsapps geschickt, wenn sie die Innenstadt betreten, mit der Aufforderung, sich gut zu benehmen. :wink:
Ich versteh die Intentionen schon, aber wenn es dann so krakelig an historischen Gebäuden prankt, wirkt es für mich doch so, dass ich denke "welch Geistes Kind sind die denn".
Whatsapp würde mich gar nicht erreichen :mrgreen:
LG
Klara
Ich glaub auch nicht, daß Du da zur Zielgruppe gehörst. :wink:
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Klara
Beiträge: 666
Registriert: 27 Okt 2016 18:02

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Klara » 16 Jul 2019 09:51

Suse hat geschrieben:
15 Jul 2019 21:11
Ich glaub auch nicht, daß Du da zur Zielgruppe gehörst. :wink:
Da hast Du Recht, aber ich gebe doch so gern zu allem meinen Senf dazu.

Aber mal zurück zum eigentlichen Thema, hier noch mal ein Erinnerungsfoto für euch , das ich besonders mag, der guckt doch zu lieb.

mr.minolta hat geschrieben:
18 Jun 2019 02:52

Bild
Schönen Tag +
LG
Klara

quaxi
Beiträge: 291
Registriert: 18 Nov 2008 12:19
Wohnort: Pasching in Oberösterreich

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von quaxi » 16 Jul 2019 11:25

Der Vogel sagt ja auch mit seinem netten Blick: "Please come again". :D

Es ist aber schon schlimm, dass man den Touristen jetzt schon per Whats App schreiben muss, dass sie sich gut benehmen sollen. Ich hab noch ein altes Klapphandy, hab kein Whats App. Ich hoffe aber ich schaff das auch ohne.

LG Quaxi
Lesen und Reisen ist Bereicherung, ist Erweiterung der Sinne und des Verstandes.

DocHoliday
Beiträge: 5
Registriert: 29 Mai 2016 18:00

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von DocHoliday » 04 Sep 2019 23:33

Ein großes Chapeau an die beiden TO, ein wirklich ausgezeichneter, interessanter und spannender RB in einer überaus launigen Diktion!
Herzlichen Dank für die Mühe des Einstellens und der Freude, an Eurem Abenteuer teilhaben zu können!
Eine klitzekleine Klugscheixxerei sei mir gestattet: der kürzester scheduled Linienflug ist quasi vor unserer Haustüre, auf den Orkneys, zwischen Papa Westray und Westray. Je nach Windstärke ca.1,5 bis 3 Minuten. Und ist deshalb bei den Aviation Geeks dieser Welt heiß begehrt, um diese „Strecke“ in das Log zu bekommen.....

Benutzeravatar
Suse
Beiträge: 1840
Registriert: 19 Aug 2009 22:07
Wohnort: zwischen Tegel und Trabrennbahn

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Suse » 08 Sep 2019 11:03

DocHoliday hat geschrieben:
04 Sep 2019 23:33
Ein großes Chapeau an die beiden TO, ein wirklich ausgezeichneter, interessanter und spannender RB in einer überaus launigen Diktion!
Herzlichen Dank für die Mühe des Einstellens und der Freude, an Eurem Abenteuer teilhaben zu können!
Eine klitzekleine Klugscheixxerei sei mir gestattet: der kürzester scheduled Linienflug ist quasi vor unserer Haustüre, auf den Orkneys, zwischen Papa Westray und Westray. Je nach Windstärke ca.1,5 bis 3 Minuten. Und ist deshalb bei den Aviation Geeks dieser Welt heiß begehrt, um diese „Strecke“ in das Log zu bekommen.....
Schön, daß es Dir gefallen hat. 😊

Das mit dem Linienflug stammt auch nicht von uns, die bewerben den selbst so. Von der Orkney- Konkurrenz weiß man in Tonga bestimmt nix. 😉
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

DocHoliday
Beiträge: 5
Registriert: 29 Mai 2016 18:00

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von DocHoliday » 09 Sep 2019 01:41

War ja auch nicht böse gemeint,10 Minuten sind auch toll, zumal ich jetzt so etwas von angefixt von Eurer Tour bin!
Wir reisen auch sehr gerne, haben das eine Land und die andere Gegend schon erkundet- aber Eure einsame Inseltour flasht mich total!!

Benutzeravatar
Suse
Beiträge: 1840
Registriert: 19 Aug 2009 22:07
Wohnort: zwischen Tegel und Trabrennbahn

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Suse » 09 Sep 2019 10:12

DocHoliday hat geschrieben:
09 Sep 2019 01:41
War ja auch nicht böse gemeint,10 Minuten sind auch toll, zumal ich jetzt so etwas von angefixt von Eurer Tour bin!
Wir reisen auch sehr gerne, haben das eine Land und die andere Gegend schon erkundet- aber Eure einsame Inseltour flasht mich total!!
Nein, hab ich auch überhaupt nicht so aufgefaßt.
Es gibt ja einige solche "Superlative", die von verschiedenen Ländern/Städten gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

Es gibt durchaus noch mehr solcher halbwegs "einsamer" Inseln, die man quasi für sich allein hat. Nach unserem Kenntnisstand ist in Tonga aber die Dichte am höchsten. Was wir gemacht haben, ist ja eher Robinson light. Da geht ja durchaus nochmehr "Survival", das brauchen wir aber nicht. Dies war genau richtig für uns und deshalb gehts nächstes Jahr (mit insgesamt leicht geändertem Reiseverlauf) auch direkt wieder hin. :bounce:
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

DocHoliday
Beiträge: 5
Registriert: 29 Mai 2016 18:00

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von DocHoliday » 11 Sep 2019 02:16

Robinson light, das gefällt mir! Das diese Möglichkeiten um Tonga herum bestehen, wusste ich nicht - als „einsamen“ Inseln für Jemanden allein fiel mir spontan nur Kuda Hithi auf den Malediven ein - wo man jedoch mit Koch,Butler rechnen muss.
Aber ja, die Insel hat man dann auch für sich allein..... :D
Vielleicht macht ihr einen Abstecher nach Samoa, das hat mich sehr positiv überrascht.
Wir gehen im Oktober nach Koh Samui, ins CONRAD - quasi das Kontrastprogramm zu Robinson light.... :lol:

Benutzeravatar
mr.minolta
Beiträge: 1447
Registriert: 04 Jun 2008 00:39
Wohnort: In den Sümpfen

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von mr.minolta » 11 Sep 2019 21:02

DocHoliday hat geschrieben:
11 Sep 2019 02:16
- als „einsamen“ Inseln für Jemanden allein fiel mir spontan nur Kuda Hithi auf den Malediven ein - wo man jedoch mit Koch,Butler rechnen muss.
Aber ja, die Insel hat man dann auch für sich allein..... :D
Hier kann man nun auch den Bogen zu den Seychellen schlagen, oder besser gesagt, in ihre glorreiche Vergangenheit. Das Zeitalter vor Massentourismus und Social Web-Content hielt eine kleine Überraschung parat, von der schon damals kaum jemand wußte und die ganz gut zum Thema einsamer Inseln, auf denen man (fast) alleine ist, paßt.

Félicité hieß der Geheimtip. Die Insel war und ist nur einen Katzensprung von La Digue entfernt, bildete einen unberührten Naturraum und war unbewohnt. In der Nähe der kleinen Anlegestelle befand sich eine aus heutiger Sicht bescheidene Anlage mit Unterkünften, die man für sich allein oder auch für kleine bis mittelgroße Gruppen buchen konnte, inklusive dem Rest der Insel, auf der sich ja niemand aufhielt. Betreten verboten. Bewirtschaftet wurde das alles für die Dauer der Buchung von der Island Lodge auf La Digue, dem Tourismus-Pionier-Resort von Grégoires Gnaden. Etwas Personal verblieb dort oder wurde täglich mit dem Boot übergesetzt, um die Verköstigung zu sichern. Ein guter Kompromiß zwischen Robinson und Butler-Quatsch.

Und wie sieht es auf Félicité heute aus? Da zitier ich mich mal selbst:
mr.minolta hat geschrieben:
15 Apr 2019 23:44
Vor Jahren zerstörte der Eintrag von Bausand und Zement die Riffe vor Félicité.

Der milchig-graue Schleier zog sich bis nach Coco Island und eliminierte auch dort die letzten Korallen, die El Nino noch übriggelassen hatte. Heute ist die einst unberührte Insel zu gut einem Viertel gerodet, mit Straßen, Bungalows und Villen bebaut und was tut man nun?

Man verleiht sich einen Preis für "nachhaltigen" Tourismus und ökologischen Erfolg.

Félicité, jetzt eine Insel mit Verblödungsetikett für zeitgeistigen Pseudo-Paradiestourismus:

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... tion+award
Man sieht es und man glaubt es kaum:

Seychellen?

Aus der Traum.

DocHoliday
Beiträge: 5
Registriert: 29 Mai 2016 18:00

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von DocHoliday » 11 Sep 2019 23:13

Ein sehr gutes Beispiel, ich erinnere mich an unsere -der Gnade des späten Beginns des Reisefiebers geschuldeten - erste Seychellenbegegnung , wir saßen bei Jules, als es nur ne Bretterbude gab und der Fruchtshake unanständig günstig war und betrachteten die Bauruinen gegenüber auf Felicite....
Aber damals dachten wir auch noch, ach wie ruhig ist La Digue, was wohl Besucher in den 90ern gedacht haben?
Jetzt hast Du mehr Baufahrzeuge als Ochsenkarren. Aber so ist es leider Gottes, alle wollen ein Stück vom Kuchen abhaben, was verloren geht, merkt man überall erst, wenn es zu spät ist.....
Zeitgeistiger Pseudo-Paradiestourismus, das Wort zum Sonntag.

Benutzeravatar
Suse
Beiträge: 1840
Registriert: 19 Aug 2009 22:07
Wohnort: zwischen Tegel und Trabrennbahn

Re: Dschungelcamp an der Datumsgrenze

Beitrag von Suse » 12 Sep 2019 10:03

Die Teakholzbungalows, die jetzt auf Félicité stehen, finde ich allerdings optisch angenehm, muß ich zugeben. Ansonsten ist es sehr schade, daß auch diese Insel wieder einmal ins Luxussegment absortiert wurde.

Auf Rémire ist ja für die Zukunft so etwas Robinson-mäßiges geplant, es soll nur ein einziges Haus sein, das man je nach Portemonnaie für sich allein oder für eine Gruppe mieten kann, aber auch das wird dann mit allem Chichi sein, Personal und so. Also eigentlich nicht "einsam" sondern nur "exklusiv", wie man es ja auf den Seychellen halt auch gern hat. Ich wage jetzt schon mal die Prognose, daß dieses Haus dann auch nicht in die Hände einer einheimischen Familie übergeben wird, sondern einem internationalen Resortbetreiber. :wink:

Ich hab mich im letzten Beitrag auch etwas falsch ausgedrückt. Als ich meinte, einsame Inseln mit back to the roots-Faktor, die einem von Einheimischen für die Alleinnutzung überlassen werden, gibt es in dieser Dichte nach unserem Kenntnisstand nur in Tonga, meinte ich damit "in tropischen Regionen". Wie es sich in Zentralamerika verhält, weiß ich nur ungenau, da stehen meist indigene Eigentümergruppen dahinter, die dann auch das Personal stellen, ich glaube auch auf den San Blas-Inseln gibt es nichts mit Luahoko Vergleichbares. Sehr wohl findet man das aber in Kanada oder in Skandinavien, da sind einsame Inseln mit Selbstversorgung nicht so selten.
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Antworten