Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

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rik
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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von rik » 23 Apr 2020 20:09

Nach der Morgenpirsch und dem Frühstück hatten wir Zeit "zur freuen Verfügung". So beschlossen fast alle, einen "Walk" zu machen durch den Wald, der innerhalb des Lodgegeländes liegt. Das war sehr schön, aber mich hat total gestört, dass die Leute ständige gequasselt haben, ich hätte viel lieber die Vögel gehört und vielleicht auch gesehen. So bin ich nach einer kurzen Mittagspause nochmals alleine in umgekehrter Richtung los; Vögel habe ich zwar wieder nicht gesehen, dafür aber die Eindrücke besser aufgenommen. Hier einige Aufnahmen von diesen Spaziergängen:

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von Suse » 26 Apr 2020 13:10

rik hat geschrieben:
21 Apr 2020 19:43

hier würde ich gerne Bilder von den Nas****** zeigen, aber wir haben uns verpflichtet keine Aufnahmen davon im Netz zu zeigen. Das gilt dem Schutz der Tiere vor Wilderern.
In diesem Buch (ich hab das neulich schon mal in einem anderen Thread verlinkt)

https://www.amazon.de/Das-wei%C3%9Fe-Na ... 316&sr=8-1

hab ich das auch zum ersten Mal gelesen, daß viele Nashornwilderungen tatsächlich darauf zurückzuführen sind, daß die Standorte der Tiere anhand von Touristenfotos auszumachen waren. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht. Tolles Buch übrigens, sehr lesenswert und spannend.

Und wie immer total geniale Fotos!
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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von rik » 30 Apr 2020 09:09

Am späten Nachmittag ging es dann wieder gemeinsam im offenen Auto mit der Rangerin los. Wir wollten die Löwen suchen und finden! Zunächst gerieten wir in einen afrikanischen Stau. :)

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Das Gelände des Reservats ist wirklich groß, es ging auf und ab, durch Wald und freie Fläche. Die Ranger sind miteinander durch Funk verbunden, und irgendwann hatte eine andere Gruppe schlafende Löwen gesehen; wir fuhren also auch dorthin und konnten aus der Ferne sehen, wie drei Damen träge im Schatten eines Baumes dösten. Das war schon schön! Sie ließen sich von uns gar nicht stören. Nach einer gewissen Zeit mussten wir anderen Platz machen.

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Es gab dann an einer schönen Stelle wieder einen Sundowner, und dann machten wir uns auf die Fahrt zurück. Wir fuhren auf einem kleinen Waldweg bergab, als es zu einer wundervollen Begegnung kam: das Highlight der Reise! Ein mächtiger Löwe kam uns auf genau diesem Weg entgegen. Wir stoppten, hielten den Atem an. Der alte Herr ließ sich nicht abhalten. Die Rangerin setzte etwas zurück und zur Seite und hat ihm quasi den Weg frei gegeben; und tatsächlich ist er total nah am Auto vorbeigegangen, wir haben ihn atmen und röcheln gehört - als klang fast so, als wenn mein herzkranker Papa die Treppenn raufsteigt - und dann ist er im Wald verschwunden. Im Rückwärtsgang sind wir dann den Weg wieder hinaufgefahren, bis zur Kuppe oben. Und tatsächlich, nicht weit von uns kam er wieder aus dem Wald, ging über die Ebene, bis zum höchsten Punkt. Und dann stand er da oben und hat gebrüllt, etwa 10mal. Und dann hat er sich hingelegt, die letzten Sonnenstrahlen schienen auf sein Gesicht. Es war einfach unbeschreiblich... Das war am Abend des 24.12.

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von foto-k10 » 30 Apr 2020 09:42

Imposant :bounce:

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von Suse » 30 Apr 2020 18:36

rik hat geschrieben:
30 Apr 2020 09:09


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Der sieht wirklich aus wie ein alter Kämpe, der so manche Schlacht geschlagen hat, die letzte ist wohl noch gar nicht so lange her.
Mir wäre aber immer leicht gruselig, wenn so einer dicht an dem offenen Fahrzeug vorbeigeht, auch wenn das toll sein muß, die Tiere mal so ganz ohne Gitter bzw. die noch viel bescheuerteren Glasscheiben zu sehen, die sie in den Zoos heutzutage meist haben, wo man die Tiere nicht mehr hören und nicht mehr riechen kann.
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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von rik » 30 Apr 2020 18:40

Komischerweise hatte ich da keinerlei Bedenken. Ich saß vorne neben der Rangerin, und die strahlte sehr viel Erfahrung und Kompetenz trotz ihrer Jugend aus. Seine Hoheheit hat von uns auch überhaupt keine Notiz genommen...

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von Suse » 30 Apr 2020 18:44

rik hat geschrieben:
30 Apr 2020 18:40
Komischerweise hatte ich da keinerlei Bedenken. Ich saß vorne neben der Rangerin, und die strahlte sehr viel Erfahrung und Kompetenz trotz ihrer Jugend aus. Seine Hoheheit hat von uns auch überhaupt keine Notiz genommen...
Ich glaube, ich habe da zu viele youtube-Videos geguckt, in denen die Tiere leider Notiz genommen haben... :lol:
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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von foto-k10 » 30 Apr 2020 18:48

Mir wurde mal gesagt, dass man im Auto keine knalligen Farben tragen und nicht "herumhampeln" soll.
Ein Löwe würde das Auto als Ganzes erkennen, aber nicht die einzelnen Insassen.

Hat die Rangerin sich dazu geäußert?

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von rik » 30 Apr 2020 19:18

Der "Umriss" des gesamten Fahrzeugs mit Insassen soll immer gleichbleiben: also nicht aufstehen, sich nicht weit rausbeugen, nicht die Arme hochreißen etc.

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von foto-k10 » 30 Apr 2020 19:31

rik hat geschrieben:
30 Apr 2020 19:18
Der "Umriss" des gesamten Fahrzeugs mit Insassen soll immer gleichbleiben: also nicht aufstehen, sich nicht weit rausbeugen, nicht die Arme hochreißen etc.
Das meinte ich mit "herumhampeln".
Rundherum Blech und nur offene Fenster sind mir auch lieber. Wenn man sich in der Gruppe versteht, dann macht man sich nach einigen Fotos klein, damit der Nachbar auch fotografieren der filmen kann. Insofern ist immer etwas Bewegung im Auto.

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von Ronny2 » 01 Mai 2020 08:04

rik hat geschrieben:
30 Apr 2020 09:09
Das war am Abend des 24.12.

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Genial, majestätisch der Bursche, dass nennt man mal einen perfekten Heiligabend, schöner könnte der Tag kaum enden!

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von Klara » 01 Mai 2020 10:52

Suse hat geschrieben:
30 Apr 2020 18:36

Mir wäre aber immer leicht gruselig, wenn so einer dicht an dem offenen Fahrzeug vorbeigeht, auch wenn das toll sein muß, die Tiere mal so ganz ohne Gitter bzw. die noch viel bescheuerteren Glasscheiben zu sehen, die sie in den Zoos heutzutage meist haben, wo man die Tiere nicht mehr hören und nicht mehr riechen kann.
Also die Tiere :lol: nicht mehr riechen fände ich bei den Gehegen durchaus vorteilhaft. Wenn der Bauer hier sein Stalltor offen hat, ist es zwar schön in die großen Kuhaugen zu blicken, aber der Gestank hält mich doch ab, näher ran zu gehen.
LG
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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von Pico » 01 Mai 2020 12:27

Wow, ihr wart ja echt nah dran an den Löwen, toll. Ein echt geniales Weihnachtsgeschenk!
Wir haben sie leider nur von Weitem gesehen.
Dazu hattet ihr ja auch das Glück dass viele Tiere an den Wasserlöchern waren, War ja auch Sommer. Wir waren im Frühlig dort und die Tiere waren eben noch nicht so oft an den Wasserlöchern da es eben noch nicht so trocken und heiß war.

Fantastische Bilder, ich habe wieder total Sehnsucht, und ich freue mich schon sehr auf deinen weiteren Reisebericht. Mal sehen was mit noch so bekannt vorkommt! :D

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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von rik » 01 Mai 2020 20:03

Ja, das war wirklich eine wunderbare Begegnung! Für mich stellte dieser Moment den Höhepunkt der Reise dar...
Am nächsten Morgen hießt es wieder vor Sonnenaufgang aufstehen; unsere beiden Ranger fuhren uns durch einen anderen Teildes Parks ; wieder konnten wir verschiedene Tiere sehen.

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Ziel war der Fluss, wo wir mit einem Boot in den beginnenden Tag hineinschipperten. Ich war von den Spiegelungen am meisten begeistert. Wasservögel konnte ich nicht so viele sehen bzw. fotographieren.


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Am Rückweg zur Lodge konnten wir dann sogar noch Flusspferde sehen!


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Re: Südafrkia - Gardenroute 21.12.-4.1.

Beitrag von rik » 02 Mai 2020 10:58

Nach dem Frühstück hieß es Abscheid von Kariega nehmen. Wir hatten dann eine längere Fahrstrecke Richtung Westen vor uns, die uns die wechselnden Lanschaften und unsere Reiseleiterin mit vielen Erfahrungsberichten aus ihrem südafrikanischen Alltag verkürzten. An der Raststation an der Paul Sauer Bridge über den Stormsriver machten wir der spektakulären Aussicht wegen einen Stopp.

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Das Wetter wurde immer schlechter, nach va. 36 Grad in Kariega waren die 20 Grad wirklich kühl, immer wieder nieselte es auch. Am späten Nachmittag kamen wir in Plettenberg an und konnten uns die Füße am Strand vertreten. Dort war ziemlich viel los - klar, Weihnachtsfeiertage!
Ich habe ein paar nette Szenen von den Leuten dort aufgenommen, aber ich glaube, die darf ich nicht zeigen. So gibt es nur eine Blüte, die ja den Seychellen-Fans mehr als bekannt sein dürfte:

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Untergebracht waren wir im Hotel Whalesong Hotel auf der Anhöhe, aber zum Abendessen gingen wir in ein Strandlokal; der Service war ziemlich lahm, aber der Fisch gut. :)

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