Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

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Ronny2
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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Ronny2 » 12 Nov 2019 10:11

Pico hat geschrieben:
11 Nov 2019 19:26

wer weiß wann und ob wir jemals wieder hier herkommen...
Wir haben nicht einen Rand bereut!
Es gibt auf jeden Fall noch viele Ecken in SA die ich mir anschauen möchte. Beim nächsten Mal mit Stopover denn die An und Abreise war doch recht lang.
Heute hat nun endlich auch unser Gepäck den Weg zurück nach Hause gefunden, ist wohl bei der Rücktour in Joburg hängen geblieben :wink:

quaxi
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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von quaxi » 12 Nov 2019 15:54

Hallo Pico!

Danke für deinen Bericht und die schönen Fotos.

Ich muss aber was einwenden:
Du hast geschrieben, dass es keine freilaufenden Elefanten mehr in Afrika gibt, keine Wege auf denen sie herumziehen können, dass das vorbei ist. Auch das alles eingezäunt ist, dass Tiere zugekauft, getauscht werden, dass alles durchorganisiert ist. - Das gilt für Südafrika, nicht für ganz Afrika!

Die Tiere können in Kenia (ausgenommen rund um Nairobi) ganz sicher, aber so weit ich weiß auf jeden Fall auch noch in Tansania und Botswana und vermutlich noch in mehreren anderen Staaten Afrikas, frei die Gebiete durchwandern. In Kenia wird nichts zugekauft, oder verkauft. Das ist noch reine Wildnis. Es gibt auch nicht diese breiten Straßen, sondern nur schmale Sandpisten und in den großen Nationalparks keine Zäune rundherum, höchstens zur Straße hin.
Die Tiere können nach wie vor dem Futter und dem Wasser nachwandern. Sie wandern auch ab, wenn es nichts zu fressen gibt, die Trockenzeit zu lange dauert, bzw. der Regen ausbleibt. In den großen Nationalparks Kenias gibt es Zeiten wo die Tiere einfach weg sind, dafür gibt es andere Zeiten wo man zwischen tausend Elefanten stehen kann. :)

Ich habe den Amboseli Nationalpark 2012 bei ganz großer Dürre erlebt, es waren nur wenige Tiere dort. Es sind damals auch viele Tiere gestorben, weil sie verhungert sind, weil kein Gras mehr wuchs. Die alten Tiere waren zu schwach zum abwandern. Das war nicht schön anzusehen.
2014 waren wir wieder dort und es war unglaublich was die Natur allein schafft: es war wie im Paradies, es waren riesige Elefantenherden da, viele Gnus, es war wieder grün. Unglaublich! 2014 war dann ein sehr schönes, rührendes Erlebnis. Werde ich nie vergessen.

Und wir werden nächstes Jahr im Februar wieder in Kenia sein, diesmal nur im Tsavo, dorts ist auch toll. Und freu mich jetzt schon sooooooooo. :bounce:

LG Quaxi
Zuletzt geändert von quaxi am 13 Nov 2019 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 12 Nov 2019 17:12

Dein Einwand ist sicherlich berechtigt, quaxi.
Ich bin ja ein Ersttäter, und vielleicht habe ich mich auch doof ausgedrückt; aber ich denke auch dass es noch tatsächlich frei umherziehende Wildtiere gibt. Ich denke da vor allem an die Elefanten die teilweise in Dörfer "einfallen".
Aber wohl nicht in Südafrika. Und das totale Management bezog sich auf den Addo Elephant National Park. Darüber hat uns der Guide sehr viel erzählt.
Südafrika ist daher wie viele sagen ideal für "Anfänger". Und ich träume auch noch von Reisen nach Simbabwe, Botswana, Tansania, Kenia... :wink:
Danke für dein aufmerksames Lesen und den Hinweis und viel Vorfreude auf Kenia!

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Ronny2 » 13 Nov 2019 09:55

Hi Pico,

Ja leider sind die natürlichen Wanderwege der Elefanten nicht mehr erhalten. In den 70er Jahren, so erzählte uns der Vermieter unseres B&B, zogen die Elefantenherden noch über die N2. Heute soll es in der Region um Plett noch ev. 5 freilebende Elefanten geben.

Was Kenia angeht so hast Du in den Camps am Mara River, in der Massai Mara sicher eines der schönsten Afrika Erlebnisse. Erinnere mich gern daran zurück.
Allerdings hat man da auch wieder die Malaria Problematik.
Für uns war SA bzw. die Kap Region, als Afrika Einstieg mit Kind schon optimal, keine große Angst haben zu müssen vor Dengue, Malaria und Co. Hatte in SA während der ganzen Reise keinen Mückenstich.
Da Euer Nachwuchs aber nicht mehr im Kleinkindalter ist eröffnen sich ja schon wieder viele andere Reiseziele...

Viele Grüße,
Ronny2

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von quaxi » 13 Nov 2019 10:53

Pico hat geschrieben:
12 Nov 2019 17:12
... und viel Vorfreude auf Kenia!
Danke vielmals! die habe ich!

Ja, die Malariatabletten - das ist schon ein Thema in Kenia. Dass man da mit Kindern woanders hin ausweicht kann ich gut nachvollziehen.

LG Quaxi
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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 13 Nov 2019 19:11

Ronny2 hat geschrieben:
13 Nov 2019 09:55

Für uns war SA bzw. die Kap Region, als Afrika Einstieg mit Kind schon optimal, keine große Angst haben zu müssen vor Dengue, Malaria und Co. Hatte in SA während der ganzen Reise keinen Mückenstich.
Da Euer Nachwuchs aber nicht mehr im Kleinkindalter ist eröffnen sich ja schon wieder viele andere Reiseziele...
Ja, Südafrika ist für den Einstieg und mit Kindern ideal. Auch wenn es nicht immer "richtig afrikanisch" war. :wink:
Aber uns hat das Land super gefallen.
Ronny2 hat geschrieben:
13 Nov 2019 09:55

Da Euer Nachwuchs aber nicht mehr im Kleinkindalter ist eröffnen sich ja schon wieder viele andere Reiseziele...
Nun, wenn es nach ihm ginge sollten wir lieber alleine fahren. Das würde in doppelter Hinsicht neue Ziele bedeuten... :lol:

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 15 Nov 2019 16:39

09.10.2019; Plettenberg – Oudtshoorn

Heute haben wir ca. 160km bis nach Oudtshoorn vor uns. Entlang der Küste vorbei an kleinen schönen Küstenorten verlassen wir bald über diverse Serpentinen die subtropische Küstenebene und fahren über die Bergkette ins Hinterland nach Oudtshoorn. Es heißt, auf der Rückseite der Berge sei es trocken und warm. Theoretisch. Denn der Himmel ist wolkenverhangen und es herrscht dazu auch noch ein heftiger kalter Wind als wir ankommen.

Oudtshoorn liegt an der bekannten Route 62 in der Kleinen Karoo und ist als Straußenhauptstadt bekannt, denn hier gibt es zahlreiche Straußenfarmen. Auf einer dieser Straußenfarm werden wir die nächsten Tage wohnen. Ob es tatsächlich auch heute noch eine echte Straußenfarm ist bezweifeln wir; die Strauße die hier stehen sind wohl eher zur Deko bzw. werden offenbar von umliegenden Farmern bewirtschaftet. Die Gebäude zumindest sind komplett für den Gästebetrieb umgebaut, haben aber noch ihren alten Charme. Es ist recht rustikal und gemütlich hier.

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Da es draußen recht kalt und ungemütlich ist fahren wir nachmittags nur kurz in den Ort, schauen uns dort ein wenig um, bevor wir es uns wieder im Gästehaus gemütlich machen und gehen früh ins Bett. Passt aber ganz gut zu unserem morgigen Plan.

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Ronny2 » 16 Nov 2019 17:26

Hi Pico,

habt Ihr die Wanderung auf der Robberg Halbinsel bei Plett gemacht? War für uns ein echtes Highlight, wunderschöne Aussichten auf Meer und unzählige Robben gab's zu sehen. Oudtshoorn hatten wir ausgelassen dafür reichte die Zeit nicht aus.

Viele Grüße,
Ronny2

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 16 Nov 2019 19:10

Nein, im Park selbst waren wir leider nicht. Wir sind zwar bis zum Eingang gefahren (toller Blick von dort oben!), aber hatten nicht vor hineinzugehen da es schon später Nachmittag war (waren vorher schon in Knysna). Leider fehlte einfach die Zeit dazu. Außerdem hatte gerade ein Bus eine Ladung Rentner abgeliefert, das war dann auch nicht so einladend.
Der arme Busfahrer musste den Hang rückwärts wieder runter, drehen geht da ja nicht...

Der nächste Tag war bereits für Tsitsikamma eingeplant.

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 17 Nov 2019 10:39

10.10.2019 Oudtshoorn

5 Uhr. Der Wecker klingelt.
Äh, wie jetzt? 5 Uhr?!? Wecker?!? Im Urlaub?!?
Ja, und das mit voller Absicht. Dafür muss man schon echt bescheuert sein. Oder etwas vorhaben. Oder beides. Jedenfalls räkeln wir uns noch vor Sonnenaufgang aus den Betten und fahren ohne Frühstück los in die Dunkelheit. Es ist nicht nur dunkel. Es ist auch kalt. Richtig kalt.
Aber wir haben Glück. Der Himmel ist klar. Es verspricht ein sonniger Tag zu werden.
Nach kurzer Zeit biegen wir von der Straße in einen Sandweg ab. Nach etwa einem Kilometer treffen wir auf eine Handvoll Menschen. Die müssen genauso bescheuert sein wie wir. Stehen mitten im Nichts im Morgengrauen mit einem Becher Tee in der Hand herum. Wir gesellen uns zu den anderen Bekloppten hinzu. Nachdem es immer mehr geworden sind marschieren wir dann jeweils mit einer Decke und einem Klappstuhl ausgestattet einem Anführer folgend durch die Halbwüste. Unterwegs bekommen wir jede Menge Dinge erzählt und erklärt.
Es wird zunehmend heller, und noch bevor die Sonne richtig hervorkommt sitzen wir mit ca. 30 Bekloppten bei der Kälte im Halbkreis in der Halbwüste und... warten.
Und warten...

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Ronny2 » 17 Nov 2019 10:47

Das ist ja schade, bei uns waren wenig Touris vor Ort, ausserdem verläuft es sich auf dem Berg die Wanderwege sind ja bald 10km lang.
Man konnte sich an den wunderschönen Ausblicken und den überall rumpaddelnden vielen Robben kaum satt sehen. Aber für die Wanderung muss man schon 4-5 Stunden Zeit haben sonst lohnt es sich nicht. War für uns definitiv die schönste Tour in SA.
Wir hatten auf anraten umseres GH Besitzer lieber Tsitsikamma ausgelassen um den Touri-Busladungen aus dem Weg zu gehen und sind dann ins Nature Valley, auch sehr schön dort.

Viele Grüße,
Ronny2

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Suse » 17 Nov 2019 11:06

Pico hat geschrieben:
15 Nov 2019 16:39


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Was die immer für schöne Augen haben!
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 17 Nov 2019 16:33

Ronny2 hat geschrieben:
17 Nov 2019 10:47
Das ist ja schade, bei uns waren wenig Touris vor Ort, ausserdem verläuft es sich auf dem Berg die Wanderwege sind ja bald 10km lang.
Man konnte sich an den wunderschönen Ausblicken und den überall rumpaddelnden vielen Robben kaum satt sehen. Aber für die Wanderung muss man schon 4-5 Stunden Zeit haben sonst lohnt es sich nicht. War für uns definitiv die schönste Tour in SA.
Wir hatten auf anraten umseres GH Besitzer lieber Tsitsikamma ausgelassen um den Touri-Busladungen aus dem Weg zu gehen und sind dann ins Nature Valley, auch sehr schön dort.

Viele Grüße,
Ronny2
Ja, war schade, die Zeit aber einfach zu knapp.
Tsitsikamma / Stroms River Mouth haben wir gleich früh besucht, da ging es noch.

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von Pico » 17 Nov 2019 19:29

Das Warten hat ein Ende, wir haben Glück, es dauert nicht lange: da kommt auch schon das erste heute diensthabende Familienmitglied!
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Nach ca. 10 Minuten abscannen aller Himmelsrichtungen erfolgt ein kurzer Lagebericht in die Tiefe. Offenbar soweit alles in Ordnung. Denn Nummer 2 erscheint.
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Dann Nummer 3.
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Nach und nach kommt die gesamte Familie aus dem Bau. In diesem Falle: 12 Erdmännchen. Mama, Papa und der Nachwuchs unterschiedlichen Alters.
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Nachdem die Luft offenbar rein ist, verlassen alle den Eingang des Baus und verteilen sich in der Nähe. Papa Erdmännchen ist generell nicht gut auf Besucher zu sprechen und verzieht sich schnell in die umliegende Vegetation. Die Alten halten weiterhin Ausschau und lassen sich die Morgensonne auf den Bauch scheinen. Der Nachwuchs tobt und purzelt übereinander und rauft miteinander. Leider genau hinter einen Busch, der mir die Sicht nimmt. Aber Aufstehen und Plätze wechseln geht nicht. Oberste Verhaltensregel damit das Ganze hier überhaupt funktioniert. Sitzende Zweibeiner die sich nicht vom Fleck rühren, das sind die Erdmännchen dank des Trainings durch die Ranger gewöhnt. Herumlaufende Zweibeiner jedoch nicht, und es ist auch nicht das Ziel. Die Erdmännchen sollen wild und möglichst ungestört bleiben. Daher sind auch nur Fotos aus ein und demselben Blickwinkel möglich. Macht nichts, man muss dieses Erlebnis auch einfach mit dem Herzen sehen und genießen. Nur wenige Meter vor uns tobt und flitzt eine völlig freilebende Familie Meerkatz herum; es ist einfach einmalig!!!

Der Quietschfaktor dieser Tierchen ist ungeheuer hoch. Aber wir alle bleiben knallhart und vermeiden solche Geräusche. Diese Frequenzen bedeutet für Familie Erdmännchen: Alarmstufe rot! Daher dürfen auch Kinder unter 10 Jahren nicht an solch einer Tour teilnehmen. Nicht nur, weil sie zu unruhig und evtl. umherlaufen würden; nein auch weil ihre hellen Stimmchen die Erdmännchen in Alarm versetzen würde!
Wir Erwachsenen können uns aber ganz normal unterhalten, ja selbst wenn wir lauter werden stört es die Erdmännchen nicht. Wir werden sogar vom Ranger aufgefordert, die Erdmännchen laut anzusprechen. Ja, und mutig wie unser Grüppchen so ist wünschen wir den kleinen Tierchen kräftig einen guten Morgen. Tja, es juckt sie nicht…

Der Guide erzählt uns unheimlich viel über diese Tiere; über ihre Lebensweise – die so gar nicht romantisch ist und eher wenig mit ihrem Niedlichkeitsfaktor zu tun hat -, über ihre Erforschung und das Projekt hier. Darüber dass diese Tiere oft Opfer ihrer Niedlichkeit werden und immer wieder gerne trotz aller Warnungen als Babys zu Haustieren verdammt werden. Bis ihr natürliches Verhalten – wühlen, markieren und vehemente territoriale Verteidigung – sie zu kleinen Hausmonstern werden lassen die dann schnell entsorgt werden müssen. Das Aussetzen, selbst hier im Erdmännchengebiet, ist oft ihr Todesurteil. Zum einen weil sie nie die Erdmännchenschule durchlaufen haben – Babysitter, Hauswirtschaft und Ernährung – sondern als Fremdling von den umliegenden Sippen bald zur Strecke gebracht werden. Beim Anblick dieser possierlichen Tierchen fällt dieser Gedanke besonders schwer. Aber es sind Wildtiere die nach ihren Regeln leben.

Unsere Familie Erdmännchen wird nun zunehmend unruhig. Die Gegend herum ist abgecheckt, die Morgentoilette erledigt, aber nun: Der Magen knurrt!
Der Ranger gibt die Anweisung, keine hektischen Bewegungen zu machen und nicht mit den Decken zu wedeln. Das würde einen Alarm und Flucht in den Bau provozieren. Hieße: kein Frühstück für Familie Erdmännchen! Das wollte natürlich niemand, und so saßen wir weiterhin brav und ruhig auf unseren Klappstühlen. Und siehe da, einer läuft los, der nächste folgt, und schwupps, dann sind sie weg. Verschwunden in der Weite der Savanne.

Die Sonne ist mittlerweile aufgegangen und schickte ihre wärmenden Strahlen nicht nur Familie Meerkatz auf die Bäuche, sondern erwärmt so langsam auch unsere müden Glieder. Unsere Gruppe erhebt sich, klappt die Stühle wieder ein und marschiert überwiegend mit einem breiten Grinsen im Gesicht und glückseligen Geplapper zurück durch die Savanne zum Treffpunkt, steigt in die Autos und braust davon.

Und wie Familie Meerkatz knurrt nun auch uns der Magen und wir machen uns schnell auf den Weg zurück zum Gästehaus um über das Frühstücksbuffett herzufallen.

Dieser Morgen – wieder einmal einfach tierisch!!!

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Re: Südlich, südlicher - Südafrika 02.-18.10.2019

Beitrag von rik » 17 Nov 2019 19:46

Toll, toll, toll! Ich habe Deinen Bericht erst jetzt entdeckt und da ich in den Weihnachtsferien so ziemlich die gleiche Tour mache, bin ich noch mehr begeitert als ich es ohnehin wäre! Ich muss gleich die vorherigen Seiten lesen! Schon mal vorneweg: Welche tolle Fotos. Vom letzten Beitrag ist einfach das Bild, auf dem sich die beiden anblicken, genial! Wie nahe warst Du dran? Was sind ein paar Meter? Hattest Du ein Stativ benützt? Die Erdmännchen sind so gestochen scharf, einfach beeindruckend!

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