Galapagos 2021

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Anubis
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Re: Galapagos 2021

Beitrag von Anubis » 28 Sep 2020 09:51

Nicht nur Chinesen, auch Tunesier töten Haie. Im Bild rechts ein Makohai. Oft werden diese als Schwertfisch verkauft, was ein krasser Betrug ist.
Bild
https://www.theguardian.com/global-deve ... n-the-menu
Mahé. Praslin. Silhouette. La Digue. Bird. Cerf. Sea Shell. Maya's Dugong. Life is a journey and experience is more valuable than money.

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Anubis
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Re: Galapagos 2021

Beitrag von Anubis » 11 Okt 2020 16:45

Folgendes hat mir der Reiseveranstalter nun geschrieben:
Die Zeit rennt und die täglichen Ereignisse in einer Covid-19 diktierten Welt bringen es mit sich, dass man rasch den Überblick verliert über das “Was“, “Wie“ und “Wo“.

Seit nunmehr 7 Monaten beschäftigen wir uns tagtäglich mit den politischen Aussagen zum regionalen sowie globalen Infektionsgeschehen. Zwischenzeitlich drängt sich der Eindruck auf, dass selbst die wahren und selbsternannten Experten den Überblick verloren haben über die diversen Hygieneauflagen sowie Ein- und Ausreisebestimmungen. Andererseits verlangen unsere Kunden von uns natürlich zu jedem Zeitpunkt korrekte Informationen, Prognosen (als hätten wir eine Kristallkugel) und allzu oft auch psychologischen Beistand – als hätten wir den nicht selbst am dringendsten nötig 😉.

Die gesamte Reisebranche ist derzeit dazu verurteilt, die Faktenlage täglich neu zu prüfen und zu bewerten und schließlich daraus Handlungen abzuleiten, die für unsere Kunden, unsere Partner in den Zielländern und schließlich auch für uns selbst unter den gegebenen Umständen das Optimum darstellt.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass diese Aufgabe mitunter der “Quadratur des Kreises“ gleichkommt, denn wo immer viele Menschen beteiligt sind, gibt es unterschiedliche Ansichten, Interessenslagen und private Umstände.

Ich möchte euch gerne schildern, wie wir typischerweise all unsere Gruppenreisen bzw. Sondertouren konzipieren:

Eine solche Tour wird bereits Jahre vor der eigentlichen Austragung geplant und muss von uns auch entsprechen bei den Ausrichtern vor Ort angezahlt werden. Ohne diese Anzahlungen würde sich kein Veranstalter finden lassen, der bereit wäre, allein aufgrund unserer schriftlichen Zusage mit uns ein derartiges Gruppenprojekt zu planen. Die Höhe der Anzahlung sowie die der finalen Zahlungen setzen natürlich unsererseits eine präzise wirtschaftliche Kalkulation voraus, bei der die Reisekosten pro Teilnehmer sowie die Teilnehmerzahl die entscheidenden Kenngrößen darstellen. Nur so können wir letztlich die Rentabilität unserer Gruppenreisen und unser wirtschaftliches Risiko bewerten. Das ist das Scenario der Normalität und gilt für jeden Reiseveranstalter in unserer Branche.

Die Pandemie konfrontiert uns aber nun mit völlig neuen Herausforderungen, die darauf hinauslaufen, dass wir gehalten sind bei Notwendigkeit einen Kompromiss zwischen allen Beteiligten herbeizuführen. Einzelentscheidungen zu Gunsten einzelner Teilnehmer sind uns nicht möglich.

Um das zu verstehen, muss man etwas tiefer in die Materie eintauchen an Hand eines Beispiels ( Mexiko ).

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot und in den unterschiedlichen Herkunftsländern unserer Kunden, herrschen unterschiedliche Rahmenbedingungen. So wird z.B. das Reiseziel Mexiko von den offiziellen Stellen der Schweiz nicht als Risikogebiet definiert, sehr wohl jedoch von den entsprechenden Stellen in Deutschland.
Daraus ergibt sich für uns eine Situation, in der Deutsche Kunden aus naheliegenden Gründen jene Mexiko-Reise stornieren möchten, während unsere Schweitzer Kunden auf deren Durchführung bestehen und uns zum Teil mit juristischen Schritten drohen, sollten wir die Reise nicht durchführen (da aus Schweitzer Sicht auch nichts gegen die Durchführung spricht) . Ebenso gibt es deutsche Kunden die ebenso unter allen Umständen reisen möchten und können.

Andere wiederum (aller Nationen) möchten in keinem Fall reisen und bestehen auf Stornierung und Rückerstattung des Reisepreises.

Der Schiffsbetreiber in Mexiko ist nun seinerseits für die Bezahlung seiner Bootsmannschaft (und Back-Office Teams) verantwortlich und besteht daher aus ebenso nachvollziehbaren Gründen auf die Einhaltung der seinerzeit mit uns geschlossenen Verträge, sofern er gewährleisten kann, dass die Tour stattfinden kann und sein Land keine Einreiseverbote erteilt hat. Letzteres trifft derzeit unter anderem zu für Mexiko, Costa Rica, Ecuador/Galapagos und auch inzwischen Malpelo Kolumbien.

Tja und Tauchertraum steht nun zwischen diesen verschieden Fronten und versucht für alle eine passende Lösung zu finden und dabei nicht selbst unter die Räder zu kommen.

Den eines ist klar, niemand hat diese Umstände zu verschulden.


Weshalb schreiben wir Euch dies alles?

Auch bei Euch steht in den nächsten Monaten eine dieser lang geplanten Sondertouren an und ich bin mir sicher, jeder einzelne hat in den letzten Wochen bereits intensiv über das Thema nachgedacht.

Ich möchte euch daher einladen zu einem fairen, respektvollen und verständnisvollen Meinungsaustausch in den nächsten 1-2 Wochen. In diesem Austausch möchten wir gerne verstehen, wie sich eure ganz persönliche Situation darstellt. Diese Informationen sollten dann die Grundlage für Gespräche mit unseren Partnern in den Zielländern darstellen, die dem Zweck dienen, Wege zu finden, wie man für alle Beteiligten einen schadensfreien Konsens herbeiführen kann, sofern Eure Reise von Reisewarnungen Einreisebeschränkungen oder Quarantänepflicht bei Ein- oder Rückreise betroffen sein sollte.

So wäre für uns z.B. von Interesse:


Kannst Du Dir die Teilnahme an der Reise unter derzeitig geltenden Regeln vorstellen, wie z.B. einer evtl. Quarantänepflicht bei Rückkehr nach Deutschland, die nach 5 Tagen beendet werden darf, sofern ein Covid-19-Test negativ ausfällt? Sofern dieses Szenario eintrifft.

Wärst Du bereit, bei entsprechender Übereinstimmung aller Teilnehmer und Erlaubnis der Schiffsbetreiber, diese einzigartige Reise auf einen späteren Termin kostenfrei umzubuchen?

Wärt Ihr z.B. bereit, euren Platz frei zu geben, sollte eine Ersatzperson gefunden werden, die unter allen Voraussetzungen reisen könnte?

Um unsere Bereitschaft eines fairen und zeitgemäßen Umgangs mit der Situation zu zeigen, setzen wir die Frist für die in Kürze fällige Restzahlung des Reisepreises bis zum 1 Dezember 2020 aus.
Wir hoffen, bis dahin mit allen Beteiligten einen entsprechenden Plan B zur Lösung dieser besonderen Situation gefunden zu haben.

Abschließend möchte ich nochmal betonen: Die Reise ist nach derzeitigen Stand ohne Einschränkungen unsererseits durchführbar und dieses Schreiben stellt keine Stornierung dar.
Ich möchte Euch lediglich bitten, mit uns in einen Dialog zu treten - auf Basis von Fairness und gegenseitigem Verständnis in dieser für uns alle sehr komplizierte Zeit.
Mahé. Praslin. Silhouette. La Digue. Bird. Cerf. Sea Shell. Maya's Dugong. Life is a journey and experience is more valuable than money.

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