Die Seychellen im 3. Jahrtausend

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mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von mr.minolta » 17 Nov 2018 16:10

Klara hat geschrieben:
17 Nov 2018 15:09
Was bewertet man bei Liebhabereien schon sachlich? Man ist unter sich und das ist nicht unbedeutender Teil des Genusses.
Ja natürlich, aber wir sind ja hier nicht im Forum pseudoelitärer Möchtegerns, die ihr Selbstverständnis aus der Tatsache generieren, daß Geld bei ihnen keine Rolle spielt. :wink:

Ich unterstelle eben, daß Karambesi ein Lieblingsziel wie Bird Island sehr wohl auch aufgrund sachlicher Erwägungen wählt und beim Angeln genau weiß, was er tut. Mich interessiert das nun aus fachlicher Sicht. Hätte ich $ 17.000 für 'ne Woche Tauchausflug so nebenbei in der Portokasse, würde ich sie auch nur dann investieren, wenn man mir dabei die Begegnung mit Dinosauriern garantieren könnte.
Man sieht es und man glaubt es kaum:

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Klara
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Klara » 17 Nov 2018 17:04

Nie würde ich Karambesi das unterstellen, war nur allgemein gemeint, teuere Reisen locken halt auch eine eigene Gruppe an. Teuer und naturbelassen hat natürlich nicht Reiz für Geldprotzer, würde ich mal mutmaßen, habe die Reisevorschläge auch nicht angesehen, da ich nicht zur Zielgruppe gehöre, weder Angler noch Krösus :lol:
LG
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mr.minolta
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von mr.minolta » 17 Nov 2018 18:27

Klara hat geschrieben:
17 Nov 2018 17:04
Nie würde ich Karambesi das unterstellen, war nur allgemein gemeint, teuere Reisen locken halt auch eine eigene Gruppe an.
Ich wiederum wollte Dir nicht unterstellen, daß Du ihm das unterstellen würdest! :wink:
Teuer und naturbelassen hat natürlich nicht Reiz für Geldprotzer
Das ist es, was ich meinte, daher meine Frage an Karambesi. :wink:
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Anubis
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Anubis » 18 Nov 2018 22:11

mr.minolta hat geschrieben:
16 Nov 2018 20:11
Vielleicht ist es aber auch nur der Örtlichkeit geschuldet und Tauchen wäre dann auf diesen Inseln inzwischen genau so teuer... :wink:
Tauchen ist nicht ganz so teuer.
Gruß Anubis

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Karambesi
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Karambesi » 19 Nov 2018 16:36

Lieber Minolta, das mit dem Hobby und den Träumen ist natürlich so eine Sache.
Und für´s Hobby gebe ich seit ein paar Jahrzehnten auch viel Geld aus.
Und ich war auch schon in vielen Ländern , zum Fischen. Geschweige den die Kosten meiner Pacht Jagd seit fast 20 Jahren.
Und ich habe schon sehr viele große Fische gefangen, aber das sehe ich heute mit meinem fortgeschritten Alter alles gelassener.
Und - diese Preise bin ich nicht bereit, zu bezahlen.
Ein guter Freund von mir, welcher auch auf Cosmoledo zum Fischen war, hat mir bestätigt, dass meine Überlegungen sicher berechtigt sind und der Unterschied im Preis keinesfalls gerechtfertigt ist.

Da können die Fische goldene Flossen und Brillanten auf ihren Zähnen haben.

Ich habe die Seychellen hauptsächlich wegen der Fliegenfischerei gebucht, und die Insel lieben gelernt.
Und weniger ist oft mehr ;)
Alles selbst machen, ohne Guiding, das gibt mir viel mehr an Freude.
Wie in anderen Thread´s beschrieben, bin ich von Bird begeistert, und wenn da " Mandln " gemacht werden ( Überzogene Flugkosten, Beschränkungen des Aufenthaltes etc ) , habe ich da auch schon eine echte Alternative ins Auge gefasst.
Es taugt mir dort einfach, und wenn es irgendwann ausufert, wird es halt andere Destinationen geben, denn - weniger ist oft mehr .

Mit meiner Frau fragen wir uns auch immer wieder, 800 - 1400 Euro pro Person und Nacht oder mehr, das hat doch mit Realität oder Wertigkeit nicht viel zu tun. Wird ja auch auf der einen oder anderen privaten Insel verlangt, und das halte ich einfach für überzogen, das kanns doch nicht wert sein.
Wo bleibt da die Realität des Lebens ?

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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 19 Nov 2018 22:16

Karambesi hat geschrieben:
19 Nov 2018 16:36


Mit meiner Frau fragen wir uns auch immer wieder, 800 - 1400 Euro pro Person und Nacht oder mehr, das hat doch mit Realität oder Wertigkeit nicht viel zu tun. Wird ja auch auf der einen oder anderen privaten Insel verlangt, und das halte ich einfach für überzogen, das kanns doch nicht wert sein.
Wo bleibt da die Realität des Lebens ?
Einige wenige solcher ganz besonders exklusiven Inseln haben schon ihre Berechtigung, wenn man bedenkt, daß es ja auch Menschen gibt, die sich im Urlaub eben mal nicht einfach so unter den Pöbel mischen können, ohne beständig angeglotzt zu werden. Die sollen dann ruhig dafür bezahlen, damit die oberen Zehntausend auch schön unter sich sind. Damit habe ich gar kein Problem und bin auch nicht neidisch und nix. Nur muß es davon nicht so viele Inseln geben, die dann, genau wie Du schreibst, fern der Realität des Lebens im eigenen Saft schmoren, die Einwohner des jeweiligen Landes (das ist ja nicht nur auf den Seychellen so) haben nix davon, sondern nur die Oetker-Group und desgleichen. Was ich aber am schlimmsten finde, ist hier, daß es eben die Aldabra-Gruppe ist, die diese Island Development Company, deren Sinn und Zweck und Nutzen für das Land sich mir immer weniger erschließt. so nach und nach "entwickelt". Daß sie nicht einmal die fragilsten, schützenswertsten Flecken ihres Landes in Ruhe lassen können.

Und dann lese ich heute sowas: http://www.seychellesnewsagency.com/art ... Seychelles

Das kann man sich doch bald schenken, die Fliegenfischer und Hochseeangler sind doch nur die Vorhut. Die kürzlich entladene "Wizzard" ist doch nicht ohne Grund angeschafft worden, das Boot soll die Touristen doch zwischen den Inseln hin und her transportieren. Das ist doch nur eine Frage der Zeit, bis sie sich an Aldabra heranmachen. Der Widerstand in der Bevölkerung wächst aber.
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von mr.minolta » 20 Nov 2018 01:45

Karambesi hat geschrieben:
19 Nov 2018 16:36
Da können die Fische goldene Flossen und Brillanten auf ihren Zähnen haben.
So hab ich mir das doch gedacht. :wink:

Danke Dir für die Erläuterung! Da bleibt mir wieder nur zu sagen: die ticken doch nicht richtig, oder? Der Ausverkauf der letzten unberührten Inseln an den internationalen Touristen-Geldadel steht also kurz bevor, wie auch Suse gerade nochmals darlegte.

Wir schauen uns das aus der Entfernung dann mal an...

Gute Nacht! :smokin:
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 20 Nov 2018 10:04

Besonders schön finde ich ja, wie sie das ganze Projekt jetzt auch noch als Naturschutzmaßnahme zu verkaufen versuchen:

https://www.facebook.com/keithroseinnes ... 23074449:0

Bin ich ja mal gespannt, wie viele Seychellois da Urlaub machen werden. :wink:
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Anubis » 20 Nov 2018 15:14

"Cosmoledo Atoll will finally have the year around protection and monitoring it deserves with a human presence provided by the IDC and ICS and funded by the guests who visit the atoll."

Ist es schlecht, dass das Atoll geschützt wird, und die Gäste dafür mitbezahlen?
Gruß Anubis

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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Karambesi » 20 Nov 2018 15:36

Suse hat geschrieben:
20 Nov 2018 10:04
Besonders schön finde ich ja, wie sie das ganze Projekt jetzt auch noch als Naturschutzmaßnahme zu verkaufen versuchen:
Naturschutz, Umwelt , Bio.
Immer ein gutes Argument, Gäste zu lukrieren, und gutes Geld dafür verlangen.
Da wird dann auch gerne auf das eine oder andere locker verzichtet, weil es ist ja Natur Pur.
Ist natürlich nun auch ein wenig Ironisch von mir, aber gar nicht einmal so abwegig.

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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 21 Nov 2018 07:59

Anubis hat geschrieben:
20 Nov 2018 15:14
"Cosmoledo Atoll will finally have the year around protection and monitoring it deserves with a human presence provided by the IDC and ICS and funded by the guests who visit the atoll."

Ist es schlecht, dass das Atoll geschützt wird, und die Gäste dafür mitbezahlen?
Das Atoll wurde auch vorher schon geschützt, die ICS ist eine NGO, die da bereits seit Jahren vor Ort aktiv ist, ohne daß der Angel- und anderer Tourismus bis jetzt dafür gezahlt hat. Daß jetzt ein Resort an Land entstanden ist, sei es auch noch so öko und reversibel, nimmt der Insel eine erhebliche Fläche (sieht man auf den verlinkten Bildern oben) und vervielfacht die Auswirkungen, die der Tourismus hat, im Vergleich zu reinen Bootstouren, wo die Leute abends wieder an Bord gehen. Das nachstehende Bild stammt auch aus einer der verlinkten Bilderserien weiter oben, die die Erschließung von "Cosmo" dokumentieren:

https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... 170&type=3

Ich seh es wie Karambesi, für mich ist das Ablaßhandel, da wird mit dem schlechten Gewissen Kasse gemacht und gleichzeitig ein Marketingtrick draus gemacht, der die extremen Preise zusätzlich "rechtfertigt".
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse » 21 Nov 2018 10:53

Da kann Jules bald eine schöne Fläche an der Anse Banane betonieren und Parkgebühren für Fahrräder nehmen. Etwa 500 Rupien die Stunde, ein Flughundcurry inklusive. Vielleicht teilt er die Einnahmen mit den örtlichen Fahrradverleihern, die jetzt in den Sand pupen:

https://www.facebook.com/LeSeychellois/ ... 6741306289
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Klara » 21 Nov 2018 11:28

Suse hat geschrieben:
21 Nov 2018 07:59
Ich seh es wie Karambesi, für mich ist das Ablaßhandel, da wird mit dem schlechten Gewissen Kasse gemacht und gleichzeitig ein Marketingtrick draus gemacht, der die extremen Preise zusätzlich "rechtfertigt".
Schlechtes Gewissen? oder einfach Zeitgeist. Ist schick, wenn man sich einreden kann man täte ja was.
Aber solch Marketing ist doch echt bewundernswert, klappt doch.
LG
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Klara » 21 Nov 2018 11:31

Danke für die Mühe des Verlinkens. Das haut jetzt sogar mich, die ich solchen Entwicklungen ja eher gelassen gegenüberstehe vom Hocker. An sich so absehbar und plausibel, die Kreuzfahrer lässt man nicht mit den abgewrackten Rädern vor Ort rumgurken, sicher schon versicherungstechnisch nicht, aber es so zu sehen macht selbst mich betroffen.
LG
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Anubis » 21 Nov 2018 20:51

Ich hab auf Ladig auch schon das eine oder andere Rad gemietet bei dem die Bremsen nicht oder fast nicht funktionierten. Man stelle sich vor so etwas passiert einem Amerikaner und er bricht sich bei der Abfahrt zur Anse Severe das Bein. Das Kreuzfahrtschiff würde mit einer saftigen Klage rechnen müssen. Ich denke so etwas wollen sie vermeiden.
Gruß Anubis

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