Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Alles rund um die Seychellen
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foto-k10
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von foto-k10 »

Wenn das "little boy" ist, dann möchte ich nicht "fat man" sehen :lol:

Haben die dafür keine Genehmigung?
http://www.seychellesnewsagency.com/art ... page+order


Grundsätzlich ist der Drops schon lange gelutscht.
Die Frist für die 99jährige Pacht läuft seit dem 13.3.2018, die 4,5 Mio Dollar sind schon lange eigesackt. Da ist die eine Seychellen-Rupie pro Jahr nur noch ein symbolischer Preis. Das böse Erwachen kommt, wenn der Pachtvertrag ausläuft ...
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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

foto-k10 hat geschrieben: 23 Jun 2021 16:44
Haben die dafür keine Genehmigung?

Grundsätzlich ist der Drops schon lange gelutscht.
Die Frist für die 99jährige Pacht läuft seit dem 13.3.2018, die 4,5 Mio Dollar sind schon lange eigesackt. Da ist die eine Seychellen-Rupie pro Jahr nur noch ein symbolischer Preis. Das böse Erwachen kommt, wenn der Pachtvertrag ausläuft ...

Die Vorgeschichte des Bauvorhabens ist hier im Thread ja nun wirklich ausführlichst verlinkt. Ebenso ausführlich wie die Kommentare des Gegenredners, daß die Bemühungen der Bevölkerung, die Umsetzung in der geplanten Form noch abzuwenden, sowieso alle nichts bringen und nur sinnlos sind. I)

Jetzt geht es eher darum, daß der Schaden an der Küstenregion noch größer wird als befürchtet. Das Baumaterial wurde anfangs nachts an Land gebracht, die Bevölkerung hat das durchs Gebüsch gefilmt und so wurden die Behörden darauf aufmerksam gemacht.
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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

Ausschnitt aus einer SBC-Reportage zur Anse La Mouche:

https://www.facebook.com/watch/?ref=sav ... 3742032507

Im Beitrag geht es vor allem um den An- und Abtransport des Baumaterials und Bauschutts durch den Frachter. Anfangs wird ein lokaler Holzkünstler vorgestellt, der gern das Wurzelholz der gerodeten Flächen gehabt hätte, das aber als wertlos deklariert und zur Müllkippe transportiert wurde. Außerdem hatte der Bauunternehmer die Auflage, den Strand nur bei entsprechendem Wasserstand anzulaufen, woran er sich nicht gehalten hat. Das Genehmigungsverfahren für den Transport vom Wasser her ist jetzt erstmal gestoppt, bis alle Umweltauflagen erfüllt sind.

Sehenswert ist der Beitrag aber vor allem aufgrund der Drohnen-Aufnahmen von der Baustelle und den gerodeten Flächen, denen man jetzt schon recht gut entnehmen kann, wie gruselig das ganze ist, vor allem, wenn man mal den Blick darauf lenkt, wie idyllisch die Anse la Mouche, also nur der Strandabschnitt, in den unberührten Abschnitten jetzt noch ist. Das kann man im Video ja ganz gut sehen. So bei Minute 5:45 mal einfach das Bild anhalten, wem da dann nicht das Herz blutet, dem ist ja nicht mehr zu helfen. Und das wird alles noch komplett umgekrempelt, denn die Verlegung der Küstenstraße steht ja erst noch bevor. ;(

Zeitungsartikel gibt's jetzt auch noch dazu, da ist es dann auf einmal alles gar nicht so schlimm. Newsagency halt. 🙄

http://m.seychellesnewsagency.com//arti ... 4KbBVZmNaQ
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naizit
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von naizit »

Du glaubst nicht im ernst dass sich Jemand an Auflagen hält wenn er mal eine Genehmigung bekommen hat? Hab ich noch nie erlebt. Da fliessen Gelder, danach nochmals... Und sobald was genehmigt wurde, kannst du es nicht mehr rückkgängig machen – danach kannst du was versuchen, ich sage leider, verschwendete Zeit und Energie.

Das was ist, muss man leider laufen lassen, das kann man nicht mehr groß ändern, zu spät, man kann nur für die Zukunft lernen und hoffen dass die Locals für ihre Zukunft kämpfen und die neue Regierung das unterstützt.
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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

Den ganzen Thread gäbe es ja nicht, wenn wir glauben würden, dass die 🇸🇨 auf einem guten Weg wären. Wenn du wissen möchtest, was ich glaube, dann ist es, dass sie auf einem Weg der Selbstzerstörung sind. Zunehmend mehr Seychellois sehen das auch so und wehren sich, zumindest in diesem Fall hat der Präsident sie aber nicht unterstützt. Das ist auch alles im Thread verlinkt.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von foto-k10 »

Jetzt fehlen den Seychellen Arbeitskräfte auf den Farmen?

Bann fermye dan sid Mahé i eksprim konsern mankman travayer lo zot laferm
https://www.nation.sc/articles/9522/ban ... zot-laferm
naizit
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von naizit »

Ist doch schon ganz gut beschrieben. Sie hätten gerne Seychellois. Viele wollen aber nicht wirklich arbeiten. Bzw. kommen, wenn sie wollen. Liegt auch daran dass Gelder fließen und Versorgung/Unterkunft von der Regierung wenn man fast gar nichts macht. Methad. gab es auch kostenlos ohne Gegenleistung obendrauf, ja, man sollte was machen, wurde aber nicht wirklich kontrolliert. Durch die Pandemie gab es plötzlich Druck von der Regierung zu arbeiten, und wenn es nur Müll entsorgen oder Straße fegen war. Darum war es dann wieder ganz gut dass man 2 Wochen in Quarantäne musste weil Kontakt oder Eventuell-Kontakt, Tests wurden unter Locals zu wenig gemacht. Das ist das, was ich mitbekommen habe.

Hinzu kommt, dass Land aufgekauft wurde vor Jahren von Ausländern, spekulativ, die sind gerade nicht da oder wollen einen hohen Preis, wenn nicht, warten sie halt, das Land liegt brach, und die haben kein Interesse daran Landwirtschaft zu betreiben oder was zu bewegen oder zu investieren weil Spekulationsgeschäft. Auch hier kommen nun die Entscheidungen der letzten Jahrzente zum Tragen. Sorry, es hört sich böse an. Aber das sind die Schattenseiten, die ich kenne. Und das betrifft nun mal unter anderem dieses Thema.

Dafür gibt es ganz viele andere Dinge, die nur die Seychellen oder Seychellois haben und können, umso mehr tut es manchmal weh wie sie mit ihrem Paradies umgehen. Ob es nun besser wäre wenn sie alles richtig machen oder sich schnell verändern oder andere Denkweisen annehmen? Ich weiß es nicht. Vllt. wäre es nicht wirklich besser wenn alles so geplant und perfekt wäre wie in unserer europäischen, multikulti-Welt.!?
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von foto-k10 »

Die Lebensmittelpreise sind anscheinend gestiegen, ein Zeitungsartikel titelt "Food costs in Seychelles up 19 percent due to decrease in production ..."

Über die Frage, welche Arbeiten man einem Arbeitslosen zumuten kann, gab es auch In Deutschland Diskussionen und zu viele einfache Antworten.

Zu dem Aspekt "Wem gehört das Land?" kann ich nichts beitragen. Hatte die Regierung unter René nicht Land enteignet und das ist jetzt ein Thema dieser Kommission?
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von foto-k10 »

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... icial+says

Die Drogenhänder sitzen immer noch im Iran fest.
Da wollte wohl niemand die Drogen bezahlen?
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von foto-k10 »

https://www.nation.sc/articles/9805/sey ... s-for-sale
As traditional sources of funding have dried up, we need innovative ways to support long-term programmes that are the backbone of successful conservation.
Oder salopp gesagt: eine neue Methode, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen. non-fungible token

https://porini-foundation.myshopify.com ... lles-10-19
Für die "erste" Kopie sollen $10.000 gezahlt werden. Na da würde ich eher auf die Inseln fliegen und den Seychellendajal selber fotografieren. I)
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Suse
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

Edit. Falscher Thread
Zuletzt geändert von Suse am 23 Jul 2021 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

Nachdem ich eben den Beitrag von Mundl über die Intendance https://www.seychellen-forum.de/viewtop ... 80#p127133 gelesen habe, kann ich ja auch gleich noch das Gerücht verbreiten, das einem dann endgültig den Tag verhagelt. Meine Quelle ist ein Mitglied der Naturschutzorganisation auf den Seychellen, Preserve Seychelles, die ich unterstütze, und laut diesem wird gerade über den Verkauf der Anse Major verhandelt.

Die Anse Major bzw. das Land dahinter gehört der Katholischen Kirche und die Diözese steht anscheinend in Verhandlungen mit den UAE, ob nun Emirates selbst oder einer der anderen Bauherren, die gerade die Seychellen zupflastern, war nicht bekannt. Ziel ist ja dann vermutlich ein Hotelbau.

Preserve Seychelles wird sobald möglich Näheres in Erfahrung bringen und natürlich Aktionen starten. Dann wird es auch was zum Verlinken geben.

Alles nur furchtbar.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

Man darf ja gar keine Seychellennachrichten mehr gucken. Gestern gabs eine Begehung verschiedener Selfcatering-Unterkünfte durch den Tourismusminister. Dabei war auch ein Bauunternehmer, ich glaub, ein Franzose, der da verschiedene Projekte realisiert, und sich dafür lobt, eine authentische kreolische Erfahrung ermöglichen zu wollen. :lol:

Ab Minute 11:50 kann man dann eines davon sehen, das noch im Bau befindlich ist. Danach hört man den Radegonde das Ding dann sinngemäß anpreisen, so ein großes Hotel könne ja abweisend wirken, aber dieses sei so gestaltet, daß darin befindliche Einrichtungen, Restaurants, Geschäfte, auch die Einheimischen ermutigen, hereinzukommen. Also im Prinzip der selbe Kram wie an der Anse la Mouche. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird es eine Selfcatering-Anlage. Und deswegen habe die Anse Royale (laut Radegonde) auch noch ein großes Potential, was die Entstehung von mehr Restaurants angeht. :wink:

https://www.youtube.com/watch?v=59TDLXozU-I

Minute 11:50 sieht man, wie riesig das wird. Die Baustelle ist direkt neben der Tankstelle an der Anse Royale.

Die haben wirklich jedes Maß verloren.
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von Suse »

Ich weiß nicht, ob der Beitrag hier schon mal verlinkt war, ich glaube nicht. Und es paßt gerade so gut zum Thema Zubauen der Strände:

https://www.sueddeutsche.de/reise/seych ... -1.4818922
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Re: Die Seychellen im 3. Jahrtausend

Beitrag von foto-k10 »

Es gab 2014 einen Vorschlag für einen "Anse Royale Beach Park". Es sollten ordentliche Parkmöglichkeiten, Grillplätze, Sitzgruppen und auch eine Beach Bar geschaffen werden. Dazu Neuanpflanzung heimischer Bäume/Palmen. Ist nichts daraus geworden, Geld für weitere Unterkünfte ist leichter aufzutreiben ...
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