Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Alles rund um die Seychellen
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derrohrleger
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von derrohrleger » 25 Jun 2018 17:33

Maledivenmichl hat geschrieben:Ich würde hier gerne zu dem Thema noch mal auf "Schwimmbojen" aufmerksam machen. Schaut vielleicht ein bisschen komisch aus so ein leuchtend orangenes Dings hinter sich herzuziehen beim Schwimmen oder Schnorcheln, aber erstens sehen euch irgendwelche Wasserfahrzeuge (von denen es ja auch immer mehr gibt) besser, und zweitens seid ihr dann ziemlich auf der sicheren Seite falls ihr mal in so eine Strömung kommt.

Hallo Maledivenmichel ,

ich habe mir tatsächlich zwei solche bojen für unseren Urlaub im September zugelegt , Kostenpunkt 29 Euro pro Stück in Gelb.
Sieht sicher komisch aus , aber das ist uns egal. Hilft ja auch wenn man mal einen Wadenkrampf im Wasser bekommen sollte.



LG derrohrleger

Tux2017
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Tux2017 » 07 Jul 2018 18:38

derrohrleger hat geschrieben:
Maledivenmichl hat geschrieben:Ich würde hier gerne zu dem Thema noch mal auf "Schwimmbojen" aufmerksam machen. Schaut vielleicht ein bisschen komisch aus so ein leuchtend orangenes Dings hinter sich herzuziehen beim Schwimmen oder Schnorcheln, aber erstens sehen euch irgendwelche Wasserfahrzeuge (von denen es ja auch immer mehr gibt) besser, und zweitens seid ihr dann ziemlich auf der sicheren Seite falls ihr mal in so eine Strömung kommt.

Hallo Maledivenmichel ,

ich habe mir tatsächlich zwei solche bojen für unseren Urlaub im September zugelegt , Kostenpunkt 29 Euro pro Stück in Gelb.
Sieht sicher komisch aus , aber das ist uns egal. Hilft ja auch wenn man mal einen Wadenkrampf im Wasser bekommen sollte.



LG derrohrleger
Genau deswegen hatten wir die letzte Jahr auch mit und werden sie dieses Jahr ebenfalls wieder mitnehmen. Safety First :D
Zudem haben wir ja auch andere Leute damit rum schwimmen gesehen :wink:
Ein Lächeln kostet nichts und ist so viel wert...

Judomeister
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Judomeister » 09 Jul 2018 21:01

Tux2017 hat geschrieben:Hey Nette79 wann bist du denn dort? Auch im Dezember? Ich habe nun folgendes, was sicher ist denke ich.

Sicher schwimmen
- Anse Source d'Argent
- Anse Severe
- Anse Lazio
- Beau Vallon
- Anse Cocos im Felsenpool (und auch nur dort)
- Anse la Mouche

Nicht ins Wasser gehen würde ich nach heutigem Stand:
- Grand Anse
- Petit Anse
- Anase Patatas
- Anse Cocos (Ausnahme der Felsenpool)
- Anse Intendance
- Bay Lazare

Bei allen anderen bin ich mir noch unsicher....mr.minolta raubt mir ja eine Illusion nach der anderen :wink:
Was ist mit der Anse Bois de Rose?

Judomeister
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Judomeister » 09 Jul 2018 21:14

Werde jetzt in Kürze meine Seychellenreise Buchen
4 Tage Hotel Savoy am Beau Vallon Bay
4 Tage La Dique La Domaine de L Orangerie Anse Severe
4 Tage Praslin Hotel Coco de Mer am Strand Bois de la Rose und Anse Cimitiere

Die Reise soll im März sein
Ich denke da ist das Wasser ruhig .....
An diesen Stränden kann man doch unbedenklich in Wasser gehen ohne Angst vorm ertrinken zu haben?
Oder?
Man kann ja die Gefährlichen Strände meiden
Die Inseln bieten ja jede Menge interessante Eindrücke und Sehenswürdigkeiten

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Anubis
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Anubis » 13 Jul 2018 23:26

Beau Ballon und Anne Severe sind für halbwegs gute Schwimmer sicher. An den beiden anderen war ich noch nicht, habe aber nichts Negatives gehört.
Mahé. Praslin. Silhouette. La Digue. Bird. Cerf. Sea Shell. Maya's Dugong. Life is a journey and experience is more valuable than money.

Nette79
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Nette79 » 06 Aug 2018 13:47

hallo zusammen,
wir kommen gerade aus dem 2 wöchigem urlaub von den seychellen zurück. ich habe hier im vorfeld viel gelesen und recharchiert und bin allen sehr dankbar die hier gute tipps und Informationen weitergegeben haben!

ich hatte durch dieses Forum auch wirklich grossen respekt vorm baden, gerade weil wir 2 kinder dabei hatten und da ist man ja immer doppelt vorsichtig , gerade wenn die strömungen zur zeit echt heftig sind!
aus diesem grund habe ich auch 4 restubes dabei gehabt die wir auch alle immer brav beim schwimmen getragen haben. zur erklärung: das sind kleine beutel mit kurzer schnur, die beim ziehen eine Rettungsboje aufbläst.
https://www.amazon.de/Restube-RC21B-cla ... ds=restube
wir haben sie zum glück nicht gebraucht, sind aber auch nicht weit raus geschwommen und nur an "sicheren" stränden ins wasser... haben uns damit aber doch wohler gefühlt!
wir werden leider so schnell nicht mehr auf die seychellen fliegen und wollen daher 2 unserer restubs gern zum verkauf anbieten.
wíe gesagt, wir haben sie getragen,aber nicht benutzt!
bei interesse gerne melden!
lg, nette

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Suse
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 03 Okt 2018 22:54

Gestern ist ein 55jähriger Deutscher an der Petite Anse auf La Digue ertrunken. Er war in Begleitung seiner Ehefrau und seines 11jährigen Sohnes.

https://www.youtube.com/watch?v=tWvHt8x ... r_embedded

Ab Minute 13:50 kommen Bilder von Augenzeugen, in dem roten Dreieck sieht man einen Einheimischen, der noch versucht hat, dem Mann zur Hilfe zu kommen, er konnte dann aber nicht mehr reanimiert werden.
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Klara
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Klara » 04 Okt 2018 11:07

Danke für den Link, man kann es sich gar nicht vorstellen, sieht so idyllisch aus. Die Gefahr wird aber trotz wiederkehrender Hinweise immer noch unterschätzt.
LG
Klara

TheFish
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von TheFish » 04 Okt 2018 16:32

Als wir das erste mal auf den Seychellen waren, konnten meine Frau und ich nicht wiederstehen an der Grande Anse auf la Digue etwas in den Wellen zu hüpfen. Das Wasser reichte knapp bis zu den Badehosen, also kein Problem dachten wir. Trotz der Warndschilder. Plötzlich zog es uns den Sand unter den Füssen weg und wir verloren den Halt. Zusammen schafften wir es Stück für Stück zurück. Immer wenn eine Welle von hinten kam nach vorne, dann bei der Rückströmung dagegen halten, bis wir erschöpft am Strand lagen. Heute kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln wenn ich zurück denke. Wie naiv konnten wir nur sein! Wir liessen uns einfach von der wunderschönen Kulisse blenden.

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Suse
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 04 Okt 2018 18:30

Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Uwe_Prior
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Uwe_Prior » 04 Okt 2018 23:01

So Leute. Nun haben genug "Strömungsfachleute und Schwimmgegner der Seychellen ihre Meinung abgeliefert.
Daher wird es Zeit auch mal eine Gegenstimme anzustimmen. Ich selbst kann mich nur zu La Digue äußern, da ich ausschließlich, aber nun mittlerweile 6 mal dort war. Die Beiträge handeln ja aber auch nur auf La Digue.
Es wird hier und auch auf den Schildern von "Strömungen" gesprochen. Das erscheint mir, nach zig Stunden an den genannten Stränden die ich dort IM Wasser verbracht habe etwas zu oberflächlich.
Die genannten Strände Grande Anse, Petit Anse und Anse Cocos sind Südstrände und daher dem offenen Meer zugewandt, die Nordstrände sind von Praslin und den vorgelagerten Inseln etwas geschützter. Je nach Gezeit ist aber auch dort ein etwas höherer Wellengang.
Ich bin an den Südstränden (Petit und Cocos) stundenlang, zu verschiedenen Jahreszeiten mit meinem Board in den Wellen gewesen und habe keinerlei "Strömung" festgestellt.
Aber natürlich teils starke Brandung. Wer nun das hin und her der Wellen, das hinausziehen, wenn die Welle sich zurückzieht und das wieder zurückschwappen an den Strand der Welle, als Strömung bezeichnet ist das m.E. falsch. Eine Strömung ist eine konstante Fließrichtung und nicht eine hin und her Bewegung der Wellen. Das ist dann Brandung! Die ist aber sicherlich nicht minder gefährlich!
Die Unfälle die dort immer wieder passieren, begründen sich auf Schwimmer, die von den Wellen hin und her geworfen werden und dann auf Felsen/Steine geworfen werden, was zur Bewusstlosigkeit führt und in der Folge dann zum ertrinken. Im nachhinein kann dann nicht mehr geklärt werden, ob die Kopfverletzung postmortal oder ob die Verletzung erst zum Tod geführt hat.
Gerade an der Anse Petit hat es in Strandnähe viele Felsen im knietiefen Wasser. Das erhärtet die Theorie der Verletzung durch den Wellenschlag und anschließendem Ertrinken.
Also: Bitte das Baden an diesen Stränden nicht grundsätzlich verteufeln, aber eine gewisse Vorsicht ist schon angeraten. Vor allem für schlechte Schwimmer. Das weite hinaus Schwimmen in den Monaten ca. Mai-November sollte aber allenfalls nur Surfern, Bodyboardern und SEHR guten Schwimmern mit Flossen vorbehalten bleiben!
Das ist nichts für Kinder oder unsportliche Mitgenossen!
In den Monaten November bis April ist es durchaus möglich auch an den genannten Stränden zu schwimmen. Allerdings sollte man das nicht verallgemeinern, auch in diesen Monaten könnte eine Schlechtwetterfront (Stichworte Klimawandel od. El Ninó) die Theorie zunichte machen!
Also, Leute. Lasst euch euren Traumurlaub nicht madig machen, durch Horrorgeschichten von alles verschlingenden Strömungen an diesen Stränden.
Es gab und es wird auch immer wieder ertrunkene Menschen dort geben. Das gibt es aber in viel höherer Zahl in deutschen Schwimmbädern auch.
Oder warum sind die Touristen immer in Strandnähe ertrunken und wurden dann von Helfern geborgen, anstatt wie immer wieder behauptet wird, Schuld wären die Strömungen die die Touristen hinaus gesogen haben.....
Dann hätte man nie wieder was von ihnen gefunden.
Und das ist bis dato noch nie passiert.

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Suse
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 05 Okt 2018 12:19

Uwe_Prior hat geschrieben:Das ist nichts für Kinder oder unsportliche Mitgenossen!
Na, gibs zu, das hier, das warst Du! :wink:

Bild

Was dieser Thread in manchen hier so triggert, daß sie sich die Mühe machen, alles weltweit Bekannte über RIP-Currents auseinanderpflücken und widerlegen zu wollen, nur um am Ende dann selbst die gleichen Warnungen über die Buchten zu formulieren, die hier im Thread schon zig mal stehen, kann ich nur vermuten. Das soll kein persönlicher Angriff sein, eher so eine generelle Betrachtung, wem das nützt. Nämlich nur den Personen selbst, die dazwischen die Gelegenheit nutzen, ihre eigene Person darzustellen und wie sie die Gefahren, die La Digue natürlich nur für andere bietet, bewältigen. La Digue erlebt da - so mein Eindruck - gerade einen Hype von Menschen, die nicht mehr die entspannte Lässigkeit der Tropeninsel genießen, sondern vor allem die Risiken schick finden, die mit der speziellen Topographie, die diese Insel aufweist, einhergehen. Weil man die eigene Person davor halt super inszenieren kann. Das war für mich zuletzt genau kennzeichnend für die Atmosphäre auf La Digue, der Coolness-Faktor. Schneller, höher, weiter, ich kenn mich aus, Touristen sind nur die anderen.

Soll jeder so machen wie er mag (wobei es um die Insel, so wie sie früher mal war, schade ist), aber jeder hat das Recht, seinen Urlaub dort so zu gestalten, wie er möchte, solange die Locals es zulassen. Ich hoffe, Du hast weiterhin Glück, meine ich ganz ernst. Denn über Brandungsrückströme und was sie mit Wellen und dem Sog hinaus aufs Meer zu tun haben (oder auch nicht) bist Du anscheinend nicht sehr gut informiert.
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 05 Okt 2018 13:00

Frenki hat geschrieben:
Suse hat geschrieben: Denn über Brandungsrückströme und was sie mit Wellen und dem Sog hinaus aufs Meer zu tun haben (oder auch nicht) bist Du anscheinend nicht sehr gut informiert.
In Nordjütland, an den Stränden des Nationalparks Thy, wurden in den vergangenen 5 (!) Tagen 2 (!) Rettungseinsätze per Helikopter geflogen, um Surfer wieder an Land zu bekommen. So viel zu dieser Gruppierung und ihrer Selbsteinschätzung :shock:
Ich glaub gar nicht mal, daß der Uwe_Prior ein Surfer ist, ich glaub, mit Board ist so ein Bodyboard gemeint, wie es viele dort benutzen. Die Fehleinschätzungen beziehen sich schon allein auf die Behauptung, es könne sich nicht um Strömungen handeln, weil die einen ja aufs Meer rauszögen, und die Strände im Norden seien geschützer von Praslin und den anderen vorgelagerten Inseln. Nur um mal zwei so Aussagen zu nennen. Da ist schon einiges an Unwissen vorhanden, ganz unabhängig von der Selbsteinschätzung. Aber der Thread mit allen ausführlichen Infos ist ja zum Nachlesen da, wer die Beiträge ironisch als die von "Strömungsexperten und Schwimmgegnern" abtut, der hat's halt nicht gelesen, manche wollen auch nix dazulernen, weil sie schon Experten sind. Muß jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn Du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -

Klara
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Klara » 05 Okt 2018 17:52

Uwe_Prior hat geschrieben:
Die Unfälle die dort immer wieder passieren, begründen sich auf Schwimmer, die von den Wellen hin und her geworfen werden und dann auf Felsen/Steine geworfen werden, was zur Bewusstlosigkeit führt und in der Folge dann zum ertrinken. Im nachhinein kann dann nicht mehr geklärt werden, ob die Kopfverletzung postmortal oder ob die Verletzung erst zum Tod geführt hat.
Also ich bin ja absoluter Pragmatiker. Da ist einer in einer idyllisch wirkenden Bucht ertrunken, das schärft mein Urlauberauge. Ob eine Kopfverletzung dann postmortal oder todesursächlich war empfinde ich als eher akademische Fragestellung, so elegant es auch formuliert ist :mrgreen:
LG
Klara, die auch mal an so einem Schild stand und dacht, och, mir ist ja so warm ich kann ganz gut Schwimmen, sieht ja absolut ruhig aus,... aber den vernunfgesteuerten Göttergatten am Hacken, der dann lautstark darauf hinwies, wie blöd das wäre, so eine Warnung als jemand, der wirklich nur mal kurz da ist und die Gegebenheiten gar nicht kennt, zu ignorieren. Tja, ich war dann zwar maulig, aber Recht hatte er wohl schon.

Uwe_Prior
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Uwe_Prior » 05 Okt 2018 22:37

Hey Leutchen! Ihr habt ja recht. Wem es zu gefährlich erscheint, an den besagten Stränden ins Wasser zu gehen, der soll es lassen.
Aber ohne selbst dort im Wasser geschwommen zu sein, allen anderen zu erklären, dass es absolut lebensgefährlich ist, sich dem Meer auch nur bis zu den Knöcheln zu nähern grenzt schon an Selbstironie.......
Ich war an der Grande Anse und Petit Anse schon Stundenlang mit meinem Board in den Wellen. Das zeichnet mich dann aber schon als einen Menschen aus, der das durchaus beurteilen kann. Und wie gesagt, ich war zu verschiedenen Jahreszeiten nun schon 6 mal für zwei Wochen auf La Digue. Eine weitere Reise im November und im nächsten Jahr Mai ist auch schon gebucht. Das bedeutet ich war schon mindestens 60 mal an den besagten Stränden zum Boarden. Das sollte mich schon als jemanden ausweisen, der weiß wovon er spricht und ich werde mich nicht von Leuten belehren lassen, die nur wenige Tage auf La Digue verbringen und dann solche Statements von sich geben, als ob sie sich an diesen Stränden und deren "Strömungen" genau auskennen.
Am Mittwoch, 04.10.2018 ist erneut ein Mann an der Petit ertrunken. :-( R.I. P.
Und ich wage es wieder zu prognostizieren: Er wurde von den Wellen erwischt, ist auf die Felsen geschleudert worden und aufgrund der Bewusstlosigkeit ertrunken.
Das hat dann aber erneut wieder nichts mit Strömungen zu tun, sondern Brandung!
Und: Wer genau hin sieht, wird erkennen, dass diese riesigen Schilder immer an Stränden angebracht sind, an denen es starke Brandung UND Felsen im Wasser gibt!
Das erweckt in mir den Verdacht, dass es sich das Gouverment einfach machen will mit der Sicherheit an den Stränden. Ein Schild kostet einmalig einige wenige tausend Rupies, Bademeister ein Tausendfaches jeden Monat!
Wenn dann doch mal was passiert, dann kann die Behörde sagen: "Sie haben die Schilder ignoriert." Und ist somit fein raus.
Und mal ehrlich: Wegen EINEM ertrunkenen Tourist im Jahr, je schlimm das auch sein mag, gleich alle Strände zu sperren oder zu erklären, es sei lebensgefährlich dort ins Wasser zu gehen ist mehr als übertrieben.
In Deutschland ertrinken jährlich etwa 500 Menschen, sollen wir deshalb zur Sicherheit in Zukunft alle Strände, Badeseen und Schwimmbäder schließen?
Und bei uns ist nicht 365 Tage im Jahr Badewetter.
Wie erwähnt. Ich habe gar nichts gegen Menschen die vorsichtig sind und nicht ins Wasser springen wollen. Das ist deren Entscheidung.
Aber der Tenor der meisten Posts hier ist "Bloß nicht auf den Seychellen ins Meer zum baden gehen"
Und das gänzlich falsch!

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