Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Alles rund um die Seychellen
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Klara
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Klara » 01 Jun 2018 17:56

Danke für den Link, schön, wenn der Einsatz doch gewürdigt wir.
LG
Klara

Maledivenmichl
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Maledivenmichl » 20 Jun 2018 10:05

mr.minolta hat geschrieben: Beide Personen bewegten sich zu diesem Zeitpunkt im Bereich eines möglichen Brandungsrückstroms ("Rip-Current"), der eindeutig häufigsten Ursache für den Ertrinkungstod auf La Digue. Auf dem folgenden Foto habe ich versucht, den Verlauf der Wasserbewegungen zu markieren. Das auch im zentralen Bereich (1) auflaufende Wasser kann bereits auf dem Strand nicht in selber Richtung zurückfließen, deutlich erkennbar an der dreieckigen Sandanschwemmung. Der wesentliche Abfluß liegt folglich links und rechts davon (2+3) und bildet anschließend einen potentiellen Rückstrom in's tiefere Wasser. In Verbindung mit den für diesen Strand typischen Unterwasserblockaden durch Riffe und Felsen besteht somit die Gefahr der Rip-Strömung. Auch in diesem Fall blieben beide Personen unversehrt, nachdem die Frau schließlich ein ungutes Gefühl bekam und ihren Mann wild gestikulierend zum Verlassen des Wassers aufforderte.


Bild
DAS ist genau die Stelle wo ich damals mit meiner Freundin fast ersoffen wäre (wie von dir in diesem Thread ein zwei mal zitiert). genau da wo Pfeil 1 ist. Da gibt es einen Rückstrom, der dich 10 Meter pro Wellenbewegung aufs Meer rauswirft und runterzieht.

Ich war da ohne scheiß selber nur kniehoch im Wasser, aber meine Freundin meinte sie müsste ein paar Meter schwimmen, obwohl ich sie dauernd gewarnt habe.

Das ist selbst fast zehn Jahre danach immer noch ein traumatisches Erlebnis für mich, über das ich kaum mit Leuten reden kann. Mir stockt da immer die Sprache. Schwer zu erklären. Mir kommt immer dieser Moment hoch, wo ich mir damals dachte "das war's" und dann kann ich nix mehr sagen.

Ohne "Baywatch-Boje" oder ähnliches würde ich dort nicht mehr ins Wasser gehen.

Aber ich muss sagen, ich gehe seitdem eigentlich generell kaum noch ins Wasser wenn ich am Meer bin.
Das hat mich echt verändert.
mr.minolta hat geschrieben: Wie Du schon sagst, gerät der Kopf dabei immer wieder unter Wasser, spätestens mit der nächsten Welle, die sich über Dir bricht. Du schluckst ständig Wasser, bekommst Panik, hyperventilierst bei vorübergehend ausreichendem Luftkontakt und verlierst dabei kontinuierlich an Kraft und irgendwann auch das Bewußtsein. Die nächste Welle ist vielleicht besonders groß und drückt Dich in einer typischen Rotationsbewegung bis auf den Grund. Ein Teufelskreis, dem kaum einer entkommen kann.
Ja, genau so ist es.

Du bist auf einmal weit weg vom Strand, und irgendwas zieht dich raus und runter. Du versuchst mit aller Kraft dagegen anzuschwimmen, aber die verlässt dich dann relativ schnell. Du merkst dass es immer schwieriger geht, und dass du eigentlich keine Chance mehr hast und weißt, dass du gleich tot sein wirst und nichts dagegen machen kannst.

Ich verdanke diesen zwei Schweizern mein Leben. Ohne die hätte ich (und meine Freundin) es nicht geschafft.
Die wussten Gottseidank genau was zu tun war. Haben mich auf Abstand gehalten, damit ich sie nicht mit runterziehe, aber haben mich gleichzeitig immer wieder mal gepackt und mit kräftigen Schwüngen in Richtung Strand gefördert. Irgendwann hatte ich dann wieder festen Boden unter den Füßen. Aber schon eigentlich keine Kraft mehr.

Diese letzten Meter waren echt die Hölle. Mir war schwarz vor Augen, und ich wollte nur noch umfallen. Hab's dann noch irgendwie mit allerletzter Kraft soweit an den Strand geschafft, dass mein Gesicht wenigstens aus dem Wasser war. Und da lag ich dann ne Viertelstunde und hatte nen halben Kollaps. Und wie ich damals beschrieb, noch ne Stunde dann im Schatten am Felsen und hab wie ein Irrer gejapst.

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mr.minolta
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von mr.minolta » 20 Jun 2018 19:17

Hallo Michl,

es freut mich, nach all den Jahren hier nochmal von Dir zu hören, auch wenn der Anlaß dafür im Ursprung ein traumatisches Erlebnis für Dich war.

Dein "Überlebensbericht" hat mich damals sehr beeindruckt und nachhaltig das Interesse für die Zusammenhänge der Hydrodynamik und der sich vor allem auf La Digue häufenden Todesfälle geweckt. Das führte später zu diesem Thread, der, gemessen an den hiesigen Verhältnissen, eine mittlerweile gigantische Zahl von Zugriffen aufweist, was hoffen läßt, das Bewußtsein für die Gefahren beim Baden auf den Seychellen geschärft zu haben.

Wenn Du mich fragst, gehört Dein Bericht hier ganz oben und für immer angepinnt.
Maledivenmichl hat geschrieben:Du merkst dass es immer schwieriger geht, und dass du eigentlich keine Chance mehr hast und weißt, dass du gleich tot sein wirst und nichts dagegen machen kannst.
Die Worte eines Seychellen-Urlaubers, der nur bis zu den Knien im Wasser stand.

Seid vorsichtig!!
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matthias84
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von matthias84 » 20 Jun 2018 22:11

Versteht mich bitte nicht falsch, aber wer auf La Digue vorallem an der Grand - und Petite Anse baden, schwimmen oder wie auch immer geht, sollte sich der Gefahren dort bewusst sein.

Ich habe hier mittlerweile das Gefühl , dass baden, schwimmen , schnorcheln und tauchen auf den Seychellen besonders gefährlich sei.

Das ist es meiner Meinung nach absolut nicht so!
Vorallem unter der Vorraussetzung dass man weiss wo und wann schwimmen ...und wie man sich im "Notfall" verhalten sollte.
Das scheinen aber viele Touristen nicht zu wissen.

Wie gesagt, Grand- und Petite Anse auf La Digue sind "problematisch" , Anse Intendance auf Mahé usw....aber wenn man ehrlich ist, sind alle "gefährlichen" Strände bekannt.

Ich bin mehr oder weniger gerade wieder von meiner Zeit auf Curieuse zurück...
Dort bin ich mehrfach um die komplette Insel geschnorchelt , plus Abstecher nach Booby Island. Keine Ahnung wo das Problem ist.

Ich kann jedenfalls nicht verstehen und akzeptieren dass hier so getan wird, dass es auf den Seychellen besonders gefährlich ist.

Ohne genaue Zahlen zu kennen, gehe ich davon aus dass letztlich die Menschen selbst Schuld waren....sei es ertrinken oder irgendeine Hai Attacke.

Meiner Meinung nach...Schwimmen, Schnorcheln usw. auf den Seychellen absolut kein Problem. ABER !!! Informiert euch vorher.

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Suse
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 20 Jun 2018 22:24

matthias84 hat geschrieben: Das scheinen aber viele Touristen nicht zu wissen.
Zum einen das, zum anderen gibt es auch viele, für die das Risiko anscheinend erst den Coolnessfaktor bringt und das Schwimmen an der Grand Anse und Konsorten überlebt zu haben zum La Digue-Experten adelt. Ich verweise immer wieder gern auf den hingekritzelten Kommentar auf dem Warnschild an der Cocos.
matthias84 hat geschrieben:Meiner Meinung nach...Schwimmen, Schnorcheln usw. auf den Seychellen absolut kein Problem. ABER !!! Informiert euch vorher.
Genau. Und nichts anderes passiert ja hier.
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mr.minolta
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von mr.minolta » 20 Jun 2018 22:36

matthias84 hat geschrieben:Das scheinen aber viele Touristen nicht zu wissen.
Genau deshalb gibt es dieses Thema hier.
... Curieuse ...
Dort bin ich mehrfach um die komplette Insel geschnorchelt ... Keine Ahnung wo das Problem ist.
Keine Ahnung von "dem Problem" hatte auch dieser Urlauber, als er kürzlich vor Curieuse ertrank:
Diesmal war es ein 58jähriger Russe, der gestern im Wasser zwischen Praslin und Curieuse um's Leben gekommen ist und kurz darauf unter Beteiligung der dortigen Wildhüter geborgen wurde.
http://www.seychellesnewsagency.com/art ... police+say

Du scheinst die Beiträge hier nicht wirklich gelesen zu haben, anderenfalls solltest Du mit dem Verständnis des Problems kein Problem haben. Und die Insel Curieuse mit ihrer Küstenlänge von ca. neun Kilometern gleich mehrfach, also mindestens zweimal zu umschnorcheln, kommt der Wettkampfleistung eines Iron Man gleich. Solltest Du das tatsächlich geschafft haben, bist Du wohl ein Extremsportler, für den dann eigene Gesetze gelten?

Auch wenn Schnorcheln etwas ganz anderes als Schwimmen und Baden ist...
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matthias84
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von matthias84 » 21 Jun 2018 09:34

@ Suse

Du hast vollkommen Recht, dass sich viele unnötig selbst in Gefahr bringen. Und das aus falscher "Coolness" ist halt schon dämlich.
Trotzdem natürlich tragisch wenn etwas passiert.
Ich selbst gehe an entsprechenden Stränden erst gar nicht in Wasser.

@ Mr. Minolta

Ich bin absolut kein Extremsportler...ich bin auch nicht direkt mehrfach um Curieuse , sondern an verschiedenen Tagen jeweils 1X geschnorchelt.
Und ich muss zugeben...ohne Flossen wäre das schief gegangen.


Ich habe mich gestern aber wohl auch ein Stück weit falsch dazu geäußert.
Selbstverständlich habe ich Verständnis für das Problem und es ist auch super, dass hier darüber infomiert wird.
Das ist etwas was in den meisten Reiseführern leider gar nicht, oder nur sehr kurz am Rande, erwähnt wird.

KimJ
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von KimJ » 21 Jun 2018 10:49

Ich bin ganz neu hier im Forum deswegen erst mal ein allgemeines Hallo in die Runde.

Ich fliege Mitte Juli für 10 Tage auf die Seychellen (Flitterwochen) und die Reise wird sich (vermutlich, außer wir machen einen Tagesausflug) auf Mahe beschränken.
Wir werden die gesamte Zeit im Kempinski am Baie Lazare sein, und daher nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich hatte schon vorher gelesen, dass die Strände auf den Seychellen teilweise sehr gefährlich sind, aber so richtig 'wachgerüttelt' hat mich erst dieser Thread. Wie sieht es denn mit dem Baden am Baie Lazare, eurer Erfahrung nach, aus? Bisher habe ich gelesen das man dort eher problemlos baden kann, frage mich aber nun, ob das so richtig ist.

Viele Grüße KimJ.

Maledivenmichl
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Maledivenmichl » 21 Jun 2018 12:41

mr.minolta hat geschrieben:Hallo Michl,


es freut mich, nach all den Jahren hier nochmal von Dir zu hören, auch wenn der Anlaß dafür im Ursprung ein traumatisches Erlebnis für Dich war.
Hallo Mr. Minolta,
freut mich auch mal wieder hier zu sein... :)
Bin eigentlich hier weil ich gucken wollte was aus La Digue geworden ist, und hier weiß ich dass ich ehrliche und erfahrene Stimmen höre zu dem Thema.
mr.minolta hat geschrieben: Die Worte eines Seychellen-Urlaubers, der nur bis zu den Knien im Wasser stand.
Ganz so war es aber nicht. Ich selber war halt sehr vorsichtig, und bin nur bis zu den Knien ins Wasser. Meine an sich ganz gut schwimmende Freundin ist zwei oder drei Meter rausgeschwommen, und zu der Stelle rüber wo dein Pfeil 1 hinzeigt. Ich hab gesehen, dass sie gerufen hat und etwas in Schwierigkeiten war, und hab dann den Fehler gemacht auch rüberzuschwimmen und den festen Boden unter den Füßen zu verlassen.

Ab da war dann innerhalb von Sekunden dann Todeskampf angesagt. Das geht echt so schnell, man glaubt es kaum.
matthias84 hat geschrieben: Versteht mich bitte nicht falsch, aber wer auf La Digue vorallem an der Grand - und Petite Anse baden, schwimmen oder wie auch immer geht, sollte sich der Gefahren dort bewusst sein.

Ich habe hier mittlerweile das Gefühl , dass baden, schwimmen , schnorcheln und tauchen auf den Seychellen besonders gefährlich sei.
Ich finde da muss man differenzieren.
Ich bin kein besonders guter Schwimmer, aber ich persönlich fühle mich auch bei etwas bewegterem Wasser mit Flossen und Schnorchel absolut sicher. Und das hätte ich auch an der Petite Anse getan.

Aber ohne Hilfsmittel, und wenns nur ein aufgeblasene Plastiktüte von Aldi gewesen wäre bist du da ratzfatz in einer Situation die du nicht unter Kontrolle hast. Dir schlägt ein zwei mal ne Welle über den Kopf, du wirst raus- und runtergezogen, und gerätst in Panik, atmest falsch, verbrauchst zu viel Energie, fängst an unterzugehen.

Ich sage ja nicht, dass das an jedem Strand auf La Digue so wäre. Die Source mMn ist total ungefährlich zB. und ich behaupte nicht mal, dass die komplette Anse Petite eine einzige Todesfalle wäre. Aber diese Stelle wo Mr.Minolta Pfeil 1 auf seinem Foto angebracht hat besitzt definitiv diese tückische Rückströmung, und wenn du kein guter Schwimmer bist kannst du da draufgehen.

Als ich nach dem Vorfall an dem Felsen gelehnt da ne Stunde japsend und hyperventilierend stand, kam irgendwann ein anderer deutscher Urlauber zu uns rüber. Athletischer Typ, ca Mitte 20. Der meinte er hat das mitbekommen, war aber selber in der Strömung ein paar Meter weiter gefangen. Und er hat mehrere Minuten gebraucht dort wieder rauszukommen. Aber er meinte auch, er sei eigentlich ein erfahrener Vereinsschwimmer, hat diverse Strömungen schon erlebt, und selbst er fand das nicht ohne und etwas beängstigend.

Ich hab unfassbar viel Glück gehabt.
matthias84 hat geschrieben: Das ist es meiner Meinung nach absolut nicht so!
Vorallem unter der Vorraussetzung dass man weiss wo und wann schwimmen ...und wie man sich im "Notfall" verhalten sollte.
Das scheinen aber viele Touristen nicht zu wissen.
Ja, tun sie oft nicht.
Und selbst wenn sie es tun, kann es blöd laufen.
matthias84 hat geschrieben: Wie gesagt, Grand- und Petite Anse auf La Digue sind "problematisch" , Anse Intendance auf Mahé usw....aber wenn man ehrlich ist, sind alle "gefährlichen" Strände bekannt.
Ich geb dir recht. Gibt viele Strände auf den Seychellen die wirklich ruhig sind.
Anse Source, Anse Volbert auf Praslin, etc.
matthias84 hat geschrieben: Ohne genaue Zahlen zu kennen, gehe ich davon aus dass letztlich die Menschen selbst Schuld waren....sei es ertrinken oder irgendeine Hai Attacke.
Sorry, das finde ich einen extremst dummen Satz.
matthias84 hat geschrieben: Meiner Meinung nach...Schwimmen, Schnorcheln usw. auf den Seychellen absolut kein Problem. ABER !!! Informiert euch vorher.
Schnorcheln sicher nicht.
Schwimmen an bestimmten Stränden.

Bei den gefährlichen Stränden sollte man wirklich nur mit Boje, Flossen, oder ähnlichem ins Wasser.

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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 22 Jun 2018 21:41

KimJ hat geschrieben:Wie sieht es denn mit dem Baden am Baie Lazare, eurer Erfahrung nach, aus? Bisher habe ich gelesen das man dort eher problemlos baden kann, frage mich aber nun, ob das so richtig ist.
Hallo Kim,

die Baie Lazare ist ein wunderschöner Strand, auch gut zum Schwimmen. Ich kenne aber nur den öffentlichen Teil, also nicht den vorm Kempinski.
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von mr.minolta » 23 Jun 2018 01:22

KimJ hat geschrieben:... die Strände auf den Seychellen teilweise sehr gefährlich ...
Persönlich kenne ich die Baie Lazare nicht, jedoch sind auch hier bzw. im angrenzenden Distrikt in den letzten Jahren mehrfach Menschen ertrunken:

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... ain+island

http://www.seychellesnewsagency.com/art ... Seychelles

Andererseits sind dort zahllose Leute im Wasser gewesen und leben immer noch. Das heißt, wie in allen übrigen Fällen auch, aber nicht, daß nichts passieren kann! Auch übertriebene Vorsicht kann nie schaden und wachgerüttelt zu werden, ist der Sinn dieses Threads.

Schwimmen und Baden auf den Seychellen ist und bleibt an zahlreichen Stränden kritisch bis lebensgefährlich.
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Suse » 23 Jun 2018 08:13

mr.minolta hat geschrieben: im angrenzenden Distrikt in den letzten Jahren mehrfach Menschen ertrunken:
Ja, stimmt, das ist für Seychellenerstreisende vielleicht mißverständlich. Die Namen der Buchten meinen oftmals auch gleichzeitig den Namen eines Ortes oder eines Distrikts, die sich um diese Bucht herum befinden.

Im Distrikt Baie Lazare gibt es durchaus Buchten, wo das Schwimmen nicht ungefährlich ist, das kann sich, wie auf allen Seychelleninseln, ja entlang der Küstenlinie innerhalb von wenigen hundert Metern komplett ändern.
Die Baie Lazare selbst ist eine langgezogene Bucht mit relativ flachem Wasser, von daher gehe ich davon aus, daß sie vorm Kempinski auch so ist, aber selbst gewesen bin ich dort nicht.
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Elisa » 23 Jun 2018 17:56

Die Baie Lazare ist eine wunderschön anzusehende Bucht. Das südliche Ende, Anse Gaulettes, ist extrem flach, doch optisch wohl am schönsten. Der Mittelteil von Baie Lazare, der Val Mer Strand, ist meiner Meinung nach am besten zum Baden geeignet, wenn auch nur bei Flut. Der nördliche Teil, der Bereich beim Kempinski, hat etwas gröberen Sand und fällt am Wassersaum ziemlich ab, sodass man da nicht angenehm laufen kann. Diese Beobachtungen liegen allerdings schon paar Jahre zurück, vielleicht ist es heute etwas anders. Wir wohnten damals im Hotel Lazare Picault am Südende von Baie Lazare und sind oft mit dem Ziel Anse Petite oder Anse Soleil an diesen Stränden entlang gegangen. Das Kempinski gab es noch nicht, dafür stand dort der Plantation Club - man konnte ohne Weiteres über den Hotelstrand gehen und dann über die Berge zu den anderen Stränden. Das ist vielleicht heute auch nicht mehr möglich.
Übrigens: Anse Petite (Mahé!) und Anse Soleil eignen sich hervorragend zum Schwimmen und Schnorcheln.

KimJ
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von KimJ » 23 Jun 2018 18:11

Vielen Dank für eure Antworten. :)
Das bestätigt grundsätzlich den Eindruck den ich hatte, aber eine gewisse Vorsicht sollte man beim Baden natürlich sowieso immer an den Tag legen, das habe ich schon als Kind gelernt (ich wohne an der Ostsee).

Maledivenmichl
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Re: Schon wieder ein Tourist beim Baden ertrunken

Beitrag von Maledivenmichl » 25 Jun 2018 09:46

Ich würde hier gerne zu dem Thema noch mal auf "Schwimmbojen" aufmerksam machen. Schaut vielleicht ein bisschen komisch aus so ein leuchtend orangenes Dings hinter sich herzuziehen beim Schwimmen oder Schnorcheln, aber erstens sehen euch irgendwelche Wasserfahrzeuge (von denen es ja auch immer mehr gibt) besser, und zweitens seid ihr dann ziemlich auf der sicheren Seite falls ihr mal in so eine Strömung kommt.

Einfach dran festhalten, und in Ruhe wieder zurück zum Strand paddeln mit wesentlich weniger Kraftaufwand. Und bei manchen könnt ihr sogar eure Wertsachen darin mitnehmen wenn ihr Schwimmen geht. Was ja leider auch immer öfter ein Thema wird...

Kostet ab 15 Euro, nimmt kaum Platz weg im Gepäck da aufblasbar, und rettet vielleicht euer Leben oder zumindest eure Geldbörse irgendwann mal. ;)

Liebe Grüße,
Michl

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