Zu den anderen Teilen meines Reisetagebuches:
---> Teil 1, Mahé
---> Teil 3, La Digue
13.04.2009
Ruhige See, angenehme Überfahrt. Allerdings scheint aus der Klimaanlage innerhalb der Cat Cocos auch ein leichter Dieselduft herauszukommen. Die Gepäckausgabe ist etwas schwierig, weil das Gepäck der nächsten Passagiere dicht am Eingang steht und zu wenig Platz für das auszuladende Gepäck bleibt. Mein Taxi ist da, die Fahrt kostet 300 Rp.
Das Zimmer in der Villa Manoir ist deutlich kleiner, vom Zuschnitt aber ok. Die Fugen zwischen den Deckenplatten sind deutlich sichtbar. Im Bad kein Duschvorhang, ein großes Stück des Spiegels herausgebrochen. Und vor der Zimmertür sieht es auch nicht sehr einladend aus. Überall prangen kleine Plakate, dass sie 2007 für einen Award für "Commitment in Quality, Leadership, Technology and Innovation" vorgeschlagen wurden.
Schnell auspacken, Wertsachen im Büro-Safe einschließen lassen und dann ab zur Anse Lazio. Untewegs nimmt mich mein Taxifahrer mit, er will am Strand eine lange Pause machen. Heute gefällt mir die Anse Lazio deutlich besser, obwohl mehr Leute als letztes Jahr dort sind und auch einige Boote in der Bucht ankern. ja so stelle ich mir einen Traumstrand vor! Ich schnorchle an den Felsen auf der rechten Seite. Jede Menge Fische, auch viele kleine, eine richtige Fischkinderstube. Auch hier sind die Querstreifensearganten frech und versuchen mich anzuknabbern. Nach 2 Stunden ist der Akku leer, Zeit zur Rückkehr. Wirklich gute Fotos sind wie schon üblich nur wenige dabei.
Als ich mein Zimmer zum Abendessen verlassen will, schauen mich zwei Augen an und kurz darauf werde ich von einer großen Nase beschnuppert. Ein deutscher Schäferhund namens Rocky, der Hund der Familie.
Es gibt Smoked Fish mit Salat als Vorspeise, Parrot-Fish mit Reis und Papayasalat und als Dessert gezuckerte Avocadostreifen. OK, ich bin von der Choice Villa ein wenig verwöhnt und die Vorbereitungszeit war kürzer als normal.
Ich will noch einmal mein Glück mit dem Mondaufgang versuchen. Rocky begleitet mich, mal schnuppert er hier, mal setzt er seine Duftmarken dort, um dann in Windeseile wieder zu mir aufzuschließen. Aber er atmet teilweise auch schwer, scheint nicht mehr der Jüngste zu sein. Am Strand geht er prompt ins Wasser und schüttelt sich vor meiner Kameraausrüstung. Gut, dass mein Stativ aus Karbonfasern besteht. Leider keine Gelegenheit für ein paar Aufnahmen.
Vom Grundstück nebenan bellen zwei Hunde, aber die sind ansonsten harmlos. Ganz anders die beiden, die von einem Grundstück mit einem abrissreifen Haus auf die Straße kommen. Das klingt mehr nach Knurren als nach Bellen. Auch Rocky bleibt nun ganz in meiner Nähe und schaut sich regelmäßig um, ob ich noch weitergehe. Mein Stativ habe ich vorsichtshalber nicht zusammengeschoben. Das kräftige Licht meiner Taschenlampe hält die beiden auf Distanz, Rocky und ich kommen unbeschadet zurück. Aber so ganz ohne ist es nicht, im Dunkeln auf Praslin unterwegs zu sein!




















