31.03.2009Wieder ein schoener Morgen. Um 8 Uhr sind es 28 Grad im Schatten, durch den Wind angenehm. Einen Stunde spaeter schon knapp 30 Grad. In Victoria will ich in ein Schreibwarengeschaeft, hoffe einen dunklen Schnellhefter aus Plastik und Klebeband kaufen zu koennen, um daraus eine Sonnenblende fuer die Unterwasserkamera zu basteln.
Dabei mache ich Bekanntschaft mit der Ordnungsmacht in Form von zwei Polizistinnen. Fuer die Huteau Lane (dort ist das Cosmorama) benoetigt man ein Parkticket. Ich sehe aber keine Automaten, einer der Kunden in Cosmorama kennt sich auch nicht aus. Aslo frage ich die Polizistinnen, die ich am Strassenanfang sehe. Die Parktickets muss man in einem Geschaeft kaufen. Doch im Cosmorama sind 5 Kunden vor mir an der Kasse. Inzwischen naehern sich die Polizistinnen meinem Mietwagen. Ich also wieder aus, erklaere ihnen, dass andere Kunden vor mir an der Kasse stehen. Sie schicken mich um die Ecke ins JD's, dort ist es leer, ich bekomme mein Parkticket fuer 2 Rp und laufe damit zurueck. Eine Polizistin kreuzt mir noch Datum und Uhrzeit an, dann kommt es wie bei uns hinter die Windschutzscheibe. Nun habe ich Zeit fuer meine Einkaeufe.
Als naechstes geht es die Sans Souci Road hoch - meine Begleiterin will zu "Lilly Moon". Gar nicht so einfach zu finden, denn am Eingang steht "Everglow Health Center" und es wird kraeftig gebaut, ein Teil sind etwas heruntergekommen aus. So erkennen wir es zunaechst nicht. Innen ein heller Raum, teilweise weisse Schraenke, es duftet angenehm, die Temperatur ist angenehm, die Musik entspannend. man bekommt hier Duftkerzen, Dftoele, Raeucherstaebchen, esoterische Literatur, aber auch Koerperpflegeprodukte auf pflanzlicher Basis und Baumwollhandtuecher (letztere in guter Qualitaet zu einem guenstigen Preis, bei den anderen Artikeln weiss ich es nicht).
Weitere Haltestation: Mission Lodge. Sie ist definitv zugaenglich. Wie mir Cecile erzaehlt, ist auch nicht klar, ob der russische Investor ueberhaupt dort etwas bauen darf. Es gibt anscheinend Bestrebungen, dass er das Grundstueck an den Staat zurueckgeben soll. Einige der Drachenblutbaeume sind tatsaechlich tot, sogar die Wurzeln am zerfallen. Bei anderen wurden Aeste abgeschnitten, die ueber den Weg hingen. Aber die Allee gibt es immer noch, auch wenn sie vielleicht nicht mehr so schoen aussieht. Und die Aussicht am Ende des Weges ist einfach phantastisch!

Nun ab nach Port Launay. Immer wieder kann man vom Auto aus einen Blick auf das Meer und die Inseln Therese und Conception erhaschen. Die Frage, ob man bis zur Baie Ternay durchfahren ka\nn, kann ich derzeit nicht beantworten. Die Aussage eines einglischen Touristen an diesem Tage war, dass man bis zum Schlagbaum fahren und dann wenden koenne. Lt. einem Europaer, der schon laenger auf den Seychellen wohnt, waere das ehemaligeNational Youth Center nur noch eine Ruine und man koenne durchfahren. Doch daruaf verzichten wir dankbar, als uns ein zweites Auto entgegenkommt und mich zwei Leute daran vorbeilotsen und nur noch 10 cm Platz zwischen Reifen und der Strassenkante waren.
Das Wasser bei Port Launay ist echt truebe, teilweise gerade 2 m Sicht. Auf dem seegrasbewachsenen Grund sehe ich einen grossen Trompetenfisch. Am den Felsen dann eine Gruppe von drei Halfterfischen, die sich gut fotografieren lassen. Dabei ist die ganze Zeit das Knistern zu hoeren, wie Papageienfische die Korallen zerkleinern. Und ein frecher Putzerfisch knabbert mich immer wieder an. Es ist aber nicht einfach, in dem seichten Wasser zwischen den Korallen zu manoevrieren.
Ich versuche noch, den Strand nach links zu den felsen zu laufen und von dort zu schnorcheln. Aber hier ist korallenmaessig alles tot. Dafuer viele Pflanzen, wenn die Sonne scheint, steigen Gasblaeschen auf. Fische findet man hier. Auch einen Schwarm ganz winziger Exemplare, aber damit hat der Autofokus Probleme. Als ich mich dem Korallenberich von nun der Rueckseite naehere, wird das Wasser wieder truebe und deutlioch kaelter. Also zurueck und raus. Auf dem Rueckweg sehe ich auch hier einen Feuerfisch, er versteckt sich groesstenteils in einer Hoehle, also besser weg und raus aus dem Wasser.
Bei Port Launay haben sogar zwei Polizisten Dienst. Man kann ihnen sein Gepaeck zur Bewachung geben. Bis 17 Uhr, dann ist Feierabend. Einheimsiche knachen Kokosnuesse, sie bieten mir ein grosses Stueck an, innen hat sich bereits eine dickere weisse Schicht gebildet. Unterhalte mich nett mit einem der Maenner.
Zurueck zur Choice Villa, diesmal ueber La Misere, weil wir die Sans Souci Road irgendwie nicht erkennen. Das Le Meridien Barbados Beach gefaellt mir nicht, wirkt wie ein grosser Klotz in der Landschaft. Unterwegs treibt ein Einheimischer seine Rinderherde ueber die Strasse. Abends wieder zum Cocktail ins Fishermen's Cove - Internet funktioniert zwar, aber ich kann das Seychellen-Forum nicht aufrufen. Also keine Infoweitergabe in Sachen Mission Lodge, quasi eine Mission Impossible ...
Dann gegen den kleinen Hunger mit Brigittes Freunden ins Baobab, fuer's Boathouse ist es inzwischen zu spaet. Man sitzt zwar etwas eng und ungequem, aber eine Pizza Funghi fuer 70 Rp ist preiswert und schmeckt sehr gut, 30 Rp fuer ein Seybrew sind ebenfalls ok. Anschliessend muss in der Choice Villa endlich der 2005er Roja dran glauben, ja ein gutes Stoeffchen ...