1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

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Apoc991
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1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon Apoc991 » 29 Apr 2018 10:54

Hallo zusammen,

ich bin der Philipp und möchte mich mit dem folgenden Reisebericht auch mehr oder minder vorstellen.

Wie auch daraus hervorgeht war es unser 1. Urlaub auf den Seychellen, wobei wir uns hier auf die beiden Inseln Praslin und La Digue beschränkt haben.
Die Reise zu den Seychellen war für meine Freundin und mich ein lang gehegter Wunsch, eigentlich seitdem wir uns kennen.

Nun aber zum eigentlichen Bericht:

Reisebericht Seychellen 2018

Ablauf:
Reiseanbieter: My Seychelles
Abflug von MUC mit Emirates am 13.04. um 15:40 Uhr; Airbus A380
Zwischenlandung Dubai 23:45 Uhr, Abflug mit Boeing 777 um 02:10 Uhr
Landung auf Seychellen am 14.04. um 06:45 Uhr
Abfahrt mit Fähre Cat Cocos nach Praslin um 11:30 Uhr
Transfer zur Unterkunft L'Hirondelle, 5 Übernachtungen
Transfer zum Hafen und Überfahrt nach La Digue am 19.04. um 11:30 Uhr
Transfer zur Unterkunft Mills Complex, 7 Übernachtungen
Transfer zum Hafen und Überfahrt nach Mahe (über Praslin) am 26.04. um 16:00 Uhr
Ankunft Mahe Airport um 19:00 Uhr
Abflug von den Seychellen mit Emirates am 26.04. um 23:50 Uhr; Boeing 777
Zwischenlandung Dubai 04:20 Uhr, Abflug mit Airbus A380 um 08:50 Uhr
Landung in MUC am 27.04. um 13:15 Uhr

Reisebericht:
Wie schon bei unseren letzten beiden Reisen sind wir wieder vom Münchner Flughafen mit Emirates in den Urlaub gestartet. Los gings mit einem der moderneren A380 Richtung Dubai und nach einem kurzen Zwischenstopp mit der Boeing 777 weiter nach Mahe. Gerade im direkten Vergleich ist der A380 schon um einiges komfortabler. Bereits um 7:30 Uhr hatten wir unser Gepäck und wurden auch schon von der Reiseleitung vor Ort in Empfang genommen und durch den Fahrer zum Hafen transportiert.
Dort angekommen wurde uns mitgeteilt, dass die nächste Fähre erst um 11:30 ablegt und wir somit noch die Hauptstadt besichtigen können. Ziemlich geplättet von der Anreise sowie der Temperaturen haben wir kurz beim Glockenturm und dem Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market angesehen und noch die Trinkwasser-Reserven aufgefrischt.
Nach überstandener Wartezeit ging es dann mit der Fähre weiter nach Praslin. Der Seegang war zwar wohl nicht so dramatisch, dennoch hat meine Freundin die Fahrt auch bedingt durch die lange Anreise nicht sonderlich genossen, weshalb wir beim nächsten Mal das Flugzeug in Erwägung ziehen würden. Auf Praslin wurden wir bereits von unserem Fahrer erwartet, der uns auch direkt zum L'Hirondelle gebracht wurden, glücklicherweise dauert die Fahrt bis nach Cote d'Or keine 10min.
Dort wurden wir freundlich mit einem Cocktail empfangen und konnten auch gleich unser schönes Zimmer beziehen. Die Ausstattung war super und das gesamte Personal war sehr nett und zuvorkommend. Insgesamt waren wir vom Hirondelle sehr begeistert, dieses war die Beste Urlaubsunterkunft, in der wir bis jetzt waren. Das Frühstück war sehr üppig und wurde auf der Zimmereigenen Terasse serviert.
Am ersten Tag auf Praslin haben wir uns noch den Strand von Cote d'Or angesehen und sind etwas in den gleichnamigen Ort gegangen, um diesen zu erkunden. Dabei haben wir auch festgestellt, dass es keine 5min entfernt ein Takeaway direkt neben der Bank und dem Supermarkt gibt, was wir auch mangels richtiger Alternativen (wir zumindest haben kein weiteres entdeckt) die gesamte Zeit auf Praslin genutzt haben. Das Essen war lecker, das Gericht hat unabhängig vom Inhalt 80 Rupien gekostet.
Am nächsten Tag wurden wir dann von unserer Reiseleitung vor Ort besucht. Diese hat uns noch ein paar gute Ratschläge zu den einzelnen Bus-Routen gegeben und die einzelnen Sehenswürdigkeiten vorgestellt.
Den Rest des Tages haben wir dann am Strand verbracht und uns von der Anreise erholt. Die Gezeiten und die Sonne sind auf den Seychellen gerade auch verglichen zu Mauritius und Thailand schon sehr stark, daher auch unser gut gemeinter Rat, beim Lichtschutzfaktor der Sonnencreme zur Sicherheit noch eine Stufe höher zu gehen als üblich. Der Strand ist sehr schön und auch relativ sauber, das angeschwemmte Seegras hat uns nicht wirklich gestört. Die Meeres-Temperaturen waren schon fast auf Badewannen-Niveau. Urlaubsbekannte haben uns am Ende unseres Praslin-Aufenthalts noch erzählt, dass man an diesem Strand auch ganz gut schnorcheln kann, wir habens nicht probiert. Seitens der Reiseleitung und der Hotel-Leitung wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir gerade am Strand von Cote d'Or sehr auf unsere Habseligkeiten aufpassen sollen. Wir haben diesbezüglich nichts bemerkt und uns auch sehr sicher gefühlt. Selbst die paar Strandverkäufer (Bootstouren) fanden wir nicht weiter schlimm, das kennen wir auch deutlich extremer. Dennoch wurden wir auch vor diesen gewarnt, da sie wohl schon mal ohne Lizenz und ohne Versicherung unterwegs sowie die genutzten Boote mitunter untauglich für die Ausflüge sind (Schlauchboot voll besetzt). An dem rechten Ende der Anse Volbert (wenn man auf das Meer hinaus sieht) gibt es übrigens eine kleine Bucht, die von entsprechenden Granitfelsen begrenzt wird. Wir wissen nicht, ob diese einen eigenen Namen hat, jedoch ist sie wunderschön und wird wohl hauptsächlich von Einheimischen besucht.
Tag 3 wollten wir dann den Fond Ferdinand besuchen, leider fing es gleich nach unserer Ankunft an wie aus Eimern zu regnen, was auch den gesamten Tag so blieb. Wir sind also nach 2h warten wieder in den Bus gestiegen und zur Unterkunft gefahren. Die Busfahrt zum Park können wir allen wärmstens empfehlen. Was man für die 7 Rupien geboten bekommt ist schon klasse. Auch der Bus als Transportmittel ist sicherlich eine gute und preiswerte Reisemethode auf Praslin, natürlich unter der Voraussetzung, dass eine Buslinie sowie eine Haltestation an der Sehenswürdigkeit liegt. Hierbei ist das Hirondelle schon sehr günstig gelegen.
Das Wetter zeigte sich dann am Folgetag von seiner besseren Seite, weshalb wir gleich nochmal zum Fond Ferdinand aufgebrochen sind. Dieses Mal hatten wir Glück und konnten gegen ein Entgelt von 125 Rupien eine Führung zum Aussichtspunkt genießen. Der Aufstieg war bedingt durch die Temperaturen – und noch viel mehr durch die heftige Luftfeuchtigkeit bedingt durch den Regen am Vortag – anstrengend und schweißtreibend. Wir empfehlen an der Stelle allen, sich mit genug Wasser sowie Insektenschutzmittel (unseres war mit dem Wirkstoff DEET und hat zumindest etwas geholfen) auszustatten. Dafür entschädigt der Park mit seiner wunderschönen Natur, den vielen Pflanzen und der interessanten Infos vom Guide. Die Aussicht ganz oben ist die Mühen ebenfalls wert. Unsere nächste Empfehlung ist, sich die Badesachen mitzunehmen und die Zeit bis zur Ankunft des Busses (fahren im 2h-Takt an der Haltestelle vorbei) an der Anse Marie-Louise zu verbringen. Die Abkühlung hätten wir zumindest ganz gut gebrauchen können. Anscheinend gibt es an dieser auch hin und wieder die kleinen Rochen zu sehen.
Tag 5 haben wir dann für eine Bootsreise genutzt und zwar zu Curieuse und St. Pierre, inklusive BBQ. Gebucht haben wir den Trip über das L'Hirondelle und 70 Euro dafür bezahlt (pro Person). Start war 9:30 Uhr, wieder angekommen sind wir um ca. 15 Uhr. Wir waren insgesamt 5 Personen auf dem Boot und sind direkt an die Anlegestelle zum „Haus des Doktors“ gefahren. Dort hatten wir genügend Zeit um dieses zu besichtigen und am Strand zu schnorcheln und schwimmen. Im Anschluss erwartet einen ein überraschend anstrengender und hügeliger Marsch (ca. 45min) zu den Schildkröten, entsprechend empfehlen wir für den Trip festes Schuhwerk. Die schöne Landschaft auf diesem Weg macht es dann aber doch recht erträglich :) wobei man sich von Zeit zu Zeit nicht mehr so sicher ist, noch auf der richtigen Route zu sein (gut, dass es hier zumindest immer wieder mal einen Wegweiser gibt). Am Zielort angekommen wird man dann gleich von einer Menge riesiger Landschildkröten begrüßt. Naja, die meisten schlafen, was man ihnen aber auch nicht verübeln kann. Einige Schildkröten genießen es sichtlich, wenn man sie krault und streichelt, andere hingegen haben offensichtlich eher weniger Lust auf die Zuwendung der Touristen. Blöd nur, dass das einigen der anwesenden Personen ziemlich egal zu sein scheint. In einer kleinen „Hütte“ kann man übrigens auch den Nachwuchs besichtigen. Besonders süß fanden wir die kleine Dame, die von der Dusche des Pflegers mehr als nur begeistert war. Die ganze Anlage inklusive Strand ist sehr schön. Der Strand selbst lädt auch zum abkühlen ein, wobei das Wasser hier sehr flach ist. Das Essen war ebenfalls sehr lecker, es gab diverse Salate sowie gegrillten Fisch und gegrilltes Hähnchen. Nach erfolgreicher Stärkung sind wir dann zu St. Pierre weiter gefahren, wobei auf der Fahrt dort hin noch ein kleiner Rochen an unserem Boot vorbeigeschwommen ist. Das Schnorcheln vor St. Pierre war durchaus schön, wobei die Unterwasserwelt nach unserem Geschmack nicht so interessant war. Nach den Geschichten von anderen Urlaubern, die dort Meeres-Schildkröten, Muränen und Tintenfische gesehen haben hatten wir aber wohl einfach nur Pech.
Nachdem am kommenden Tag bereits die Weiterreise nach La Digue anstand haben wir leider einiges an Sehenswürdigkeiten auf Praslin nicht besuchen können. Unter anderem wollen wir noch sehen: Anse Georgette, Anse Lazio, Perlengallerie, Valle de Mai.
Der Abreisetag nach La Digue startete dann damit, dass wir beim 1. Transfer vergessen wurden und somit die geplante Fähre um 10:30 Uhr verpasst haben. Glücklicherweise fahren diese recht häufig, weshalb wir bereits um 11:30 Uhr in die nächste Fähre steigen konnten.

Auf der kleinen Insel angekommen wurden wir auch gleich von Fahrradverleihern belagert, die uns für 125 bis 150 Rupien pro Tag und Person die entsprechenden Fortbewegungsmittel verkaufen wollten. Was wir nicht gefunden haben, war unser Fahrer zum Mills Complex. Glücklicherweise haben wir den Weg dorthin noch recherchiert und sind dann die paar Meter einfach zu Fuß gelaufen. Auch hier wurden wir bereits erwartet und in unser geräumiges Zimmer geführt. Mit dem Hirondelle kann es zwar nicht ganz mithalten, dennoch fanden wir die Unterkunft sehr schön und angenehm für unseren Aufenthalt. Nachdem wir dann noch die 10€ für das WLAN (für die gesamte Aufenthaltsdauer) bezahlt haben, konnten wir gleich feststellen, dass selbiges nicht funktioniert. Nach ein paar Tests haben wir dann glücklicherweise herausgefunden, dass das am im Zimmer befindlichen Router liegt und wir diesen nur vom Strom nehmen müssen. Sehr angenehm fanden wir beim Mills Complex den Fahrrad-Verleih. Die recht guten Fahrräder konnte man sich einfach nehmen so oft wie man sie gebraucht hat und am Ende einfach abrechnen. Dies hat auch den Vorteil, dass man am letzten Tag sehr passgenau das Geld wechseln kann (wir haben exakt 0 Rupien mit nach Hause gebracht). Gebühr pro Tag: 100 Rupien pro Rad. Das mitgebuchte Frühstück war nochmals üppiger als im Hirondelle, wenn auch die Einnahme des selbigen von 7:30 bis 9:00 Uhr begrenzt war (Hirondelle bis 12:00 Uhr). Schön ist auch, dass man vom Balkon aus die Flughunde ganz gut beobachten kann (Tipp: wenn vorhanden das Teleobjektiv mitnehmen!).
Im Mills Complex befindet sich außerdem noch ein Takeaway, in dem es unter anderem Pizza und Nudeln gibt. Die Preise dafür sind auch nach deutschen Standards sehr hoch und die Pizzas selbst eher durchschnittlich gut, entsprechend empfehlen wir eher die umliegenden Takeaways. Wir waren in folgenden: Gala Takeaway, Mi Mums Takeaway, Tarosa Takeaway. Wir fanden alle 3 recht gut, wobei die Currys vom Tarosa schon ordentlich scharf sein konnten. Die Preise waren für die meisten Gerichte zwischen 50 und 70 Rupien, die Portionen sehr ordentlich. Praktisch waren auch die kleinen Supermärkte in fußläufiger Erreichbarkeit, die zumindest die meisten Getränke auch günstiger anbieten als der STC. Für Selbstversorger wird wohl ein Besuch in dem STC nötig sein, um auch geeignete Waren für das Frühstück zu bekommen.
Am 1. vollwertigen Tag auf La Digue haben wir uns am Strand der Anse Severe entspannt. Dieser ist recht feinsandig und in 5min mit dem Fahrrad zu erreichen. Zum baden ist er indes weniger geeignet, da das Wasser sehr flach und der Boden scharfkantig und steinig ist. An dieser Stelle auch noch die Warnung: wir haben einige Seeigel sehr nahe am Ufer gefunden, daher gut aufpassen, insbesondere mit Kindern. Bei höherem Wasserstand bzw. Flut konnte man wohl recht gut schnorcheln, was wir aber wieder irgendwie übersehen haben. Hierbei haben sich auch einige über die Riffkante getraut, was wohl zumindest mit Flossen auch augenscheinlich recht problemfrei möglich war. Unsere Empfehlung wäre übrigens, sich eher auf der rechten Seite des Strandes aufzuhalten, da linksseitig ein Bach in das Meer mündet. Dieser fließt zwar wohl nur bei ausgiebigen Regenfällen, jedoch hatten wir genau diese. Nachdem das Bach-Wasser eher bräunlich verfärbt und auch der Geruch eher unangenehm war, haben wir uns auf die andere Strandseite konzentriert. Die Frage ist, ob hier Abwasser eingeleitet oder dies einfach organisches Material ist, das mitgerissen wird. Dafür haben wir an der Severe auch mal eine ganze Delfinschule vorbeischwimmen sehen!
Tag 2 auf La Digue sind wir dann zur Grand Anse aufgebrochen. Der Landweg dorthin ist zwar etwas hügelig, aber nicht weiter dramatisch. Gerade die Abfahrt zur Grand Anse hinunter ist wunderschön und absolut beeindruckend. Angekommen konnten wir dann fast alleine die Schönheit des Strandes sowie der wilden Natur genießen. Der Anblick ist wirklich sensationell schön. Als kleines Highlight konnten wir auch noch sehen, wie wenig sich so mancher Tourist um die Sicherheitshinweise schert. So ist einer locker 200-300 Meter in das offene Meer hinein geschwommen. Ich bin ein durchaus erfahrener und guter Schwimmer, aber das wäre mir bei dem Seegang zu heftig und gefährlich gewesen. Glücklicherweise ging das aber gut.
Nach erfolgter Erholung von der Radfahrt haben wir uns dann auf den Weg zur Petit Anse gemacht. Leider gab es dort keine Schilder, entsprechend sind wir auch falsch abgebogen. Daher an dieser Stelle der Hinweis: Auf das Meer blickend ist am linken Ende der Grand Anse ein Weg in den Wald hinein. Wenn Ihr diesen beschreitet kommt recht bald ein Hügel mit starker Steigung. Wählt Ihr nun den linken Weg, so geht ihr direkt zur Anse Cocos (ja, es gibt auch hier ein paar Wege zur Petit Anse, aber aus Richtung Grand Anse kommend findet man diese eher schlecht oder sie waren in unserem Falle so weit überflutet, dass wir uns nicht getraut haben), was mit ca. 45 Minuten Fußweg „belohnt“ wird. Auf dem Weg dorthin kann man auch ein paar Ruinen finden, die wohl von den ersten Siedlern auf La Digue stammen. Der rechte, steilere Weg hingegen führt zur Petit Anse, die in ca. 10min erreicht werden kann. Wir waren uns nach einer halben Stunde langsam nicht mehr so sicher, ob wir uns nicht verlaufen haben. Glücklicherweise haben wir einen weiteren Wanderer mit GPS gefunden, der uns auch erklärt hat, dass wir gerade auf dem Weg zur Anse Cocos sind. Verlaufen sollte man sich übrigens auf der Strecke nicht unbedingt können, nur besteht eben die Möglichkeit, dass man am falschen Strand herauskommt. Auch für diese Wanderung empfehlen wir dringend festes Schuhwerk sowie genug zu trinken und Insektenschutzmittel. Außerdem sollte man darüber nachdenken, einen großen Regenschirm mitzunehmen, um an den Stränden etwas Schatten zu haben. Nun noch zu den Stränden. Während wir die Petit Anse eher weniger interessant fanden, war die Anse Cocos der für uns schönste Strand auf La Digue (auch wenn wir ein paar noch nicht gesehen haben). Der Naturpool lädt zum Baden ein, inklusive schöner Fische. Die Umgebung ist schlicht atemberaubend und sicherlich spielt auch das Gefühl der Belohnung nach dem Fußmarsch eine gewisse Rolle. Übrigens, die Wellen waren zumindest bei unserem Besuch schon deutlich niedriger als bei der Grand Anse, dennoch hätten wir es nicht gewagt hier zu Schwimmen. Was aber sehrwohl geht, ist zumindest tief genug ins Wasser zu gehen um zumindest bis zum Bauch darin zu stehen. Dann noch eine Highlight der anderen Art bei der Rückreise: bei der Abfahrt tat es einen lauten Knall, entsprechend dachten wir, dass mal wieder eine Kokosnuss heruntergefallen ist. Als ich dann aber das Fallgut genauer betrachtet habe ist mir aufgefallen, dass dies wohl ein Flughund war...
Der Tag 3 auf La Digue wurde für den Besuch des Union Estate Parks sowie der berühmten Anse Source d'Argent genutzt. Der Eintritt kostet 115 Rupien. Dafür kann man sich auch einige Sehenswürdigkeiten des Parks ansehen, z.B. die alten Mühlen, die Werft, Schildkröten, einen Friedhof sowie noch einiges mehr. Der Strand selbst ist natürlich insbesondere für Seychellen-Verhältnisse schon recht gut besucht, dennoch findet man auch hier noch ruhigere Plätze. Wenn man dann die traumhafte Kulisse sieht kann man auch verstehen, warum um diesen Strand so ein großer Wirbel gemacht wird. Die Abwechslung aus kleinen Buchten, riesigen Felsen sowie der tropischen Vegetation ist schon sehr beeindruckend, wobei die Anzahl der Besucher sicher einen Teil der Romantik „zerstören“. Aber klar, das sei natürlich einem jeden Besucher gegönnt, den Strand zu besuchen.
Am vierten Tag haben wir dann wieder die Anse Severe angesteuert und den Tag eher gemütlich verbracht. An der Severe sind wohl auch 2 Landschildkröten dauerhaft heimisch, die es sich zwischen den Touristen an den Bars gemütlich machen. Die beiden genießen es auch sichtlich, wenn sie gefüttert und gestreichelt werden. Herrlich ist es, den rießigen Tieren bei einer Dusche zuzusehen.
Am Tag darauf haben wir dann die „Nordumrundung“ durchgeführt und sind dabei bis zum Ende der Straße geradelt. Unsere persönlichen Strand-Highlights auf diesem Weg sind der Grosse Roche sowie der Patates. Beide wunderschön, jedoch eher weniger zum Baden geeignet. Bei der Anse Patates ist zudem auch die Möglichkeit, sich an den Strand zu legen je nach Ebbe bzw. Flut eingeschränkt. Dafür soll man auch hier bei eher ruhiger See und Ebbe gut schnorcheln können, so sagte man uns es zumindest. Die Nordumrundung selbst ist relativ harmlos hinsichtlich der körperlichen Ertüchtigung, dennoch eine absolute Empfehlung. Einziges Manko, mich hätte auf dem Rückweg fast ein herunterfallender Ast mitten auf der Straße erschlagen :)
Den letzten vollwertigen Tag sowie den Abreisetag haben wir nochmals an der Severe verbracht. Dabei konnten wir unter anderem erfahren, dass das Guinness, das auf den Seychellen vertrieben wird auf Mahe gebraut wird und 7,5% hat :). Woran man sich ebenfalls gewöhnen darf sind die Hunde, die ganz gern mal am Strand herumlaufen. Nachdem diese aber sehr friedlich und grundsätzlich vorsichtig und distanziert sind ist das auch kein großes Problem.
Die Rückreise selbst war dann durchaus kräftezehrend und entsprechend auch der Punkt der Reise, der bei einer Wiederholung der meisten Optimierung bedarf. Um 10 Uhr mussten wir logischerweise unser Zimmer verlassen und die Koffer in der Rezeption abgeben. Dies führt natürlich dazu, dass der Abreisetag nur zu relativ wenig genutzt werden kann. Hier sei aber lobend erwähnt, dass uns seitens Mills Complex auch eine Dusche vor der Abreise zur Verfügung gestellt wurde. Diese startete dann um 16:00 Uhr Ortszeit. Zuerst ging es mit der Fähre nach Praslin, wo wir dann um 17:30 Uhr die letzte Fähre nach Mahe genommen haben. Entsprechend waren wir um ca. 19:00 Uhr am Flughafen, wo wir bis 23:50 Uhr auf unseren Rückflug warten konnten. Dass wir dann in Dubai nochmals 4h Aufenthalt hatten machte die Sache natürlich auch nicht besser. Für dieses Problem gibt es aber sicherlich genug Lösungsansätze.

Allgemeine Anmerkungen, Hinweise, Tipps:
Für das Wechseln von Geld braucht man auf den Seychellen immer einen Reisepass oder Führerschein.
Die Mücken auf den Seychellen sind in mehrerlei Sicht furchtbar, man hört sie nicht, man sieht sie kaum und die Stiche jucken wie Hölle. Wir empfehlen daher die Verwendung von DEET-Basiertem Mückenschutz, der hilft im Vergleich zu z.B. Autan zumindest ein wenig gegen die tropischen Plagegeister.
Bei der Sonnencreme würden wir vorsichtshalber dazu raten, immer noch eine LSF-Klasse höher zur Reserve mit einzupacken.
Auf La Digue gehören Fahrrad-Crashs zum Alltag, was unserer Meinung nach primär an uns, also den überforderten Touristen liegt. Viele kommen mit dem Thema Linksverkehr genauso wenig klar, wie mit den vielen Dingen, die man am Straßenrand sehen kann. Entsprechend bleiben die Leute mitten auf der Straße einfach mit dem Rad stehen, laufen blind in die Straßen hinein und noch vieles mehr. Entsprechend oft sieht und hört man solche Crashs auch. Daher unser Tipp → gut aufpassen und grad bei viel Verkehr bzw. Personen in der Nähe langsam und bremsbereit fahren.
Der Wechselkurs war bei uns ca. 16,2 bis 16,7 Rupien für den Euro.
Typische Preise Essen Takeaway: 50-80 Rupien, wobei La Digue günstiger war als Praslin
Typische Preise Bier, Cider, etc mit ca. 300ml: 35-40 Rupien im Supermarkt
Typische Preise Wasser: 1 Liter = 15-20 Rupien, 5 Liter = 40-50 Rupien

Dann noch explizit das Thema Kosten vor Ort:
Wie schon einige hier geschrieben haben kommt das natürlich stark auf den persönlichen Anspruch an. Wir hatten Übernachtung + Frühstück gebucht. Mit den Kosten des Frühstückst (10€ pro Person und Tag) haben wir keine 20 Euro pro Tag gebraucht ohne dass wir etwas vermisst haben (gut, Schokolade vielleicht, aber da siehts eh düster aus). Wir haben aber auch auf den Gang ins Restaurant verzichtet, da die Preise für uns in keinem Verhältnis zur dafür erbrachten (kulinarischen) Leistung standen. Wer hier Wert auf das Abendliche Essen in einem schicken Restaurant wert legt, der muss natürlich deutlich mehr einplanen, und zwar so 15-25 Euro pro Person. Wobei nach oben hin natürlich keine Grenzen gesetzt sind. Billiger ginge es natürlich auch, wenn man z.B. das tägliche Urlaubsbier bzw. das Cider weglässt. Aber das war eben unser Luxus zum leckeren Essen der Takeaways. Wir haben übrigens immer recht ausgiebig gefrühstückt und dann um ca. 14 Uhr Mittag gegessen. Mehr haben wir auch bedingt durch die Hitze nicht gebraucht.

Als Fazit lässt sich sagen, dass unser Besuch der Seychellen bis jetzt unser schönster Urlaub war. Man fühlt sich gerade auch im Vergleich zu anderen Reisezielen sehr sicher (klar, eine gewisse Grundvorsicht ist von Nöten, die brauche ich aber auch hier bei uns) und die Einwohner der Inseln sind sehr höfliche und freundliche Leute. Die entspannte Mentalität ist ebenso erheiternd wie der überraschend ausgeprägte Hang zur Pünktlichkeit, den insbesondere ich sehr genossen habe. Die Natur selbst und die vorhandenen Sehenswürdigkeiten treffen genau unseren und auch insbesondere meinen Geschmack (ich bin da eher faul und weniger an den kulturellen Sehenswürdigkeiten interessiert, die es sonst so gibt), was zum einen dazu führt, dass einem nicht langweilig wird und zum anderen, dass die eingeplante Zeit auf den Inseln immer zu knapp ist. Auch in Sachen Umweltschutz sind die Seychellen gerade auch im Vergleich zu vergleichbaren Urlaubsländern schon sehr weit, wie wir zumindest finden. Klar gibt es auch hier die ein oder andere Auffälligkeit, aber unterm Strich fanden wir es sogar sauberer als bei uns in Deutschland... Wir wollen daher auf jeden Fall nochmal hierhin reisen, dabei würden wir auch die selben Unterkünfte nochmal wählen. Unseren Reiseanbieter, My Seychelles, würden wir ebenfalls empfehlen.


In dem Sinne, danke fürs Lesen und liebe Grüße aus dem Sonnenwald,
Philipp (und Sabrina)

derrohrleger
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Re: 1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon derrohrleger » 30 Apr 2018 19:15

Sehr schön geschrieben :bounce:

Wie empfandest du die Umsteigezeit in Dubai ? War sie ausreichend ?

Vielleicht gibt es noch ein paar Foto´s ?? :D

LG derrohrleger

Apoc991
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Re: 1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon Apoc991 » 30 Apr 2018 19:53

Hallo,

wir sind ja jetzt das 3. Mal über Dubai in den Urlaub und wieder zurück geflogen. Dabei dürften wir mittlerweile alle Gatekombination durch haben. Wer nur weiterkommen will braucht nirgendwo hin länger als 35-40min, selbst wenn die Hölle los ist.
Das heißt im Umkehrschluss auch, dass man mit 1,5h absolut stressfrei seinen Anschlussflug erwischt. Wichtig ist hald, dass man den korrekten Flug und somit das korrekte Gate anhand der Anzeigetafeln auswählt.

Bei Fotos muss ich leider passen, da ich aktuell keinen Zugriff auf den Laptop habe. Davon gibts aber genug hier 8)

Klara
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Re: 1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon Klara » 01 Mai 2018 10:15

Danke für den ausführlichen, informativen Bericht. Hat mir Spass gemacht ihn zu lesen. Schöne, dass es euch so gut gefallen hat.
LG
Klara

rik
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Re: 1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon rik » 01 Mai 2018 21:17

Auch von mir ein "Danke schön" für den langen Text und die vielen Infos!

dermartini
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Re: 1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon dermartini » 05 Mai 2018 00:12

Ich danke dir sehr für deinen Bericht, am 19.05. gehts für 10 Tage nach La Digue zum Heiraten :-P

Apoc991
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Re: 1. Seychellen Urlaub - Praslin, La Digue - April 18

Beitragvon Apoc991 » 16 Mai 2018 05:16

Dann wünsche ich schon mal einen schönen Urlaub und eine tolle Hochzeit!


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